Zu einem tierischen Einsatz kam es am Morgen des 23. Juli 2025. Scheinbar flog ein Schwan in eine Oberleitung im Bahnhof Wörth am Rhein. Danach saß das Tier orientierungslos im Gleisbereich fest und die Bundespolizei wurde informiert.
Vor Ort konnten die Polizisten den weißen Wasservogel schnell ausmachen. Dieser saß unruhig zwischen den Gleisen und bewegte sich dort nicht weg. Augenscheinliche Verletzungen hatte das Tier nicht.
Nachdem sichergestellt war, dass die Gleise für den Zugverkehr gesperrt waren, näherten sich die Polizisten dem Tier an, fingen es ein und trugen es behutsam in den Streifenwagen.
Dort konnte sich der Schwan im Kofferraum erholen, während die Beamten sich um eine Bleibe für das Tier kümmerten.
Der Vogel konnte in Obhut an eine Pflegestelle der Wildvogel-Auffanghilfe übergeben werden. Dort angekommen war der Schwan schon wieder einigermaßen fit und wird weiter artgerecht versorgt.
Am Mittwochmorgen (28. Februar) musste am S-Bahnhaltepunkt Puchheim ein Gleis gesperrt werden, nachdem eine 81-jährige Fahrzeuglenkerin ihren Pkw an einem Parkplatz “ins Gleis gesetzt” hatte.
Gegen 08:25 Uhr erhielt die Bundespolizei die Information, dass am S-Bahnhaltepunkt Puchheim, Landkreis Fürstenfeldbruck, ein Personenkraftwagen ins Gleis ragt.
Vor Ort konnte eine 81-jährige Deutsche angetroffen werden, die sich als verantwortliche Fahrzeuglenkerin eines VW-Kleinwagens zu erkennen gab. Nach ersten Ermittlungen dürfte sie beim Parken des Automatikfahrzeugs Gas- und Bremspedal verwechselt haben und deswegen von dem an-grenzenden Parkplatz in den Gleisbereich gefahren sein. Eine Bahn war zu diesem Zeitpunkt nicht im Gefahrenbereich unterwegs.
Die Feuerwehr barg das Fahrzeug. Der Gleiskörper war nicht beschädigt. Die Behinderungen im Bahnverkehr hielten sich aufgrund rund halbstündiger Gleissperrung in Grenzen. Die Fahrzeuglenkerin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck blieb unverletzt. Aufgrund des Vorfall ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Im Bereich von Gleisanlagen kam es am Freitag (26. März) zu mehrmaligen Gleissperrungen
nachdem “Personen im Gleis” gemeldet worden waren. Dies führte zum Teil zu erheblichen betrieblichen Auswirkungen im Bahnbetrieb.
Gegen 13:15 Uhr bewegte sich eine unbekannte Person zwischen Untermenzing und Allach im Gleis. Die Bahnstrecke war zur Absuche für rund 25 Minuten gesperrt worden.
Gegen 16:45 Uhr waren auf der Braunauer Eisenbahnbrücke drei Kinder gesehen worden. Der aus Kufstein kommende Meridian musste eine Schnellbremsung einleiten. Dabei wurde niemand im Zug verletzt. Die drei, im Alter von 11, 12 und 14 Jahren, wurden aufgegriffen und in Gewahrsam genommen und den Eltern übergeben. Sie werden in den kommenden Tagen noch ein Präventionsgespräch bei der Bundespolizeiinspektion München erhalten. Die Strecke zwischen Haupt- und Ostbahnhof war für rund 20 Minuten gesperrt.
Kurz vor 18 Uhr waren zwei Personen zwischen Trudering und Haar im Gleis gemeldet worden. Auch hier musste eine Schnellbremsung vom Lokomotivführer eingeleitet werden um eine mögliche Kollision mit dem rund 100 km/h schnellen Güterzug zu vermeiden. Bei der Absuche nahmen – dank Luftunterstützung – Kollegen der Bayerischen Landespolizei zwei flüchtende 18-Jährige fest. Bei den beiden aus Berg am Laim bzw. Trudering, einer Deutsch-Südafrikaner, einer Deutsch-Nigerianer, wurde eine größere Bargeldsumme unbekannter Herkunft aufgefunden. Daraufhin wurde am Abend der Bahnbereich nochmals gesperrt um nach Gegenständen zu suchen, die die beiden weggeworfen haben könnten. Die Strecke war zunächst für knapp 45 Minuten und dann nochmals für rund 20 Minuten gesperrt gewesen.
Bei allen Vorfällen war jeweils ein Helikopter der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim eingesetzt. Durch die Gleissperrungen kam es zu erheblichen bahnbetrieblichen Auswirkungen im Zug- und S-Bahnverkehr auf den gesperrten Strecken.
Nicht zuletzt aufgrund der anstehenden zweiwöchigen Osterferien warnt die Bundespolizei davor, Gleisanlagen zu betreten. Gleise sind kein Abenteuer-Spielplatz!
Durch den Bahnbetrieb entstehen oftmals, aus den unterschiedlichsten Gründen – teilweise auch witterungsbedingt – nicht einschätzbare Gefahren. Wir bitten Eltern und Erziehungsberichtige, in deren Wohnbereichen Züge verkehren, ihre Kinder auf diese Gefahren beim Spielen in Gleisnähe hinzuweisen.