Schlagwort: Marburg

  • Sattelzug zertrümmert Ford mit Mutter und Kleinkind auf der A49

    Sattelzug zertrümmert Ford mit Mutter und Kleinkind auf der A49

    A 49 bei Niederklein: Sattelzug fährt ungebremst auf Pkw – Mutter und 2-jähriges Kind verletzt

    Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Mittwoch (11.02.) gegen 14:30 Uhr auf der BAB 49 ereignet. In Höhe der Ortschaft Niederklein kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Sattelzug und einem Pkw. Trotz der massiven Schäden endete der Unfall für die Insassen des Autos glimpflich.

    Ford stand auf dem Standstreifen – Sattelzug gerät nach rechts

    Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr eine 33-jährige Fahrerin aus dem Landkreis Neuwied mit ihrem zweijährigen Sohn die zweispurige Autobahn in Richtung Kassel. Im Bereich der späteren Unfallstelle hielt die Frau ihren Ford aus bislang unbekanntem Grund auf dem Standstreifen an.

    Kurz darauf kam ein 69-jähriger Sattelzugfahrer aus Polen, der für eine Spedition aus Bad Oeynhausen unterwegs war, nach rechts von seinem Fahrstreifen ab. Der Lkw prallte ungebremst auf das Heck des Pkw.

    Pkw-Heck komplett zerstört – Mutter und Sohn hatten „Schutzengel“

    Die Wucht des Aufpralls zerstörte den Pkw im Heckbereich vollständig. Dennoch hatten Mutter und Sohn offenbar großes Glück: Beide erlitten nach ersten Informationen lediglich leichte Verletzungen.

    Rettungskräfte brachten die 33-Jährige und das Kind mit einem Rettungswagen in das Klinikum Marburg.

    Leitplanke beschädigt – rund 53.000 Euro Gesamtschaden

    Auch am Sattelzug entstand im Frontbereich erheblicher Sachschaden. Zusätzlich beschädigte der Unfall vier Felder Leitplanke. Den Gesamtschaden beziffert die Polizei auf etwa 53.000 Euro.

    Trümmerfeld über beide Fahrstreifen

    Trümmerteile verteilten sich über beide Fahrstreifen. Die Autobahnpolizei Bad Hersfeld sperrte für die Unfallaufnahme den ersten Fahrstreifen. Nach Angaben der Polizei kam es jedoch zu keiner Zeit zu Verkehrsbehinderungen.

    Weitere Informationen zum Unfallhergang sollen die laufenden Ermittlungen liefern.

    Mehr Meldungen aus der Region findest Du jederzeit in unserer Kategorie News sowie im Bereich Verkehr.

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  • Ebsdorfergrund: 46-Jähriger nach Schaufel-Angriff auf Ehefrau in U-Haft

    Ebsdorfergrund: 46-Jähriger nach Schaufel-Angriff auf Ehefrau in U-Haft

    Ebsdorfergrund: Haftbefehl nach versuchtem Tötungsdelikt

    Nach einem schweren Angriff in Beltershausen-Frauenberg (Gemeinde Ebsdorfergrund) sitzt ein 46-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Marburg führt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Ein Haftrichter erließ bereits einen Untersuchungshaftbefehl.

    Angriff nahe Bushaltestelle – Frau schwer verletzt

    Nach bisherigen Erkenntnissen soll der dringend Tatverdächtige am Freitag, 6. Februar 2026, gegen 18.25 Uhr seine 40-jährige Ehefrau angegriffen haben.

    Die Frau lebt nach Angaben der Ermittler getrennt von ihrem Ehemann.

    Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Bushaltestelle in Beltershausen-Frauenberg. Der Beschuldigte soll dabei mit einer Schaufel auf die Frau eingeschlagen haben. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen, die nach aktuellem Stand jedoch nicht lebensbedrohlich sind.

    Polizei nimmt Tatverdächtigen im Wohnhaus fest

    Nach dem Angriff flüchtete der Mann laut Staatsanwaltschaft mit seinem Fahrzeug in sein Wohnhaus. Dort nahmen Polizisten ihn kurze Zeit später fest. Anschließend brachten sie den Tatverdächtigen in polizeilichen Gewahrsam.

    Die Ermittler prüfen nun die Hintergründe der Tat sowie den genauen Ablauf. Außerdem klären sie, ob es im Vorfeld bereits Hinweise auf eine mögliche Eskalation gegeben hat.

    Vorführung beim Haftrichter – Untersuchungshaft angeordnet

    Am Samstag, 7. Februar 2026, führten die Behörden den 46-Jährigen dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Marburg vor. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ das Gericht einen Untersuchungshaftbefehl.

    Damit sitzt der Mann aktuell in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren.

    Ermittlungen dauern an – Pressestelle informiert

    Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die umfangreichen Ermittlungen zu dem genauen Tatablauf und zu den Hintergründen der Tat derzeit andauern.  

    Mehr Meldungen aus der Region findest Du auch in unseren Rubriken News und Deutschland.

    Offizielle Informationen stellt außerdem die Staatsanwaltschaft Marburg bereit. Hinweise zu Opferschutz und Hilfsangeboten findest Du auch über das Programm Polizeiliche Kriminalprävention.

