Schlagwort: Amy Lopez

  • Mordfall „Amy Lopez“: Anklage erhoben

    Mordfall „Amy Lopez“: Anklage erhoben

    Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 81-Jährigen

    Im sogenannten Mordfall Amy Lopez hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen 81-jährigen Mann erhoben. Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, die damals 24-jährige amerikanische Touristin am 26. September 1994 in Koblenz brutal ermordet zu haben.

    Die junge Frau wurde damals in der Nähe des Felsenwegs am Aufgang zur Festung Ehrenbreitstein getötet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft richten sich die Ermittlungen gegen einen Mann, der am 23. Februar 2026 festgenommen wurde und sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet.

    Brutale Tat im General-von-Aster-Zimmer

    Laut Anklageschrift soll der damals 49-jährige Beschuldigte die ortsunkundige Touristin unter einem Vorwand in das sogenannte General-von-Aster-Zimmer unterhalb der oberen Festungsanlage gelockt haben. Dort habe er die junge Frau gefesselt, entkleidet und sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen.

    Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter Amy Lopez anschließend mit mehreren Messerstichen tötete. Zudem soll er mit einem Stein auf das Opfer eingeschlagen und sie gewürgt haben.

    Nach der Tat soll der Mann mit seinem Fahrrad geflohen sein und Tatwaffe, Handschellen sowie weitere Gegenstände des Opfers im Rhein entsorgt haben.

    DNA-Spuren belasten den Angeschuldigten

    Im Mordfall Amy Lopez spielten moderne DNA-Analysen eine entscheidende Rolle. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnten mithilfe neuer Untersuchungsmethoden DNA-Spuren am Hosenbund und am linken Oberschenkel des Opfers gesichert werden.

    Die Spuren stimmen laut Ermittlern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit der DNA des Angeschuldigten überein. Auch an dem mutmaßlichen Tatstein wurde eine Mischspur gefunden, die auf den Beschuldigten hinweist.

    Zusätzlich hat der Mann die Tat nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen über seinen Verteidiger pauschal eingeräumt. Gegenüber einem psychiatrischen Sachverständigen soll er ebenfalls zugegeben haben, Amy Lopez getötet und sich sexuell an ihr vergangen zu haben.

    Gutachter sieht volle Schuldfähigkeit

    Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten kommt bislang zu dem Ergebnis, dass der Beschuldigte zur Tatzeit voll schuldfähig gewesen sei. Hinweise auf eine Einschränkung oder Aufhebung der Schuldfähigkeit lägen derzeit nicht vor.

    Die Staatsanwaltschaft prüft außerdem eine mögliche Sicherungsverwahrung. Dabei spielen insbesondere das hohe Alter des Angeschuldigten, sein Gesundheitszustand sowie die mögliche Dauer einer Freiheitsstrafe eine Rolle.

    Landgericht Koblenz entscheidet über Hauptverfahren

    Nun muss die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Koblenz über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Außerdem wird geprüft, ob die U-Haft fortdauert.

    Dem Angeschuldigten droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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    Weitere Informationen veröffentlicht die Staatsanwaltschaft Koblenz sowie das Landgericht Koblenz.

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  • Die offizielle Mitteilung der Staatsanwaltschaft zum Mörder von Amy Lopez

    Die offizielle Mitteilung der Staatsanwaltschaft zum Mörder von Amy Lopez

    Mordfall Amy Lopez: 81-Jähriger nach Jahrzehnten in U-Haft

    Im Mordfall Amy Lopez hat die Staatsanwaltschaft Koblenz einen entscheidenden Ermittlungserfolg erzielt. Ein 81-jähriger deutscher Staatsangehöriger befindet sich inzwischen wegen des dringenden Tatverdachts des heimtückischen und zur Befriedigung des Geschlechtstriebs begangenen Mordes in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt in Rheinland-Pfalz.

    Tat im September 1994 in Koblenz

    Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 26.09.1994 die 24-jährige amerikanische Touristin Amy Lopez unterhalb der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz vorsätzlich getötet zu haben. Die junge Frau befand sich damals auf einer Europareise und wollte am Morgen des Tattages die Festung besichtigen. Sie fuhr mit dem Stadtbus auf die rechte Rheinseite und plante, über den Fußweg im Steilhang zur Anlage zu gelangen.

