Schlagwort: Kreis MYK

  • Karpfen aus Thürer Wiesen umgesiedelt

    Karpfen aus Thürer Wiesen umgesiedelt

    Sinkende Wasserstände bedrohten mehrere hundert Tiere

    In den Thürer Wiesen im Kreis Mayen-Koblenz hat eine umfangreiche Rettungsaktion mehrere hundert Karpfen vor einer akuten Gefährdung bewahrt. In einem Kolk des Thürer Bachs waren die Wasserstände zuletzt deutlich gesunken. Dadurch verschärfte sich die Lage für die Tiere zunehmend. Die Biotopbetreuung des Kreises Mayen-Koblenz und die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz organisierten deshalb eine gemeinsame Umsiedlung.

    Nach Angaben der Beteiligten lebten in dem betroffenen Gewässer deutlich zu viele Karpfen auf engem Raum. Darunter befanden sich 100 bis 150 größere Tiere mit Längen von bis zu einem Meter. Zusätzlich schwammen dort mehrere hundert einsömmrige Karpfen. Die gesamte Fischbiomasse wurde auf etwa 250 bis 400 Kilogramm geschätzt. Die Maßnahme sollte verhindern, dass sich die Situation durch weiter sinkende Wasserstände und steigende Temperaturen weiter zuspitzt.

    Rettungsaktion für Karpfen in den Thürer Wiesen lief gemeinschaftlich ab

    Die Einsatzkräfte fischten die Tiere mit Unterstützung regionaler Angelvereine und unter Einsatz eines Elektrofanggeräts schonend ab. Bei dieser Methode wird kurzzeitig Gleichstrom ins Wasser geleitet. Die Fische schwimmen dadurch zur Anode und die Helfer können sie zügig einsammeln. Anschließend setzten die Beteiligten die Tiere unter Berücksichtigung des Tierwohls in geeignete Gewässer um.

    Mehrere Angelvereine aus der Region hatten die Aufnahme der Fische bereits im Vorfeld zugesagt. Sie unterstützten die Aktion außerdem tatkräftig vor Ort. Die fachliche Unterstützung bei Planung und Koordination sowie die Übernahme der Kosten aus Mitteln der Biotopbetreuung erfolgten durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in ihrer Funktion als Obere Fischereibehörde.

    Warum die Karpfen in den Thürer Wiesen zum Problem wurden

    Bei den Karpfen im Thürer Bach handelt es sich um keine gewässertypische Fischart. In der vorgefundenen Dichte gefährdeten die Tiere nach Einschätzung der Verantwortlichen das empfindliche Ökosystem. Es wird davon ausgegangen, dass der Bestand auf eine frühere Aussetzung zurückgeht. Eine natürliche Regulierung dieses Bestands ist in dem kleinen Gewässer nicht möglich.

    Die Rettungsaktion diente deshalb gleich zwei Zielen: Sie sollte das Leiden der Tiere durch möglichen Sauerstoffmangel verhindern und zugleich das sensible Gewässer entlasten. Gerade bei weiter sinkenden Wasserständen hätte sich die Lage schnell verschärfen können.

    Schnelles Eingreifen im Kreis Mayen-Koblenz

    Die Verantwortlichen bewerten die Maßnahme als dringend notwendig. Das schnelle Handeln schützte sowohl das Tierwohl als auch das ökologische Gleichgewicht im betroffenen Bereich. Die Karpfen Thürer Wiesen standen damit im Mittelpunkt einer Präventivmaßnahme, die nur durch die Zusammenarbeit von Behörden, Stiftung und regionalen Angelvereinen möglich wurde.

    Weitere Nachrichten aus der Region findest Du auch in MYK / KO und unter Deutschland. Informationen zur Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz, zum Projekt Thürer Wiesen sowie zur SGD Nord als Obere Fischereibehörde gibt es auf den offiziellen Seiten.

    Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

  • Landkreis Mayen-Koblenz baut Katastrophenschutz weiter aus

    Landkreis Mayen-Koblenz baut Katastrophenschutz weiter aus

    Die fatalen Überschwemmungen im Juli 2021, von denen das Ahrtal sowie Teile von Mayen-Koblenz betroffen waren, haben deutlich gemacht, wie wichtig ein funktionierendes Frühwarnsystem ist. Aus diesem Grund wird im Landkreis unter anderem der Ausbau des digitalen Sirenennetzes vorangetrieben. Die Stadt Mayen hat ihr Netz als erste Kommune mit zehn neuen Sirenen modernisiert. Gefördert wird die Installation digitaler Sirenen durch den Bund und das Land.

    Der Kreis reicht die Förderungen an die Kommunen weiter und stockt diese soweit auf, dass die Kommunen einzig einen Betrag von 6.000 Euro pro Sirenenstandort zu tragen haben. Der Förderbescheid für die Stadt Mayen konnte jüngst durch Landrat Dr. Alexander Saftig an den Mayener Oberbürgermeister Dirk Meid übergeben werden.

    Landrat Dr. Alexander Saftig sieht den Ausbau des digitalen Sirenennetzes als wichtigen Schritt für den Katastrophenschutz im Kreis. „Deutschlandweit hat man Lehren aus den tragischen Ereignissen im Ahrtal gezogen. Dieses folgenschwere Ereignis hat uns verdeutlicht, wie wichtig der Katastrophenschutz und die rechtzeitige Warnung der Bevölkerung ist. Genau diesen Vorteil bringen die digitalen Sirenen mit sich und die Stadt Mayen hat hier eine wichtige Vorreiterrolle übernommen“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig.

    Oberbürgermeister Dirk Meid schloss sich den Worten des Landrates an und dankte dem Landkreis für die Überbringung des Förderbescheids. „Ich freue mich sehr, über die finanzielle Unterstützung. Mayen hatte als erste Kommune im Landkreis Mayen-Koblenz in digitale Sirenen investiert, als es noch keine Fördermöglichkeiten gab. In der kommunalen Familie war aber von Anfang an klar vereinbart, dass Mayen auch nachträglich partizipieren würde“, erklärte Meid.

    Das Besondere an den modernen Sirenen ist, dass sie bei Bedarf nicht nur angemessen laut aufjaulen, sie sind auch digital ansteuer- und für Sprachdurchsagen nutzbar. So können der Bevölkerung sofortige Verhaltensanweisungen gegeben werden, um der Gefahr richtig zu begegnen. Alte analoge Sirenen geben lediglich Heultöne wieder.

    Auch alle anderen Kommunen im Landkreis wollen ihr Sirenennetz in den kommenden Jahren modernisieren. Der vollständige Auf- und Umbau des Warnnetzes wird drei bis vier Jahre dauern. Die digitalen Sirenen werden dann ausschließlich zur Warnung der Bevölkerung und nicht mehr zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt.

  • Kreis MYK baut Kindertagespflege weiter aus

    Kreis MYK baut Kindertagespflege weiter aus

    Gut betreut in der Kindertagespflege MYK

    KREIS MYK – 

    Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule der qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung in MYK.

    Daher liegt ein Schwerpunkt in der stetigen Ausbildung neuer Kindertagespflegepersonen.

    Im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes wurde unlängst der 23. Qualifizierungskurs
    zur Kindertagespflegeperson erfolgreich beendet.

    Durchgeführt wurde dieser in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Mayen.
    Alle dreizehn Teilnehmerinnen haben den Kurs bestanden.

    Aus diesem Anlass fand jüngst in der Familienbildungsstätte die Zertifikatsübergabe durch den
    Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong statt.

    „Die Arbeit der Kindertagespflegepersonen ist von großer Bedeutung für unseren Landkreis. Sie sind
    nicht nur Pädagogen, sondern auch Vertrauenspersonen für die Kleinsten in unserer Gesellschaft.

    Sie stehen an vorderster Front und gestalten die frühe Entwicklung unserer Kinder mit“, dankte Pascal Badziong den Zertifizierten.

