Bruderstreit in Mainz eskaliert: Schwerverletzter und fünf Polizisten betroffen
Ein Bruderstreit in Mainz hat am späten Nachmittag des 19.02.2026 zu einer massiven Eskalation geführt. Neben schweren Verletzungen bei einem Beteiligten registrierte die Polizei auch fünf leichtverletzte Einsatzkräfte. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr in einer Wohnung im Stadtgebiet.
Faustschlag führt zu schwerer Kopfverletzung
Nach Angaben der Einsatzkräfte informierte die Rettungsleitstelle die Führungszentrale der Polizei Mainz über eine gewaltsame Auseinandersetzung in einer Wohnung. Vor Ort trafen die Beamten auf zwei Brüder sowie deren Mutter und Schwester.
Ersten Ermittlungen zufolge entbrannte der Bruderstreit in Mainz nach gegenseitigen Beleidigungen. Ein 19-jähriger Mann warf seinem Bruder vor, ihn zu Unrecht als drogenabhängig bezeichnet zu haben. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug der 19-Jährige seinem Bruder gezielt gegen das Kinn. Der Geschädigte stürzte sofort zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein.
Ärzte stellten den Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma fest. Zudem erlitt der Bruder eine Kieferverletzung sowie einen gelockerten Zahn. Die Verletzungen gelten als schwerwiegend.
Polizeieinsatz mit Widerstand und Angriffen
Der Bruderstreit in Mainz verschärfte sich weiter, als die Polizei den Sachverhalt aufnehmen wollte. Der 19-jährige Beschuldigte zeigte sich aggressiv und verweigerte die Kooperation. Er stieß eine Beamtin weg und schlug einem weiteren Beamten während der versuchten Fesselung ins Gesicht.
Mehrere Streifenteams setzten körperlichen Zwang ein, um den Mann zu fixieren. Die Beamten drohten zudem den Einsatz eines Distanz-Elektroimpulsgeräts (DEIG) an, um weitere Angriffe zu verhindern. Während der gesamten Maßnahme beleidigte und bedrohte der Beschuldigte die Einsatzkräfte.
Fünf Polizeibeamte erlitten leichte Verletzungen. Ein Beamter blieb nach dem Einsatz nicht dienstfähig.
Blutprobe angeordnet – Strafverfahren eingeleitet
Der 19-Jährige räumte regelmäßigen Konsum von Haschisch ein. Auf Anordnung einer Amtsrichterin entnahmen Ärzte eine Blutprobe. Die Polizei brachte den Mann zur Dienststelle und übergab ihm eine Wohnungsverweisung sowie ein Annäherungsverbot.
Die Ermittler leiteten Strafverfahren unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein. Weitere Informationen veröffentlicht die Polizei Rheinland-Pfalz.
Aktuelle Meldungen zu Einsätzen und Ermittlungen finden Sie auch in unserer Rubrik News sowie im Bereich Deutschland. Weitere Berichte zu Gewalt- und Fahndungsfällen lesen Sie unter Fahndungen.
