Ende der Impfpriorisierung ab Mai? Kassenärztliche Vereinigung sieht schnellere Aufhebung der Impfpriorisierung
Die deutschen Kassenärzte rechnen schon ende Mai mit einer Aufhebung der bisherigen Impfpriorisierungen. Wenn die jetzt zugesagten Lieferungen kommen, werden schon sehr bald mehr als die aktuell wöchentlich gelieferten 2,25 Mio. Dosen kommen. Diese Hoffnung äußerte jetzt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Andreas Gassen. “Im Mai sind neben den Hausärzten sukzessive auch die Fachärzte mit an Bord“, so Gassen weiter. Dann könnte relativ schnell jeder gesunde Erwachsene eine Impfung erhalten. Am Freitag hatte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn berichtet, dass Ende April fast 2,1 Millionen Impfstoffdosen und somit fast 570.000 mehr als zunächst geplant an die Arztpraxen geliefert werden sollen.
Zu Beginn der Impfkampagne gab es viel Ärger in der Bevölkerung, da im Internet verfügbare Impfterminrechner für gesunde Menschen eine Erstimpfung nicht vor Ende des Jahres oder teilweise noch später, also erst in 2022 prognostizierten. Damit wäre das Impfversprechen von Angela Merkel Igebrochen worden.. Auch heute, Sonntag, den 18.04. wird für eine gesunde Person im Alter von 50 Jahren bei dem aktuellen Impftempo eine Erstimpfung frühestens für Mitte Juni errechnet. Das ist aber nur die optimistische Prognose, als spätester Termin wird Ende September angegeben.
NTV berichtet:
Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca.
Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärt die EMA.
Wir sind entschlossen bei der Notbremse und beim Rheinland-Pfalz-Modell – Gemeinsam mit Kommunen neue Wege suchen
„Mir ist es ganz wichtig zu versichern, dass wir auch ohne Oster-Lockdown mit großer Konsequenz unseren Weg beschreiten, die Menschen in unserem Land zu schützen und unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft am Laufen zu halten. Es bleibt dabei, dass wir eine dritte Welle abwehren müssen, um unsere Krankenhäuser nicht zu überlasten, damit jeder und jede die medizinische Hilfe bekommt, die er oder sie braucht. Folgen Sie deshalb bitte über Ostern dem Appell #WirBleibenZuhause“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Rücknahme des Oster-Lockdowns durch Bundeskanzlerin Angela Merkel.
„Das Modell war ein Vorschlag der Kanzlerin und es gab die klare Verabredung, die Rechtssicherheit durch die Bundesministerien des Innern und für Gesundheit sicherzustellen. Das ist nicht gelungen“, so die Ministerpräsidentin. Rheinland-Pfalz werde weiterhin konsequent die Schutzmaßnahmen umsetzen, damit die Infektionszahlen wieder verlässlich sinken. „Über unsere Landesverordnungen und die Allgemeinverfügungen haben wir klare Regeln für die Notbremse in den Städten und Landkreisen bei einer Inzidenz über 100. Ansonsten werden wir uns an den Perspektivplan und die bekannten Regeln halten“, so die Ministerpräsidentin. Die Außengastronomie könne in Kommunen mit einer Inzidenz unter 100 öffnen, die Gäste müssten allerdings einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen.
Mit den Kirchen sei die Landesregierung im Gespräch, dass diese an Ostern genauso verantwortungsvoll Gottesdienst feiern, wie sie das zu Weihnachten bewiesen haben und auf größere Ansammlungen verzichten.
So entschlossen wie bei der Notbremse werde sie beim Rheinland-Pfalz-Modell bleiben. Neben dem Impfen sei Testen das zentrale Instrument, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bringen. „Wir werden deshalb in Rheinland-Pfalz nach Ostern einen Modellversuch starten. Wir wollen auf das Prinzip setzen, Anstrengung lohnt sich! Wenn eine Kommune Infektionswerte unter 50 hat und die Kriterien für eine Modellregion erfüllen kann, sind dort wieder mehr Kultur, Sport, Gastronomie und Einzelhandel möglich. Die Voraussetzungen sind schlüssige Test- und Nachverfolgungskonzepte, um einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens behutsam und sicher öffnen zu können“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach einer Schaltkonferenz mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, bei der die Kriterien für die Modellprojekte gemeinsam definiert wurden.
