Schlagwort: Barsinghausen

  • Frau getötet, Tochter lebensgefährlich verletzt – Vater festgenommen

    Frau getötet, Tochter lebensgefährlich verletzt – Vater festgenommen

    Tötungsdelikt in Barsinghausen

    Ein mutmaßliches Tötungsdelikt in Barsinghausen erschüttert die Region Hannover. In einem Einfamilienhaus an der Rehbrinkstraße soll ein 49 Jahre alter Mann in der Nacht auf Montag seine 38 Jahre alte Partnerin tödlich verletzt und die 13-jährige Tochter lebensgefährlich attackiert haben. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen noch vor Ort fest. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen.

    Notruf in der Nacht löst Großeinsatz aus

    Nach bisherigen Informationen ging der Notruf am Montag gegen 2.10 Uhr bei der Polizei ein. Ein 15 Jahre alter Sohn der Familie soll den Notruf abgesetzt und mitgeteilt haben, dass sein Vater die Mutter angegriffen habe. Einsatzkräfte fuhren daraufhin sofort zu dem Haus in Barsinghausen.

    Vor dem Gebäude trafen die Beamten auf den 49-jährigen Tatverdächtigen. Er ließ sich nach den bislang bekannten Angaben widerstandslos festnehmen. Im Inneren des Hauses fanden die Polizisten die 38-jährige Frau leblos vor. Rettungskräfte versuchten noch, die Frau zu reanimieren. Sie starb jedoch noch am Tatort.

    13-Jährige schwer verletzt in Klinik gebracht

    Im Haus entdeckten die Einsatzkräfte außerdem die 13 Jahre alte Tochter der Familie. Das Mädchen erlitt lebensgefährliche Verletzungen und kam umgehend in ein Krankenhaus. Auch sie soll nach den bisherigen Erkenntnissen vom Vater angegriffen worden sein.

    Der 15-jährige Sohn sowie drei weitere Kinder aus dem Haushalt wurden in Sicherheit gebracht. Nach aktuellem Stand kümmern sich die Behörden nun auch um die Betreuung der betroffenen Kinder.

    Polizei ermittelt nach mutmaßlicher Gewalttat

    Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt aufgenommen. Noch ist unklar, welches Motiv hinter der Tat stehen könnte. Auch zu den genauen Abläufen im Haus machten die Ermittler zunächst keine weitergehenden Angaben.

    Medienberichten zufolge soll ein Hammer als mögliche Tatwaffe im Raum stehen. Eine offizielle abschließende Bestätigung zu allen Details der Tat und zum genauen Tathergang stand zunächst noch aus.

    Ermittlungen in der Region Hannover dauern an

    Das Tötungsdelikt reiht sich damit in eine Serie schwerer Gewalttaten ein, die Einsatzkräfte und Ermittlungsbehörden in Niedersachsen immer wieder fordern. Die zuständigen Stellen werden nun klären müssen, wie es zu der Tat kommen konnte und welche Erkenntnisse sich aus den Spuren am Tatort ergeben.

    Weitere offizielle Informationen zum Fall veröffentlicht in der Regel die Polizeidirektion Hannover. Hinweise und Informationen zum Thema häusliche Gewalt bietet außerdem die Polizeiliche Kriminalprävention.

  • Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen grausamen Mordes an vierjährigem Kind aus Barsinghausen

    Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen grausamen Mordes an vierjährigem Kind aus Barsinghausen

    Bundesgerichtshof bestätigt Urteil wegen Mordes an vierjährigem Kind aus Barsinghausen

    Am 29. Mai 2024 bestätigte der Bundesgerichtshof das Urteil des Landgerichts Hannover.

    Die Angeklagten, Mutter und Stiefvater des Opfers, wurden wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Die besondere Schwere der Schuld wurde bei beiden festgestellt.

    Schockierende Tat an wehrlosem Kind

    Nach den Feststellungen des Landgerichts Hannover quälten und misshandelten die Angeklagten den vierjährigen Jungen und seine zwei Jahre ältere Schwester aus “erzieherischen Gründen”.

    Anfang Januar 2023 schlugen sie mit einem “Fleischklopfer” auf den geschwächten Jungen ein. Drei Tage später starb er an inneren Blutungen und einem Schädel-Hirn-Trauma.

    Misshandlung aus erzieherischen Gründen

    Die Angeklagten misshandelten die Kinder einvernehmlich. Der Junge war zusätzlich durch Nahrungsentzug geschwächt. Aufgrund der Verletzungen und seines schlechten Allgemeinzustands erkannten die Angeklagten, dass er qualvoll sterben würde. Sie nahmen seinen Tod billigend in Kauf,
    da sie sich durch ihn in ihrer Beziehung gestört fühlten.

    Lebenslange Freiheitsstrafe bestätigt

    Der Bundesgerichtshof überprüfte das Urteil des Landgerichts Hannover. Die rechtliche Überprüfung durch den 6. Strafsenat ergab keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

    Rechtskräftiges Urteil für grausame Tat

    Die Bestätigung des Urteils durch den Bundesgerichtshof unterstreicht die Schwere der Tat. Die lebenslange Freiheitsstrafe reflektiert die Grausamkeit und das bewusste Handeln der Angeklagten.

    Schwere der Schuld anerkannt

    Die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld bedeutet, dass eine vorzeitige Entlassung nach
    15 Jahren unwahrscheinlich ist. Die Angeklagten müssen sich ihrer vollen Verantwortung für die
    grausame Tat stellen.