Schlagwort: EUROPOL

  • Razzia wegen Kinderp….! Französische Justiz ermittelt gegen X

    Razzia wegen Kinderp….! Französische Justiz ermittelt gegen X

    Frankreich ermittelt gegen X: Razzia in Paris – Musk und Yaccarino zur Anhörung geladen

    Paris – Die französische Justiz geht gegen den Online-Dienst X von US-Tech-Milliardär Elon Musk (54) vor. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Behörden die Büros von X in Paris. Zudem lud die Pariser Staatsanwaltschaft Musk sowie die frühere X-Geschäftsführerin Linda Yaccarino (62) für den 20. April zu einer Anhörung vor.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft weitete sie die Untersuchungen aus, nachdem Beschwerden über den auf der Plattform eingesetzten KI-Chatbot Grok eingegangen waren. Die Ermittler prüfen nun mehrere schwerwiegende Vorwürfe, darunter den Verdacht der Beihilfe zur Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Außerdem steht der Vorwurf im Raum, dass über X sexuell explizite Deepfakes verbreitet wurden, die Persönlichkeitsrechte verletzen könnten.

    Verdacht auf Missbrauch von Algorithmen und unzulässige Datenverarbeitung

    Die Razzia steht zugleich im Zusammenhang mit einer seit rund einem Jahr laufenden Untersuchung. Dabei geht es um den Verdacht, dass X oder Verantwortliche des Unternehmens Algorithmen missbraucht und Daten möglicherweise unzulässig verarbeitet haben könnten. Elon Musk hatte die ursprünglichen Vorwürfe im Juli zurückgewiesen und von einer politisch motivierten strafrechtlichen Untersuchung gesprochen. Eine aktuelle Stellungnahme von X lag zunächst nicht vor.

    Die Staatsanwaltschaft betonte, das Verfahren verfolge einen „konstruktiven Ansatz“. Ziel sei es, sicherzustellen, dass die Plattform in Frankreich die geltenden Gesetze einhält. Die Ermittlungen führt die Cybercrime-Einheit der Behörde. Bei der Durchsuchung unterstützten die französische Polizei sowie Europol.

    Staatsanwaltschaft setzt künftig auf LinkedIn und Instagram

    Auffällig: Die Pariser Staatsanwaltschaft kündigte an, ihre Kommunikation künftig nicht mehr über X zu verbreiten. Stattdessen will sie Informationen und Updates über LinkedIn und Instagram veröffentlichen. Damit setzt die Behörde ein deutliches Zeichen in einem Verfahren, das europaweit Aufmerksamkeit auslösen dürfte.

    Bislang keine Anklagen gegen Einzelpersonen

    Die Untersuchungen richten sich aktuell gegen X als Unternehmen. Gegen einzelne Verantwortliche erhoben die Ermittler bislang keine Anklagen. Zu möglichen rechtlichen Konsequenzen äußerte sich die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Dennoch dürfte das Verfahren den Druck auf die Plattform weiter erhöhen – gerade im sensiblen Bereich von KI-Systemen, Empfehlungsalgorithmen und dem Umgang mit illegalen Inhalten.

    X steht in Europa seit Längerem unter Beobachtung

    In Europa steht X bereits seit Monaten im Fokus verschiedener Behörden. Die französische Medienaufsicht Arcom reichte im Januar Beschwerden bei der EU-Kommission ein und warf der Plattform vor, ihren Empfehlungsalgorithmus manipuliert zu haben. Außerdem untersucht die EU-Kommission seit Dezember 2023 mögliche Verstöße gegen den Digital Services Act, insbesondere im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Desinformation.

    Elon Musk besitzt das Netzwerk seit Oktober 2022. Für die Übernahme zahlte er rund 44 Milliarden Dollar (heute etwa 37 Milliarden Euro). Seitdem steht X immer wieder in der Kritik – sowohl wegen inhaltlicher Moderation als auch wegen der technischen und strategischen Ausrichtung der Plattform.

    Weitere Meldungen aus dem Bereich Social Media, Cybercrime und Ermittlungen findest Du in unserer Rubrik News sowie unter Deutschland.

    Offizielle Informationen und Hintergründe bieten zudem Behörden wie Europol sowie die französische Justiz.

    Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

  • SEK-Einsatz in Remscheid: Polizei entdeckt riesiges Waffenarsenal

    SEK-Einsatz in Remscheid: Polizei entdeckt riesiges Waffenarsenal

    SEK nimmt mutmaßliche Kriegswaffenhändler in Remscheid fest 

    Am Sonntagabend griff die Polizei in Remscheid mit einem massiven SEK-Einsatz durch.

    Mehrere Verdächtige stehen im Verdacht, mit Kriegswaffen gehandelt zu haben. Die Spezialkräfte stürmten zeitgleich mehrere Objekte in verschiedenen Stadtteilen und machten dabei einen erschütternden Fund.