Eckpunkte für teilnehmende Kommunen
Teilnehmen können Kommunen, die zum Zeitpunkt der Auswahl in der 7-Tage-Inzidenz unter 50 liegen; ab einer Inzidenz von 100 ist die Notbremse zu ziehen. Schnell- und Selbsttests beschaffen die teilnehmenden Kommunen, möglich ist eine Allianz und finanzielle Beteiligung der Einzelhändler, der Außengastronomie, Theater oder Fitnessstudios.
Voraussetzung ist, dass alle Teststellen für die Bestätigung des Ergebnisses ein einheitliches Dokument nutzen, um Missbrauch zu verhindern. Außerdem müssen die teilnehmenden Kommunen in ihrem Konzept sicherstellen, dass lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium sowie IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis eingesetzt werden. Hierbei ist die Nutzung von SORMAS und der Luca-App verpflichtend. Die Modellkommune muss eng mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst zusammenarbeiten und mit ihren Ordnungsämtern sicherstellen, dass die Auflagen und die Testpflicht eingehalten werden und dass dies auch kontrolliert wird. Bei Missbrauch sind hohe Bußgelder vorgesehen.
„Diese Pandemie hat den Bürgern und Bürgerinnen, der Kultur und vielen Branchen bisher unendlich viel abverlangt. Die Modellprojekte geben Hoffnung, dass wir wieder mehr normales Leben zuzulassen können, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen. Denn klar ist, dass die Gefahr durch das Virus weiterhin groß ist und wir die bisherigen Erfolge nicht gefährden wollen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Landesregierung wolle mit den Modell-Kommunen die besten Lösungen finden, um Ansteckungen zu vermeiden – jenseits der Mechanismen von Öffnen und Schließen. Die Ergebnisse sollen auch genutzt werden, um datenbasiert besser und schneller herauszufinden, wo Ansteckungen stattfinden. So könnten die Konzepte immer weiter abgesichert werden. „Wenn unsere zeitlich befristeten Modellprojekte erfolgreich sind, können daraus dauerhafte Konzepte für mehr Normalität im ganzen Land werden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Die kommunalen Spitzenverbände begrüßen die Modellprojekte als gute Idee, die ein hoffnungsvolles Signal für ein Stück mehr Normalität in der Pandemie setze. „Neben klaren Leitplanken muss es nun auch klare Partnerschaften aller Beteiligten vor Ort geben. Die Kommunen sind dazu eingeladen, tragfähige Konzepte zu entwickeln. Viele sind da bereits auf einem guten Weg. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich nicht nur die größeren Städte, sondern auch Kommunen in den ländlichen Regionen bewerben würden, dazu brauchen wir die Unterstützung der Gesundheitsämter auf Kreisebene“, sagte der Vorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, Bürgermeister Ralph Spiegler. Der Gemeinde- und Städtebund hat derzeit den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände inne.
Wissenschaftliche Auswertung
„Neben einem Zugewinn an mehr Normalität soll das ‚Rheinland-Pfalz-Modell‘ auch wissenschaftliche Ergebnisse liefern. Die Modellkommunen sollen durch ihre Gesundheitsämter die Daten im Rahmen des Modells evaluieren“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das begleitende Nachverfolgungs- und Testkonzept soll dazu dienen, Infektionsfälle zu erkennen und über entsprechende Techniken (z.B. Vollsequenzierung) festzustellen. „So können wir Erkenntnisse darüber bekommen, ob es sich um Krankheitserregerübertragungen im Zusammenhang mit dem Besuch der Kultureinrichtung handeln kann. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen so aufgearbeitet werden, dass sie hilfreich bei der Öffnung von weiteren Einrichtungen sind“, so die Ministerpräsidentin. Die Kommune kann sich darüber hinaus auch wissenschaftlich in einer Kooperation mit einer Universität begleiten lassen.
Für alle Kommunen, die nicht an dem Modellprojekt teilnehmen, gelten nach dem Oster-Lockdown wieder die Regeln des Perspektivplanes. Kommunen mit einer 7-Tagesinzidenz über 100 haben die Regeln der Notbremse, unter 100 ist die Außengastronomie mit Schnelltest möglich, erweitertes Terminshopping, Museen, Galerien, Zoos oder botanische Gärten können mit Terminbuchung besucht werden. Individualsport ist dann nur außen möglich.