    Zwischen 9 und 10 Uhr traf sie vermutlich zufällig auf den späteren Täter. Der Tatort lag im sogenannten General-von-Aster-Zimmer, einem damals frei zugänglichen Gemäuer unterhalb der oberen Festungsanlage.

    Sexuelle Motivation und massive Gewalt

    Nach dem aktuellen Ermittlungsstand handelte der Täter aus sexueller Motivation. Das Opfer war im unteren Körperbereich vollständig entkleidet und wurde nach den damaligen pathologisch-forensischen Untersuchungen sexuell missbraucht. Die Ermittler stellten fest, dass der Täter Amy Lopez strangulierte, mit einem Stein gegen den Kopf schlug und ihr mehrere Messerstiche zufügte. Diese Verletzungen führten letztlich zum Tod.

    Cold Case und neuer Ermittlungsdurchbruch

    Eine bei der Kriminaldirektion Koblenz eingerichtete Sonderkommission überprüfte in den Jahren nach der Tat mehrere hundert Spuren sowie zahlreiche Personen. Dennoch identifizierten die Ermittler lange keinen Tatverdächtigen. Zuletzt präsentierte die Sendung „Aktenzeichen XY“ den Mordfall Amy Lopez am 17.09.2025 als sogenannten Cold Case.

    Den Durchbruch brachten erneute, aufwändige Untersuchungen sichergestellter Beweismittel. Experten des Hessischen Landeskriminalamts unterstützten die Kriminaldirektion Koblenz im Rahmen der Amtshilfe. Sie präparierten rund 1.600 Proben aus der Kleidung des Opfers sowie aus Klebefolien, die 1994 zur Spurensicherung dienten. Mithilfe moderner Analysetechniken sicherten sie DNA-Spuren aus Hautschuppenfragmenten.

    Eindeutiger DNA-Abgleich

    Nach der Sicherung der neuen DNA-Spur überprüfte das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Koblenz erneut mehr als 200 damalige Spurenakten. Im Januar 2026 entnahmen die Ermittler dem Beschuldigten auf freiwilliger Basis eine Speichelprobe. Der anschließende Abgleich ergab bei einer Spur eine eindeutige Übereinstimmung.

    Der Beschuldigte war bereits 1999 wegen einer einschlägigen Sexualstraftat durch das Landgericht Koblenz verurteilt worden und geriet damals in den Fokus der Ermittler. Mangels geeigneter DNA-Spuren ließ sich jedoch kein Zusammenhang zum Mordfall Amy Lopez herstellen.

    Staatsanwaltschaft betont langen Atem

    Leitender Oberstaatsanwalt Mannweiler erklärte, die unermüdliche Ermittlungsarbeit der Koblenzer Polizei habe einen wesentlichen Schritt zur Tataufklärung ermöglicht. Der Fall zeige, dass Strafverfolgungsbehörden schwere Verbrechen auch nach Jahrzehnten nicht aus den Augen verlieren.

    Der Beschuldigte machte bei seiner Vorführung vor der Haftrichterin von seinem Schweigerecht Gebrauch. Ihm wurde ein Verteidiger beigeordnet. Die Ermittlungen im Mordfall Amy Lopez dauern weiterhin an.

    Weitere aktuelle Meldungen aus Rheinland-Pfalz finden Sie auch unter News sowie im Bereich Deutschland. Offizielle Informationen veröffentlicht unter anderem die Staatsanwaltschaft Rheinland-Pfalz sowie das Polizeipräsidium Rheinland-Pfalz.

  • Festnahme im Mordfall „Amy Lopez“ – 81-Jähriger nach über 30 Jahren in U-Haft

    Festnahme im Mordfall „Amy Lopez“ – 81-Jähriger nach über 30 Jahren in U-Haft

    Festnahme im Mordfall „Amy Lopez“ – Ermittler melden Durchbruch

    Im Mordfall der amerikanischen Touristin Amy Lopez ist den Ermittlungsbehörden offenbar ein entscheidender Durchbruch gelungen. Mehr als drei Jahrzehnte nach der Tat nahmen Einsatzkräfte am 23.02.2026 einen 81-jährigen Deutschen in seiner Wohnung nahe Koblenz fest. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hatte zuvor einen Haftbefehl beantragt, den das Amtsgericht Koblenz erließ.