    SEK stürmt mehrere Gebäude gleichzeitig

    Nach Informationen der Polizei waren für den großangelegten Zugriff mehrere SEK-Teams im Einsatz.

    Diese agierten am frühen Sonntagabend koordiniert in unterschiedlichen Teilen der Stadt. Selbst ein Fahrzeug wurde an der Autobahnausfahrt Remscheid der A1 gestoppt, der Fahrer festgenommen und das Auto beschlagnahmt.

    Die Ermittler wollten verhindern, dass Beweismaterial oder Waffen den Tatort verlassen.

    Geheimes Waffenlager entdeckt

    In einem Gebäude an der Elberfelder Straße entdeckten die Ermittler ein geheimes Waffenversteck. Hinter einer verborgenen Tür, die mithilfe einer Kettensäge geöffnet wurde, lagerten zahlreiche Kriegswaffen – darunter Sprengstoff und Panzerminen. Weil von den Funden unmittelbare Gefahr ausging, evakuierte die Polizei das gesamte Mehrfamilienhaus und zog spezialisierte Entschärfer hinzu.

    Die Experten untersuchen derzeit die Waffen auf ihre Funktionsfähigkeit. Erst nach einem technischen Gutachten lässt sich beurteilen, in welchem Zustand sich das Waffenarsenal befindet. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden des Montags an.

    Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Wuppertal

    Die Staatsanwaltschaft Wuppertal leitet die Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei dauern die Durchsuchungen weiterhin an. Auch in anderen Bundesländern fanden zeitgleich Einsätze statt, bei denen weitere Spuren gesichert wurden.

    Internationale Ermittlungen unter Beteiligung von EUROPOL

    Da die mutmaßlichen Waffenhändler Verbindungen in zwei weitere europäische Staaten unterhalten sollen, unterstützte EUROPOL die Ermittlungen vor Ort. Vertreter der Behörde waren bei den Maßnahmen in Remscheid anwesend. Bisher macht die Polizei keine Angaben zu den Hintergründen des Falles oder zur genauen Herkunft der Waffen.

    Lage bleibt angespannt – Ermittlungen dauern an

    Auch am Montagmorgen bestätigte die Polizei lediglich den fortgesetzten SEK-Einsatz in Remscheid.

    Die Beamten prüfen derzeit weitere Spuren, um die Herkunft des Waffenarsenals und mögliche Hintermänner aufzudecken. Der Fall sorgt bundesweit für Aufsehen und wirft Fragen nach der Sicherheit und Kontrolle von Kriegswaffen in Deutschland auf.

    Weitere aktuelle Polizeimeldungen finden Sie unter BlaulichtMYK News, Deutschland und Fahndungen.

  • Schlag gegen Schleuser-Clan

    Schlag gegen Schleuser-Clan

    Internationaler Schlag gegen Schleuserbande – Fünf Festnahmen

    Am Mittwochmorgen (6. August 2025) haben Ermittler einen großen Erfolg gegen internationale Schleuser erzielt. Fünf mutmaßliche Mitglieder eines professionellen Schleuser-Netzwerks wurden festgenommen.

    Bundesweite und internationale Razzien

    Die Festnahmen erfolgten zeitgleich in Deutschland, den Niederlanden und Bosnien-Herzegowina.

    Der Einsatz wurde von der Staatsanwaltschaft Weiden und der Bundespolizei koordiniert. Unterstützung kam
    von EUROPOL und EUROJUST.

    Durchsuchungen in Dortmund, Bochum und Houten

    Spezialeinheiten der Bundespolizei durchsuchten drei Wohnungen in Dortmund und Bochum.

    In den Niederlanden wurde ein Objekt in Houten durchsucht. Die Ermittler stellten dabei mehrere Smartphones, Fahrzeuge und geringe Mengen Drogen sicher.

    Ursprung der Ermittlungen in Bayern

    Die Ermittlungen starteten bereits 2021.

    Im Zentrum stand eine mutmaßliche Bande, die vor allem syrische Staatsbürger nach Deutschland schleuste.
    Die Schleusungen liefen größtenteils über die sogenannte Balkanroute.

    40 dokumentierte Schleusungsfälle – mindestens 500 Geschleuste

    Die festgenommenen Männer sind zwischen 26 und 37 Jahre alt.

    Sie besitzen die syrische Staatsangehörigkeit.

    Die Behörden werfen ihnen 40 banden- und gewerbsmäßige Schleusungen vor.
    Dabei wurden mindestens 500 Personen illegal nach Europa gebracht.

    Bis zu 480 Menschen täglich geschleust

    Interne Auswertungen zeigen:

    Die Bande soll sich selbst damit gebrüstet haben, 2022 bis zu 480 Menschen pro Tag geschleust zu haben.
    Die Kosten pro Schleusung lagen zwischen 2.500 und 4.500 Euro.

    Daraus ergab sich ein illegaler Gewinn von mindestens 1,4 Millionen Euro.