Neues Gesetzt fordert neue Kriterien zur Einschätzung der Infektionslage Inzidenzwert wird für Lockdown unwichtiger
Bundestag und Bundesrat haben eine wichtige Änderung der Gesetzeslage zu Corona-Beschlüssen verabschiedet.
Ab dem 01. April darf nicht mehr allein der Inzidenzwert Grundlage für Lockdown Maßnahmen, Verbote oder sonstige Einschränkungen sein.
Ab diesem Termin müssen die Kanzlerin und die Ministerpräsidentenkonferenz neben der Inzidenz auch weitere Kennzahlen für ihre Entscheidungen heranziehen. Konkrete Kriterien sind dabei dann der R-Wert, die allgemeine Impflage und der Fortschritt der Impfung speziell bei Älteren und Personen mit Vorerkrankungen sowie die Belegung der Kliniken und insbesondere der Intensivbetten Hinter dem Begriff Inzidenz verbirgt sich die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohne in den vergangenen 7 Tagen. Die alleinige Konzentration auf diesen Wert hatte in letzter Zeit vermehrt zu Kritik geführt, da immer wieder eine lückenhafte Datenlage bei Testungen angeführt wird. Dennoch wurde die Inzidenz in der Vergangenheit meistens als alleiniges Indiz für die allgemeine Infektionslage verwendet und von Politikern, Virologen und Ärzten gebetsmühlenartig zitiert. Die erste Meldung in den täglichen Nachrichten war die tagesaktuelle Inzidenz und wer öffentliche Kritik an dieser Vorgehensweise äußerte, wurde beinahe schon als Corona-Leugnern abgestempelt.
Als Folge müssen nun die Bundesländer schnell ihre jeweiligen Corona-Verordnungen überarbeiten, da sie sonst rechtswidrig handeln würden. Diverse Landesparlamente überlegen schon fieberhaft, wie konkret eine gleichzeitig sinnvolle aber auch objektiv nachvollziehbare „Formel“ für die Beurteilung der allgemeinen Infektionslage aussehen könnte.
451 aktive Corona-Fälle in MYK und Koblenz 11 neue positiv getestete Personen – 35 Genesene – Eine Person ist verstorben
Stand: 23.03.2021
KREIS MYK. Es gibt insgesamt 11 neue positiv auf das Coronavirus getestete und 35 genesene Personen. Zu beklagen ist der Tod einer Person aus der Stadt Andernach, die infolge einer Coronavirus-Infektion verstorben ist. Die Anzahl aktiver Corona-Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz liegt damit derzeit bei 451:
277 im Kreis MYK und
174 in der Stadt Koblenz.
Die 7-Tage-Inzidenz ist online abrufbar unter https://kurzelinks.de/7TageWertRLP und beträgt aktuell für
Mayen-Koblenz: 67,6
Koblenz: 71
Rheinland-Pfalz: 79,8
Aufgrund vereinzelter Corona-Fälle an folgenden Einrichtungen sind entsprechende Quarantänen angeordnet worden:
Streit um Corona-Maßnahmen zum Frühlingsbeginn und zum Urlaub. Streit bei heutiger Ministerpräsidentenkonferenz vorprogrammiert.
Lockdown soll bis zum 18.4. verlängert werden, Quarantäne-Pflicht für Urlauber
Droht sogar eine nächtliche Ausgangssperre?
Gleich zum Start der neuen Woche könnte es krachen! Wenn sich heute Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten zu ihrer Video-Konferenz treffen, könnte es Streit geben. Insbesondere die anstehenden Osterferien und damit verbundene Reisepläne der Deutschen sorgen bereits im Vorfeld für reichlich Zündstoff. Eine vorab durchgesickerte Beschlussvorlage wird seit gestern heiß diskutiert, aus dem Kanzleramt folgte umgehend ein Dementi, „diese Vorlage stamme nicht aus dem Kanzleramt“. Es wird spekuliert, dass die SPD Spitze hinter den neuen Plänen steht und dabei auch den Urlaubsplänen der Deutschen einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen will.