    Ausgezeichnet wurden: Lina Albdewee (Neuwied), Yvonne Dillmann (Rhens), Nicole Friedrich (Ahrweiler), Katharina Kalt (Saffig), Erika Linke-Schmick (Kehrig), Esther Maxheim (Kruft), Marina Tscherkaschin (Mayen), Larissa Ditte (Kobern-Gondorf), Mechthild Korb (Bendorf), Mariya Hiller (Dieblich), Jennifer Steffes-Laux (Lonnig), Viktoria Gekk (Andernach) und Michaela Wagner (Ulmen).

    Der Kurs startete 2022 und wurde nach dem kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch des Deutschen Jugendinstituts durchgeführt. Nach dem rheinland-pfälzischen Modell umfasst er 250 Unterrichtseinheiten samt 40-stündigem Praktikum bei einer zertifizierten Kindertagespflegeperson.

    Nach dem ersten Kursabschnitt findet eine Zwischenprüfung statt, bei der die angehenden Tagespflegepersonen ihre Konzeption der Kursleitung und dem Fachdienst Kindertagespflege des Kreisjugendamtes vorstellen.

    Während dieser Prüfung werden inhaltliche Fragen zur Konzeption gestellt und die Lerninhalte der vergangenen Wochen reflektiert. Im zweiten Teil werden schwierige Alltags-Situationen anhand eines eingeübten Schemas bearbeitet. Hier sollen praktische Lösungsansätze erarbeitet werden, die die theoretischen Inhalte der Qualifizierung mit der Praxis verbinden. Nach den erfolgreich bestandenen Prüfungen erteilt das Jugendamt die Pflegeerlaubnis und die Tagespflegepersonen dürfen mit der Betreuung von Kindern beginnen.

    Weitere Qualifizierungskurs werden nächsten Jahr angeboten

    Auch im kommenden Jahr wird der Landkreis einen weiteren Qualifizierungskurs anbieten. Interessierte können sich bei Dorothee Geishecker unter dorothee.geishecker@kvmyk.de, Tel. 0261/108-164 oder Annette Rühle unter annette.ruehle@kvmyk.de, Tel. 0261/108-166 für den Kurs im Kreis Mayen-Koblenz bewerben.

    Vielfältige Einblicke in die Betreuungsform gibt Dorothee Geishecker, Fachberaterin der Kindertagespflege MYK, im Podcast des Verlags „Das Netz“ unter www.kurzelinks.de/podcastkindertagespflegemyk.

    Foto: Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong gratulierte den ausgezeichneten Teilnehmern zu ihrer bestandenen Prüfung als Tagespflegeperson. Foto: Kreisverwaltung

  • Angebot für Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe und Betroffene am 11. Oktober

    Angebot für Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe und Betroffene am 11. Oktober

    Schulungsabend: Bleiberecht für Menschen mit Fluchtbiographie

    KREIS MYK –

    Die Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfen der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und die Verbandsgemeindeverwaltung Rhein-Mosel veranstalten am Mittwoch, 11. Oktober, von 18 bis 20 Uhr einen Informationsabend mit der Referentin Ann-Christin Bölter vom Initiativausschuss für Migrationspolitik RLP zum Thema „Bleiberecht für Menschen mit Fluchtbiographie“ im Gemeinschaftssaal der Flüchtlingsunterkunft Burghof Dieblich, Fährstraße 19, in Dieblich.

    Im Mittelpunkt des Gesprächsabends stehen Fachinformationen zu den Möglichkeiten, die Geflüchtete haben, ihren Aufenthalt in Deutschland zu verfestigen. Den Teilnehmenden wir somit eine Basis für aktuelle Neuerungen zum Thema Aufenthaltsrecht, zum Beispiel das neue Chancen-Aufenthaltsrecht für Geduldete, geboten. Der Schulungsabend richtet sich an Geflüchtete, Ehrenamtliche und sonstige Interessierte gleichermaßen. Da die Raumkapazitäten begrenzt sind und die individuellen Teilnehmerfragen teilweise mit Dolmetschern beantwortet werden, ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

    Interessierte können sich bei Michael Kock von der Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfen der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz per E-Mail an fluechtlingshilfen@kvmyk.de oder per Tel. 0261/108655 für den Schulungsabend anmelden.