    Schätzungen zufolge könnten es sogar rund 10 Millionen Euro gewesen
    sein.

    Komplexes Netzwerk mit internationaler Struktur

    Das Schleusernetzwerk arbeitete grenzüberschreitend.

    Es nutzte moderne Kommunikationsmittel, um Schleusungen aus Deutschland zu planen.

    Auch Bosnien und die Niederlande waren Teil des Netzwerks. Die Ermittlungen erforderten enge
    Abstimmungen zwischen mehreren Ländern.

    Gewaltbereitschaft und Skrupellosigkeit

    Die Ermittlungen belegen erneut:

    Schleuserbanden agieren zunehmend gewaltsam und rücksichtslos. Die Täter setzen Menschenleben aufs Spiel. Gewalt gegenüber Migranten und Konkurrenzbanden ist keine Seltenheit.

    Gemeinsames Ermittlungsteam mit EU-Staaten

    2024 wurde mit Unterstützung von EUROJUST ein gemeinsames Ermittlerteam gegründet.

    Daran beteiligt waren Deutschland, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Polen. Die enge Zusammenarbeit war entscheidend für den Ermittlungserfolg. 

  • Erneuter bedeutsamer Schlag gegen ein großes international agierendes Schleusernetzwerk

    Erneuter bedeutsamer Schlag gegen ein großes international agierendes Schleusernetzwerk

    Erneuter bedeutsamer Schlag gegen ein großes international agierendes Schleusernetzwerk

    Potsdam

    Am 4. Dezember 2024 vollstreckte die Bundespolizei französische Ermittlungsanordnungen im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaften Hamm, Karlsruhe und Köln sowie den Staatsanwaltschaften in Düsseldorf und Heidelberg, unter Koordinierung von Europol sowie Eurojust in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg insgesamt sieben Haftbefehle und eine vorläufige Festhalteanordnung sowie 21 Durchsuchungsbeschlüsse (u.a. Wohngebäude und Lagerhallen) gegen ein irakisch-syrisch-dominiertes Schleusernetzwerk.

  • Europaweiter Aktionstag gegen professionelle Schmuggelfahrzeuge

    Europaweiter Aktionstag gegen professionelle Schmuggelfahrzeuge

    Kontrollen in mehreren europäischen Staaten und sieben deutschen Bundesländern

    Mainz

    Im Rahmen einer internationalen Aktion haben am Donnerstag, den 24.10.2024, mehrere europäische Staaten unter der Koordination von EUROPOL an umfangreichen Kontrollmaßnahmen gegen professionelle Schmuggelfahrzeuge teilgenommen.

    Bereits seit einigen Jahren werden zunehmend professionelle Schmuggelfahrzeuge durch die deutsche Polizei und den Zoll festgestellt. In den Fahrzeugen werden Verstecke in vorhandene Hohlräume eingebaut, um darin beispielsweise Rauschgift, Waffen oder Bargeld innerhalb Europas zu transportieren. Die präparierten Fahrzeuge werden vor allem durch Gruppierungen der Organisierten Kriminalität benutzt.

    Die deutsche Polizei hat sich mit einem nationalen Kontrolltag an der Aktion beteiligt.

    Neben dem BKA waren die Polizeien in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sowie die Bundespolizei und der Zoll beteiligt. Insgesamt waren über 500 Polizei- und Zollkräfte im Einsatz.

    Im Rahmen des Aktionstags haben umfangreiche Verkehrskontrollen auf Bundesautobahnen stattgefunden.

    Neben stationären Kontrollen wurden auch verdeckte Fahndungen durchgeführt. Ziel war es, Schmuggelfahrzeuge zu entdecken und sicherzustellen, insbesondere in grenznahen Bereichen. Bei den Kontrollen wurden u.a. mehrere Schmuggelfahrzeuge, auch in Deutschland, sichergestellt, außerdem über 100 kg Kokain und rund 120.000 Euro Bargeld, davon alleine 90.000 Euro in Deutschland.

    Koordiniert wurde der Aktionstag in Deutschland durch das BKA:

    Seit zwei Jahren bekämpfen die Bundespolizei, die Polizeien der Länder sowie der Zoll unter Leitung des BKA die Nutzung von Schmuggelfahrzeugen durch die international organisierte Kriminalität – SIOK.

    Der gestrige Aktionstag ist ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit.

    Das Projekt SIOK hat das Ziel, das Phänomen und die genutzten Verstecke zu analysieren, hieraus Bekämpfungsansätze abzuleiten und die Aus- und Fortbildungskonzepte für die Polizeien und den Zoll diesbezüglich weiterzuentwickeln.

    Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit Verwaltungsbehörden und Partnern aus der Wirtschaft
    zur Bekämpfung von schwerer und organisierter Kriminalität ausgebaut und gefördert.

    Presseauskünfte zu den einzelnen Maßnahmen der Bundesländer erteilen die jeweiligen Landeskriminalämter.