Dabei geht es konkret um des Deutschen liebstes Urlaubsziel: Mallorca! Obwohl hier die Inzidenz in den letzten Wochen auf ca. 25 zurückgegangen ist und die vorherige Reisewarnung zurückgenommen wurde, verlangt der SPD Vorschlag eine generelle Testpflicht und eine zwingende Quarantäne für alle Reiserückkehrer. Dies soll „unabhängig von lokalen Inzidenzwerten“ erfolgen. Ein herber Rückschlag nachdem in den vergangenen Tagen viele Ferienflieger bereits Richtung Mallorca aufgebrochen sind und noch erheblich mehr Reisen gebucht und geplant sind. Sollte sich der Vorschlag heute durchsetzen, wäre das ein erneuter Schlag für die Reisebranche. Auch besteht weiterhin das Risiko für einen herben Vertrauensverlust seitens der Bürger, die ja aufgrund der zurückgenommenen Reisewarnung und anhand der niedrigen Zahlen vor Ort kurzfristige Pläne geschmiedet haben.
Kanzleramtsminister Helge Braun windet sich derweil. Auf der einen Seite beeilt er sich, zu erklären, daß die Beschlussvorlage nicht aus seinem Haus stammt, gleichzeitig bezeichnete er Mallorca aber zuletzt in einer internen Video-Konferenz als Mutantenschmelztiegel. Es scheint, als ob die Nerven schon blank liegen.
Aber der Streit um den Osterurlaub geht noch über die geplanten Flugreisen hinaus. Schon seit Tagen hört man aus Richtung einzelner Ministerpräsident*Innen Unverständnis über ein weiteres Verbot von lokalen Reisen innerhalb Deutschlands. Es ist an vielen Stellen nicht einzusehen, dass es – zumindest aktuell noch – erlaubt ist, in ein vollbesetztes Flugzeug zu steigen, ein Urlaub in beispielsweise einem Ferienhaus an Nord- oder Ostsee aber verboten bleibt. Hier ist heute Nachmittag insbesondere aus den Küsten-Ländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit offener Rebellion gegen das Kanzleramt zu rechnen. In einer gemeinsamen Beschlussvorlage fordern sie, „kontaktarmen Urlaub im eigenen Bundesland möglich zu machen“. Darunter versteht man, daß Ferienwohnungen und Stellplätze für Wohnmobile und auch Campingplätze geöffnet werden sollen, Hotels aber weiterhin geschlossen bleiben.
Das Kanzleramt zielt derweil in die genau entgegen gesetzte Richtung und zeichnet für einen Diskussionspunkt verantwortlich, nachdem von „ ALLEN nicht zwingend notwendigen Reisen in Inland“ abgeraten wird. Ausdrücklich werden hier auch die „anstehenden Ostertage“ genannt. Die Lage ist brisant.
Aber nicht genug Streitpotential. Es droht ein weiterer Hammer!
Es ist durchgesickert, dass für alle Regionen mit einer Inzidenz von über 100 über Ausgangsbeschränkungen nachgedacht wird. Das betrifft mittlerweile fast die Hälfte aller Kreise und kreisfreien Städte. Die Menschen dürften dann bis 05:00 Uhr morgens ihre Wohnungen nicht mehr „ohne gewichtige Gründe verlassen“. Ab wann abends oder nachts dieses gelten könnte, ist noch unklar, in dem entsprechenden Dokument steht aktuell noch „xx“.
Und als wäre das alles noch nicht genug, soll natürlich trotz anstehender Osterferien auch noch über die Schulen debattiert werden. Hier heißt es, daß diese ab einer Inzidenz von 200 generell geschlossen werden und daß dieses für Schulen, in denen nicht regelmäßige Schnelltests stattfinden auch bereits ab einer Inzidenz von 100 erfolgen kann. In Anbetracht der schleppenden und teilweise überhaupt nicht erfolgten Ausstattung vieler Schulen mit den entsprechenden Tests bleibt auch hier wieder jede Menge „wenn“, „dann“ und „aber“!
Eine schnelle Antwort seitens der Kultusminister*Innen ist aber in jedem Fall zu erwarten, äußerte doch aktuell noch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Britta Ernst „ihre Sorge“ über die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen für Kinder und Jugendliche“.