    Tat im Jahr 1994 erschütterte Koblenz

    Am Morgen des 26.09.1994 brach die 24-jährige Amy Lopez zu einer Besichtigung der Festung Ehrenbreitstein auf. Wenig später fanden spielende Kinder ihre Leiche im sogenannten General-von-Aster-Zimmer am Aufstieg zur Festung im Bereich des Felsenwegs unterhalb der Anlage.

    Das Opfer lag weitgehend entkleidet am Tatort. Ermittler dokumentierten schwere Kopfverletzungen, mehrere Messerstiche im Oberkörperbereich sowie Strangulationsmerkmale. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen und rückte die Region Koblenz in den Fokus intensiver Ermittlungen.

    Ermittlungen über Jahrzehnte

    Trotz umfangreicher und aufwändiger Maßnahmen gelang es den Behörden über viele Jahre nicht, die Tat aufzuklären. Der Mordfall Amy Lopez blieb ungelöst und beschäftigte Staatsanwaltschaft sowie Polizei kontinuierlich weiter.

    Mit der aktuellen Festnahme im Mordfall Amy Lopez kommt nun neue Dynamik in das Verfahren. Der dringend Tatverdächtige wurde noch am Tag der Festnahme der zuständigen Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Koblenz vorgeführt. Diese ordnete die Untersuchungshaft an.

    Mehr News und Fakten gibt es morgen Mittwoch hier im Laufe des Tages nach der Pressekonferenz!

    Weitere aktuelle Meldungen

    Weitere Nachrichten aus der Region Koblenz finden Sie in unserem Bereich News sowie unter Deutschland. Aktuelle Fahndungen veröffentlichen wir zudem unter Fahndungen.

  • Ungeklärter Mordfall auf der Festung Ehrenbreitstein – Polizei ermittelt nach 30 Jahren weiter

    Ungeklärter Mordfall auf der Festung Ehrenbreitstein – Polizei ermittelt nach 30 Jahren weiter

    Der Mordfall Amy Lopez: Polizei ermittelt auch nach 30 Jahren weiter

    Koblenz

    Vor 30 Jahren, am 26.09.1994 wurde die damals 24-jährige Touristin Amy Lopez Opfer eines brutalen Mordes auf der Festung Ehrenbreitstein.

    Sie ging am Morgen des 26.09.1994 den Felsenweg in Richtung der Festung Ehrenbreitstein entlang. Hier konnte durch einen Zeugen eine bislang nicht identifizierte männliche Person in der Nähe von Amy Lopez wahrgenommen werden. Diese Person wird immer noch dringend als Zeuge gesucht. Amy Lopez wurde gegen 08:50 Uhr zuletzt lebend gesehen.

    Gegen 10 Uhr wurde sie von zwei spielenden Kindern im General-von-Aster-Zimmer tot aufgefunden. Von ihrem Mörder fehlt bislang jede Spur.

    Im Bereich des Treppenabgangs zum Tatort konnte zur Tatzeit durch Zeugen ein Herrenfahrrad festgestellt werden. Dieses Fahrrad konnte bislang keinem Besitzer zugeordnet werden.

    Im Rahmen der Überarbeitung des Falls konnte durch modernste kriminaltechnische Untersuchungsmethoden an Asservaten eine männliche DNA-Spur festgestellt werden, bei der es sich mutmaßlich um eine vom Täter gelegte DNA handeln könnte.

    Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen:

       - Haben Sie am Tattag, Montag den 26.09.1994, in der Zeit von 
         08:00 Uhr bis 10:15 Uhr im Bereich des Tatortes, auf der Festung
         Ehrenbreitstein oder in Koblenz-Ehrenbreitstein Personen oder 
         Geschehnisse wahrgenommen?
       - Wer kann Angaben zur Identität des gesuchten Zeugens machen?
       - Können Sie Angaben zu dem gesuchten Fahrrad und dem möglichen 
         Eigentümer machen?
       - Gab es Personen aus Ihrem Umfeld, die sich nach der Tat 
         auffällig verhalten haben?
       - Haben Sie im Laufe der Jahre neue, möglicherweise tatrelevante 
         Informationen erlangt?

    Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Koblenz unter der Telefonnummer 0261-92156 390 entgegen.