Schlagwort: Hygienemängel

  • Messerattacke beim Hygiene‑Check am Eiswagen

    Messerattacke beim Hygiene‑Check am Eiswagen

    Messerattacke beim Hygiene‑Check am Eiswagen 

    Die hygienischen Zustände in einem mobilen Eiswagen sorgten seit Langem für Beschwerden.

    Der Betreiber Cono Cesare R. (64) fiel wiederholt durch Schimmelbefall und abgelaufene Lebensmittel auf. Das Ordnungsamt Gelsenkirchen dokumentierte zahlreiche Hygieneverstöße.

    Im März wollten zwei Mitarbeiterinnen des Amts für Lebensmittelüberwachung den Eisverkauf kontrollieren.

    Sie trafen den Italiener an seinem bunt gestalteten Wagen mit dem Namen „San Cono“.

    Vor Ort entdeckten sie Schimmel an den Wänden. Auch aus der Eismaschine kam starker, muffiger Essiggeruch.

    Die Kontrolleurinnen beschlossen, den Betrieb sofort zu schließen. In diesem Moment rastete der Betreiber aus. Er zog ein zehn Zentimeter langes Klappmesser aus seiner Hosentasche und griff die Beamtinnen an.

    Lebensgefährliche Stichverletzungen bei einer Kontrolle

    Eine der Frauen wurde von mehreren Messerstichen getroffen. Die Verletzungen waren so schwer, dass sie sofort notoperiert werden musste. Die Kontrolleurin erlitt zahlreiche Stich- und Schnittwunden am Bauch, an den Armen und an den Beinen. Sie verlor sehr viel Blut.

    Die zweite Kontrolleurin blieb äußerlich unverletzt, doch sie ist bis heute stark traumatisiert.

    Vor Gericht sagte sie aus, sie habe gesehen, wie ihre Kollegin angegriffen wurde. Sie habe versucht,
    einen Stein zu nehmen, um den Angreifer zu stoppen.

    Doch dann hörte der Täter plötzlich auf. Er legte das Messer zur Seite, zündete sich eine Zigarette an
    und beobachtete die Szene.

    Die Frau versuchte unterdessen, ihrer verletzten Kollegin zu helfen und sie wach zu halten.

    Angeklagter entschuldigt sich vor Gericht

    Nach der Tat kontaktierte Cono Cesare R. seine Tochter per Videoanruf.

    Laut Anklage sagte er zu ihr: „Ich muss ins Gefängnis.“ Anschließend ließ er sich widerstandslos von der Polizei festnehmen.

    Vor dem Landgericht Essen gestand der Angeklagte die Tat über seinen Verteidiger. Er entschuldigte sich bei den Opfern. Sein Anwalt erklärte: „Es tut ihm fürchterlich leid. Er weiß nicht, warum er so gehandelt hat.“

    Laut Aussage einer Kontrolleurin war der Mann zuvor nie aggressiv. Sie habe keine Angst gehabt, ihn alleine aufzusuchen. Dennoch beschrieb sie die hygienischen Zustände im Eiswagen als unhaltbar.

    Schimmel, abgelaufene Ware und falsche Ausreden

    Sitze im Wagen waren verschimmelt.

    Der weiße Belag wurde laut Aussage der Kontrolleurin lediglich mit Sprühfarbe überdeckt. In einer geöffnete Packung mit Amarena-Kirschen war ebenfalls weißer Schimmel zu sehen.

    Der Betreiber behauptete, es handle sich um Zucker. Als weitere Ausrede sagte er, andere Eiswagen seien schlimmer.

    Für den Prozess vor dem Landgericht Essen sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

    Das Urteil gegen Cono Cesare R. soll Ende August verkündet werden.

  • Kaufland schließt Filialen nach RTL Skandaldoku – VIDEO

    Kaufland schließt Filialen nach RTL Skandaldoku – VIDEO

    Hygienemängel in Kaufland-Filialen

    Schockierende Enthüllungen in zwei Kaufland-Märkten:
    In den Filialen in Bad Tölz (Bayern) und Homburg (Saarland) deckte das Team Wallraff gravierende Hygienemängel auf. Besonders besorgniserregend sind Berichte über verdorbene Lebensmittel, Schimmelbefall und Mäusekot. Die betroffenen Standorte stehen nun im Fokus der Öffentlichkeit.

    Hygienemängel in Bad Tölz: Verdorbene Ware umverpackt?

    Eine Undercover-Reporterin deckte in der Kaufland-Filiale in Bad Tölz schwere Verstöße auf.
    Getarnt als Verkäuferin an der Frischetheke, erhielt sie mehrfach die Anweisung, offenbar verdorbene oder abgelaufene Ware für den Weiterverkauf neu zu verpacken. Diese Praxis widerspricht jeglichen Hygienevorschriften und stellt eine Gefahr für die Verbraucher dar.

    Kaufland nimmt Stellung

    Das Unternehmen reagierte auf die Vorwürfe mit einer offiziellen Stellungnahme.
    Darin heißt es:
    „Ihre Darstellungen zum Umgang mit Ware in der Theke entsprechen definitiv nicht unseren Vorgaben. Wir haben Ihre Fragen daher zum Anlass genommen, die Umsetzung unserer Prozesse in Bad Tölz auf den Prüfstand zu stellen und sehr kritisch zu hinterfragen. Die Untersuchungen dazu dauern noch an.“

    Hygieneprobleme in Homburg: Schimmel und Mäusekot entdeckt

    Auch die Kaufland-Filiale in Homburg ist betroffen. Die Undercover-Reporterin dokumentierte Mäusekot in Brotkörben und in unmittelbarer Nähe zu Lebensmitteln. Zudem wurde ein alarmierender Schimmelbefall in Kühlregalen nachgewiesen. Diese Funde werfen ernsthafte Fragen zur Lebensmittelhygiene auf.

    Kaufland plant Modernisierung der Filiale in Homburg

    Auf Nachfrage von RTL äußerte sich Kaufland zu den Vorfällen. Laut Unternehmen soll die Filiale in Homburg ab Mai 2025 baulich und technisch modernisiert werden. Ziel sei es, Schädlingsbefall nachhaltig zu verhindern. Seit dem bekannt gewordenen Vorfall im Jahr 2024 stehe Kaufland in engem
    Austausch mit der Lebensmittelüberwachungsbehörde und externen Experten. Die bisherigen Maßnahmen hätten bereits positive Wirkung gezeigt, bestätigt das Unternehmen.

    Führungskräfte ausgetauscht

    Sowohl in Bad Tölz als auch in Homburg wurden Führungskräfte ersetzt. Das Unternehmen teilte mit,
    dass die neuen Verantwortlichen bereits im Einsatz seien.
    „Die Darstellungen in dem Bericht entsprechen in keiner Weise unseren strengen Vorgaben im Umgang mit Lebensmitteln sowie für Sauberkeit und Hygiene“, erklärte Kaufland.