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  • Spritpreis-Schock: 12-Uhr-Regel bringt Autofahrer weiter unter Druck

    Spritpreis-Schock: 12-Uhr-Regel bringt Autofahrer weiter unter Druck

    Tank-Hölle in Deutschland

    Berlin. Der Spritpreis-Schock trifft Millionen Autofahrer in Deutschland weiter hart. Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar zahlen Pendler, Familien und Betriebe deutlich mehr an der Zapfsäule. Benzin und Diesel erreichen ein Niveau, das viele Verbraucher zuletzt aus der Zeit nach Beginn des Ukraine-Kriegs kennen.

    Besonders bitter: Die bisherigen Hilfen der Bundesregierung bringen offenbar nicht die erhoffte Entlastung. Im Gegenteil: Die neue 12-Uhr-Regel steht massiv in der Kritik. Seit dem 1. April dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich erhöhen – um 12 Uhr mittags. Preissenkungen bleiben dagegen jederzeit möglich.

    ZEW-Studie sieht höhere Margen bei Benzin

    Eine Analyse des ZEW Mannheim kommt zu einem brisanten Ergebnis. Nach Einführung der 12-Uhr-Regel verdienen Mineralölkonzerne im Schnitt rund 6 Cent pro Liter Benzin mehr als in den Wochen davor. Damit verschärft die Regel den Spritpreis-Schock aus Sicht der Forscher zusätzlich.

    Auch der Staat profitiert laut einer Auswertung des BSW vom Teuer-Schock. Demnach lagen die Mehrwertsteuer-Einnahmen im März bei 26,2 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Plus von 3,34 Milliarden Euro oder 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

    ADAC fordert Ende der 12-Uhr-Regel

    Der ADAC fordert nun, die Regel wieder abzuschaffen. Ein Sprecher nennt die Maßnahme kontraproduktiv. Seit der Einführung nutzten Mineralölkonzerne die einmalige Chance zur Preiserhöhung offenbar für Risikoaufschläge.

    Börsenexperte Robert Halver von der Baader Bank spricht von politischem Aktivismus, der nichts bringe. Für viele Autofahrer bleibt damit nur der tägliche Preisvergleich. Besonders Pendler und Betriebe aus Logistik, Handwerk und Mittelstand geraten durch den Spritpreis-Schock weiter unter Druck.

    Neues Entlastungspaket ab Juli geplant

    Nach Informationen arbeitet die schwarz-rote Koalition bereits an einem weiteren Entlastungspaket. Es könnte spätestens zum 1. Juli starten. CDU/CSU-Fraktionsvize Sepp Müller sagt: Hält die Blockade der Straße von Hormus an, sollte die Politik ein drittes Entlastungspaket auflegen.

    Im Zentrum könnten gezieltere Hilfen für Mittelstand, Logistik und Pendler stehen. Müller gehört zur Spritpreis-Taskforce von Union und SPD. Das Gremium trifft sich das nächste Mal am 8. Mai und will konkrete Maßnahmen vorlegen.

    Preisnormalisierung kann Monate dauern

    Eine schnelle Entspannung erwartet Müller nicht. Eine Preisnormalisierung werde Monate dauern. Gleichzeitig sieht er dauerhafte Subventionen aus Steuermitteln kritisch. Damit bleibt der Spritpreis-Schock für viele Autofahrer vorerst Alltag.

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  • Regierung will Tank-Abzocke mit neuem Gesetz stoppen

    Regierung will Tank-Abzocke mit neuem Gesetz stoppen

    Spritpreis-Regel 2026: Regierung will Tank-Abzocke mit neuem Gesetz stoppen

    Autofahrer in Deutschland sollen beim Tanken bald besser vor plötzlichen Preissprüngen geschützt werden. Die Bundesregierung will deshalb mit einer neuen Spritpreis-Regel 2026 gegen aus ihrer Sicht überzogene Preisbewegungen an Tankstellen vorgehen. Geplant ist, dass Tankstellen ihre Kraftstoffpreise künftig nur noch einmal am Tag anheben dürfen. Preissenkungen sollen dagegen weiterhin jederzeit möglich bleiben.

    Mit dem Vorstoß reagiert die Regierung auf die zuletzt stark gestiegenen Spritpreise. Vor allem Pendler, Familien und viele Betriebe spüren die Belastung deutlich. Deshalb soll das sogenannte Österreich-Modell jetzt auch in Deutschland gelten. Die neue Spritpreis-Regel 2026 soll mehr Transparenz schaffen und gleichzeitig verhindern, dass Konzerne ihre Preise mehrmals täglich nach oben treiben.

    Tankstellen sollen Preise nur noch einmal täglich erhöhen dürfen

    Nach dem Gesetzentwurf dürfen Tankstellen den Preis für Benzin und Diesel nur noch einmal pro Tag anheben. Dieser Schritt soll nach den bisherigen Plänen um 12 Uhr möglich sein. Danach dürfen die Preise im Laufe des Tages nur noch sinken, aber nicht erneut steigen. Damit übernimmt Deutschland ein Modell, das in Österreich bereits seit Jahren gilt.

    Die Regierung verspricht sich davon einen faireren Markt und bessere Vergleichsmöglichkeiten für Verbraucher. Wer tanken muss, soll dann leichter erkennen können, wann sich ein Stopp an der Zapfsäule lohnt. Gerade bei stark schwankenden Ölpreisen könnte die Spritpreis-Regel 2026 deshalb für mehr Übersicht sorgen.

    Bußgeld und schärferes Kartellrecht geplant

    Der Gesetzentwurf sieht außerdem klare Sanktionen vor. Wer sich nicht an die neue Preisvorgabe hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen. Gleichzeitig will die Bundesregierung das Kartellrecht verschärfen. Künftig sollen Unternehmen bei Preiserhöhungen besser begründen müssen, warum diese sachlich gerechtfertigt sind.

    Dieser Punkt ist politisch besonders wichtig. Denn die Behörden sollen schneller eingreifen können, wenn sich der Verdacht auf überhöhte oder missbräuchliche Preise erhärtet. Das Bundeskartellamt hatte die Debatte zuletzt aufmerksam begleitet. Auch das Bundeswirtschaftsministerium stellte bereits klar, dass die Maßnahme schnell kommen soll.

    Was die neue Regel für Autofahrer bedeutet

    Für Verbraucher könnte sich der Alltag an der Tankstelle spürbar verändern. Wer bisher auf eine günstige Minute am Tag hoffte, musste oft mit vielen Preiswechseln rechnen. Künftig soll dieses Hin und Her deutlich abnehmen. Das stärkt die Planbarkeit, und außerdem könnte es den Druck auf Anbieter erhöhen, ihre Preise nachvollziehbarer zu gestalten.

    Ob die Regel am Ende auch das allgemeine Preisniveau senkt, bleibt zwar offen. Dennoch setzt die Bundesregierung ein klares Signal gegen Preissprünge, die viele Menschen als ungerecht empfinden. Mehr Hintergründe zu bundesweiten Entwicklungen findest Du auch in unserer Rubrik Deutschland. Aktuelle Meldungen rund um Mobilität und Straßenverkehr gibt es außerdem im Bereich Verkehr.

    Fest steht: Mit der geplanten Reform will die Regierung den Druck auf Mineralölkonzerne erhöhen und Verbraucher entlasten. Sollte das Gesetz wie angekündigt kommen, wäre das einer der deutlichsten Eingriffe in die tägliche Preisgestaltung an deutschen Tankstellen seit Jahren. Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.