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    Erwin Rüddel im Alter von 69 Jahren verstorben

    CDU-Politiker Erwin Rüddel im Alter von 69 Jahren verstorben

    Windhagen (Rheinland-Pfalz) –

    Erwin Rüddel ist tot. Der CDU-Bundestagsabgeordnete verstarb unerwartet im Alter von 69 Jahren.
    Das wurde am Montag aus Parteikreisen bestätigt.

    Rüddel, gebürtiger Bonner und langjähriger Vertreter des Wahlkreises Neuwied, lebte mit seiner Familie in Windhagen. Er repräsentierte die Region Neuwied und Altenkirchen viele Jahre im Deutschen Bundestag.

    Sportlicher Abschied am Wochenende

    Noch am Sonntag nahm Erwin Rüddel an einem Zehn-Kilometer-Lauf teil. In den sozialen Medien zeigte
    er sich danach nicht ganz zufrieden mit seiner Zeit. Eine zuvor durchgeführte vierwöchige Diät habe
    ihm Kraft gekostet.

    Politische Karriere mit Durchhaltevermögen

    2008 ging der passionierte Sportler erstmals als CDU-Direktkandidat im Wahlkreis Neuwied ins Rennen. Seine Leidenschaft fürs Laufen zog er gern als Vergleich heran. „Marathonlaufen heißt, sich durchzubeißen. Ich beiße mich durch – mit eurer Hilfe: Mein nächster Marathon heißt Berlin“, sagte er damals bei seiner Nominierung.

    In den Jahren 2009, 2013, 2017 und 2021 gelang ihm der Einzug in den Bundestag.

    Politik im Blut

    Erwin Rüddel entstammte einer politischen Familie. Sein Vater Josef Rüddel war über ein halbes Jahrhundert Bürgermeister von Windhagen und galt als dienstältester Bürgermeister Deutschlands.
    Josef Rüddel starb im Jahr 2023 im Alter von 98 Jahren.

    1972 trat Erwin Rüddel der Jungen Union und der CDU bei. Über Jahrzehnte engagierte er sich
    in verschiedenen Parteigremien. Er war Vorsitzender der CDU Windhagen und Mitglied des
    CDU-Bezirksvorstands Koblenz-Montabaur. Auch auf Landesebene sammelte er politische Erfahrung und war Beauftragter für Sportfragen der CDU Rheinland-Pfalz.

    Engagement für Gesundheit und Bildung

    Im Bundestag war Erwin Rüddel Mitglied des Gesundheitsausschusses. Er setzte sich besonders für die Pflegepolitik und Patientenrechte ein. „Die Jungen brauchen eine gute, solide Ausbildung. Wo sollen
    wir investieren, wenn nicht in unsere Kinder?“, sagte er einmal in einem Interview.

    Rüddel war stets eine Stimme für die finanzielle Stärkung der Kommunen. Seine politische Überzeugung prägte auch seine Arbeit als Abgeordneter.

    Leidenschaft für den Karneval

    Seiner Heimat Windhagen blieb Erwin Rüddel stets eng verbunden. Seine Liebe zum Karneval führte
    ihn sogar bis nach Berlin.
    Dort gründete er einen interfraktionellen Karnevalsfreundeskreis. „In Karneval, Fastnacht und Fasching sind alle gleich“, lautete sein Motto.

    Erwin Rüddel hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.