Es scheint so, als ob heute viel gestritten wird, nur in einem Punkt ist man sich leider wohl bereits einig. Der generelle Lock-Down soll zunächst bis zum 18.04. verlängert werden.
Landkreis Mayen-Koblenz muss Allgemeinverfügung erlassen Zusätzliche Corona-Schutzmaßnahmen ab Dienstag
KREIS MYK. Nachdem die 7-Tages-Inzidenzwerte sowohl in Rheinland-Pfalz als nunmehr auch in Mayen-Koblenz drei Tage in Folge über der Marke 50 liegen, muss der Landkreis nach den Vorgaben der Corona-Bekämpfungsverordnung eine Allgemeinverfügung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen erlassen.
„Wir haben uns inhaltlich eng an der rheinland-pfälzischen Musterallgemeinverfügung zu orientieren. Aktuell laufen Abstimmungen zwischen Landkreis und Land. Nach jetzigem Stand werden wir unsere Verfügung am Montag veröffentlichen und die Regelungen wären demnach nicht vor Dienstag, den 23. März gültig“, erklärt Landrat Dr. Alexander Saftig.
Fallzahlen steigen exponentiell
Spahn: Müssen Öffnungsschritte vielleicht zurücknehmen
Spahn sagt:Schwere Wochen stehen bevor
Der Anstieg der Corona-Infektionen in Deutschland verläuft nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder deutlich exponentiell.
“Das Infektionsgeschehen gewinnt an Dynamik”, sagte RKI-Vize Schaade.
Angesichts der raschen Ausbreitung der Virusvariante B.1.1.7 stünden “leider wieder schwere Wochen bevor”.
Eine Verschlimmerung der Lage um Ostern ist möglich.
Es gelte, die Entwicklung durch Einhalten der Schutzmaßnahmen zumindest noch abzufedern. Schaade bat darum, Ostern im engsten Kreis zu verbringen und auf Reisen im In- und Ausland zu verzichten.
“Mobilität und Kontakte sind die Treiber der Pandemie.”
Wenn an Ostern Menschen aus verschiedenen Regionen Deutschlands zusammenkämen, könnte demnach die Pandemie zusätzlich angeheizt werden.
“Das müssen wir verhindern.”
Spahn: Müssen Öffnungsschritte vielleicht zurücknehmen
Bundesgesundheitsminister Spahn dämpft die Hoffnungen auf weitere Öffnungsschritte. “Die steigenden Fallzahlen können bedeuten, dass wir in den kommenden Wochen keine weiteren Öffnungsschritte vornehmen können.
Im Gegenteil vielleicht sogar Schritte rückwärts gehen müssen”, sagt Spahn.
KREIS MYK. Es gibt insgesamt 32 neue positiv auf das Coronavirus getestete sowie 30 genesene Personen. Die Anzahl aktiver Corona-Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz liegt damit derzeit bei 415:
264 im Kreis MYK und
151 in der Stadt Koblenz.
Aufgrund vereinzelter Corona-Fälle an folgenden Einrichtungen sind entsprechende Quarantänen angeordnet worden:
Integratives Montessori Kinderhaus Koblenz, Regenbogen und Sternenhimmel
Weiterführende Statistiken und Auswertungen zu einzelnen Städten, Verbands- und Ortsgemeinden findet man unter www.kvmyk.de/coronastatistiken
Der täglich veröffentlichte 7-Tages-Wert (pro 100.000 Einwohner) ist für den Landkreis und die Stadt Koblenz abrufbar auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums unter https://kurzelinks.de/7TageWertRLP
Die Corona-Ambulanz in der Weiersbachhalle (In der Weiersbach, 56727 Mayen) in Mayen hat folgende Öffnungszeiten:
Montag 11 bis 15 Uhr
Dienstag bis Freitag 12 bis 14 Uhr
Samstag 10 bis 12 Uhr
Die Corona-Ambulanz in Koblenz (CGM Arena, Jupp-Gauchel-Straße 10, 56075 Koblenz) ist von Montag bis Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Alle Infos zu den Ambulanzen, Hotlines und vielem mehr gibt es im Internet unter www.kvmyk.de/corona