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Listerien in Salami – Zwei Todesfälle in Hessen

Die Behörden haben nach zwei Todesfällen durch Keime in Fleischwaren die Produktion eines Wurstherstellers in Nordhessen vorläufig geschlossen. Das Veterinäramt des Landkreises Waldeck-Frankenberg habe gegen das Unternehmen Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren entsprechende Schritte eingeleitet, teilte der Kreis am Mittwoch mit.

Eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) habe einen unmittelbaren Zusammenhang zu zwei Todesfällen – zwei ältere Menschen aus Hessen – ergeben.

Das Unternehmen Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren teilte mit, „alle im Unternehmen hergestellten Erzeugnisse mit sämtlichen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdaten“ würden zurückgerufen. Die betroffenen Waren seien durch das ovale Kennzeichen „DE EV 203 EG“ eindeutig zu identifizieren. Die Artikel könnten gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Todesfälle mit Wilke-Produkten in Zusammenhang stehen, liegt laut Gutachten bei 99,6 Prozent. Es gebe zudem 37 weitere Krankheitsfälle, die möglicherweise mit den Wurstwaren der Firma im Zusammenhang stünden. Auch die Staatsanwaltschaft Kassel wurde eingeschaltet. Eine Sprecherin der Behörde erklärte, dass man aber mangels näherer Informationen derzeit keine Auskünfte geben könne.

Bereits am Dienstagabend sei eine Rückrufaktion angeordnet worden, so der Kreissprecher. Betroffen sind sämtliche Produkte mit Ausnahme von Vollkonserven. Die Menge kann der Landkreis nicht abschätzen. Es handele sich allerdings um einen sehr großen Betrieb, der in alle Bundesländer, aber auch weltweit geliefert habe. „Nach unseren Erkenntnissen haben Altenheime und Krankenhäuser über Großhändler auch Produkte von Wilke bezogen.“ Eine Liste der betroffenen Produkte soll es vorerst nicht geben, da alle Fleischwaren auch unter dem Firmennamen verkauft würden.

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