Schlagwort: Ermittlungen Güstrow

  • Erneute Spurensuche bei Klein Upahl: Polizei sichert neue Hinweise im Mordfall Fabian (†8)

    Erneute Spurensuche bei Klein Upahl: Polizei sichert neue Hinweise im Mordfall Fabian (†8)

    Spurensuche im Mordfall Fabian

    Große Absuche am Tümpel bei Klein Upahl

    Die Ermittler intensivieren die Spurensuche im Mordfall Fabian. Am Donnerstag rückten 22 Einsatzkräfte nach Klein Upahl (Mecklenburg-Vorpommern) aus, um ein weitläufiges Gelände rund um den Fundort der Leiche erneut zu durchsuchen. Der Fokus lag auf einem Wiesenareal sowie den Bereichen am Wegesrand und im nahegelegenen Wald.

    Eine Polizeisprecherin erklärte, dass die Teams mithilfe der technischen Einsatzeinheit und Metalldetektoren gezielt nach möglichen tatrelevanten Gegenständen suchten. Alles, was nicht in die natürliche Umgebung gehört, wird dokumentiert und sichergestellt. Auch die Vegetation wurde teilweise mit Macheten und Schneidgeräten freigelegt.

    Mehrere Gegenstände sichergestellt

    Während des Einsatzes stellten die Ermittler verschiedene Objekte sicher, darunter ein schwarz-rotes Stoffstück sowie eine Papier-Weihnachtsgirlande. Die abgesuchte Fläche liegt mehrere hundert Meter vom Fundort der Leiche entfernt, gilt jedoch als entscheidend, um mögliche Spuren im Umfeld der Tat zu finden. Zusätzlich kamen Motorsensen und Freischneider zum Einsatz, um dichtes Gelände zugänglich zu machen.

    Die Polizei hofft weiterhin, ein fehlendes Puzzlestück zu entdecken – insbesondere die mutmaßliche Tatwaffe, die bislang nicht aufgefunden wurde. Auch bleibt unklar, ob der Fundort zugleich der Tatort ist.

    Verdächtige weiterhin in Untersuchungshaft

    Im Fokus der Ermittlungen steht Gina H., die Ex-Partnerin von Fabians Vater. Sie entdeckte den Leichnam des Jungen am 14. Oktober und sitzt seit Anfang November in Untersuchungshaft. Ein Haftprüfungstermin am Mittwoch bestätigte die Fortdauer der Haft aufgrund bestehender Indizien.

    Die Staatsanwaltschaft Rostock geht von mehreren mittelbaren Hinweisen aus, die den Tatverdacht stützen. Sprecher Harald Nowack berichtete, dass nahezu 1000 Spuren ausgewertet wurden und laufend neue Ergebnisse eintreffen.

    Zeugenaussagen belasten die Verdächtige

    Besonders schwer wiegen neue Zeugenaussagen. Eine Freundin, die gemeinsam mit Gina H. angeblich zufällig den Leichnam entdeckte, schilderte auffällige Abweichungen vom üblichen Ablauf. Zudem soll Gina H. weitere Personen bereits vor dem offiziellen Funddatum an den Tümpel geführt haben – angeblich, um ein Alibi zu erzeugen.

    Die Hunde der Frauen blieben beim Auffinden der Leiche im Auto. Die Begleiterin soll Gina H. aufgefordert haben, sofort die Polizei zu verständigen, nachdem diese mit den Worten „Da unten liegt Fabian“ auf den Fundort hinwies. Gleich mehrere Zeugen fühlten sich nach eigener Aussage instrumentalisiert.

    Ermittlungen dauern an

    Die Spurensuche im Mordfall Fabian wird am Donnerstag voraussichtlich bis in den Nachmittag fortgesetzt. Die Einsatzkräfte setzen alles daran, weitere Hinweise zu finden, die zur Aufklärung dieses schweren Verbrechens beitragen können.

    Weitere Hintergründe zum regionalen Einsatzgeschehen finden Sie auf unserer Nachrichtenseite: BlaulichtMYK News. Aktuelle Polizeimeldungen aus Deutschland: BlaulichtMYK Deutschland. Informationen der Polizei Mecklenburg-Vorpommern: Polizei MV.

  • Mordfall Fabian: Zeuge berichtet von nächtlichem Besuch am Tümpel

    Mordfall Fabian: Zeuge berichtet von nächtlichem Besuch am Tümpel

    Mordfall Fabian aus Güstrow: Zeuge beschreibt nächtliche Fahrt zum Tümpel

    Hintergrund zum Fund bei Klein Upahl

    Der Mordfall Fabian aus Güstrow bewegt viele Menschen. Der Achtjährige verschwand am 10. Oktober spurlos. Zwei Tage später fanden Einsatzkräfte seine Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl. Die Ermittler sprechen von einem Tötungsdelikt. Sie prüfen Spuren, befragen Zeugen und ordnen viele Hinweise neu ein. Der Fundort spielt dabei eine zentrale Rolle, weil mehrere Wege dorthin führen.

    Die Polizei untersucht Bewegungen und Fahrzeuge. Besonders ein orangefarbener Ford Ranger fällt dabei auf. Das Auto soll am Tag des Verschwindens mehrfach in der Region gesehen worden sein. Die Ermittler stellten es sicher und prüfen es nun gründlich.

    Zeuge schildert nächtliche Fahrt mit Gina H.

    Ein Zeuge sorgt nun für neue Dynamik. Laut RTL fuhr er am 14. Oktober mit Gina H. zu dem Tümpel. Die Fahrt fand in der Nacht statt und damit vor dem späteren Fund. Der Mann berichtet, dass er das Ufer mit einer Lampe ausleuchtete.

    Er sah einen Körper im Wasser. Er erkannte keine Details, vermutete jedoch sofort einen Leichnam. Auf seine Nachfrage soll Gina H. gesagt haben, es sei Fabian. Der Zeuge glaubt heute, dass sie ihn gezielt mitnahm. Er meldete sich später bei den Behörden und gab seine Aussage ab.

    RTL spricht zudem von einer zweiten Person. Auch sie soll in dieser Nacht am Tümpel gewesen sein. Beide gelten als Zeugen. Polizei und Staatsanwaltschaft kommentieren die Details nicht, betonen jedoch ihre vielen Vernehmungen.

    Verteidiger kritisiert die Beweise

    Der Anwalt von Gina H. sieht viele offene Punkte. Er spricht von Lücken und hält den Haftbefehl für schwach. Deshalb stellte er einen Antrag auf Haftprüfung. Er fordert eine genaue Bewertung aller Indizien.

    Ermittlungen laufen weiter

    Die Ermittler bleiben bei ihrem Verdacht. Sie verweisen auf Spuren, Aussagen und neue Hinweise. Außerdem bitten sie weiter um Beobachtungen aus der Bevölkerung. Besonders wichtig sind Meldungen zum orangefarbenen Ford Ranger.

    Weitere Informationen finden Sie bei der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern:
    Pressemitteilung zum Fund
    Aktueller Zeugenaufruf

    Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.