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  • Marburg: Kinder werfen Steine von Brücke auf Autos – Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts

    Marburg: Kinder werfen Steine von Brücke auf Autos – Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts

    Marburg: Kinder werfen Steine von Brücke auf Autos

    Ein äußerst gefährlicher Vorfall beschäftigte am Montagabend die Polizei in Marburg. Mehrere Kinder warfen gezielt Steine von einer Fußgängerbrücke auf fahrende Autos auf der stark frequentierten Beltershäuser Straße. Die Ermittler stufen das Geschehen als besonders ernst ein und prüfen derzeit den Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts.

    Steinwurf beschädigt Autodach erheblich

    Gegen 18.55 Uhr meldete ein Autofahrer über den Notruf einen lauten Einschlag auf dem Dach seines Audis. Der Mann fuhr stadteinwärts über die Beltershäuser Straße, als er unter einer Fußgängerbrücke hindurchfuhr. Kurz darauf entdeckte er eine deutliche Delle auf dem Autodach. Der Fahrer reagierte geistesgegenwärtig und informierte sofort die Polizei.

    Polizei trifft Kinder auf der Brücke an

    Mehrere Streifenwagen rückten umgehend zur gemeldeten Brücke aus. Die Einsatzkräfte trafen dort drei Kinder im Alter von 11, 12 und 13 Jahren an. Nach ersten Erkenntnissen warfen die Kinder gezielt Steine auf die unter ihnen fahrenden Fahrzeuge. Aufgrund ihres Alters gelten sie als strafunmündig. Die Polizei übergab sie noch am Abend an ihre Erziehungsberechtigten.

    Verdacht auf weiteren Vorfall wenige Tage zuvor

    Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es bereits am Donnerstagabend zu einem ähnlichen Vorfall an derselben Stelle gekommen war. Auch damals bemerkte ein Autofahrer während der Fahrt einen Einschlag auf dem Fahrzeugdach. Die Beamten gehen derzeit davon aus, dass dieselben Kinder auch für diesen Steinwurf verantwortlich sein könnten.

    Weitere Geschädigte möglich

    Im Verlauf des Abends meldete sich zudem eine Autofahrerin, die ebenfalls einen Schaden an ihrem Pkw feststellte. Die Polizei schließt nicht aus, dass weitere Fahrzeuge beschädigt wurden. Betroffene Verkehrsteilnehmer sollen sich dringend bei der Polizeistation Marburg melden.

    Polizei warnt vor lebensgefährlichen Folgen

    Steinwürfe von Brücken stellen eine massive Gefahr für Autofahrer dar. Schon kleinere Steine können bei höheren Geschwindigkeiten tödliche Verletzungen verursachen. Polizei und Staatsanwaltschaft bewerten solche Taten daher als versuchte Tötungsdelikte.

    Weitere Meldungen aus dem Bereich Verkehr findest Du jederzeit in unserer Rubrik Verkehr. Aktuelle Polizeiberichte aus Hessen und ganz Deutschland veröffentlichen wir regelmäßig unter News und Deutschland.

    Offizielle Informationen stellt auch die Polizei Hessen bereit. Zuständig für die strafrechtliche Bewertung ist die Staatsanwaltschaft Marburg.

    Hinweise nimmt die Polizeistation Marburg unter der Telefonnummer 06421 4060 entgegen.

  • Verkehrspolizisten stoppen zwei Sattelzüge

    Verkehrspolizisten stoppen zwei Sattelzüge

    Marburg-Biedenkopf: Polizei stoppt überladenen Holztransporter auf der B3

    Die Spezialisten des Regionalen Verkehrsdienstes Marburg-Biedenkopf kontrollierten am Montag, dem 24. November, gezielt den gewerblichen Güterverkehr. Auf der vielbefahrenen Bundesstraße 3 bei Marburg fiel den Beamten ein Sattelzug auf, der große Mengen Holzstämme transportierte. Schon bei der ersten Sichtprüfung erkannten die Polizisten deutliche Anzeichen für eine Überladung. Um die tatsächliche Last festzustellen, begleiteten sie den Transporter zu einer geeichten Waage.

    Dort bestätigte sich der Verdacht eindrucksvoll. Die Waage zeigte eine deutliche Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts an. Die Verkehrsexperten stellten schließlich eine Überladung von knapp 13 Tonnen fest. Diese massive Abweichung vom erlaubten Höchstgewicht stellte ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Fahrer sowie andere Verkehrsteilnehmer dar. Der Regionaldienst reagierte sofort und untersagte die Weiterfahrt. Der Fahrer musste die überschüssigen Holzstämme abladen, bevor er seine Fahrt fortsetzen durfte.

    Auf den Fahrer und die verantwortliche Halterfirma kommen nun Bußgeldverfahren zu. Nach Angaben der Polizei können derartige Verstöße empfindliche Sanktionen nach sich ziehen, da überladene Fahrzeuge die Fahrstabilität beeinträchtigen und Bremswege erheblich verlängern. Die Beamten betonten die Bedeutung regelmäßiger Gewichtskontrollen, um schwere Unfälle zu verhindern. Weitere Informationen zu Verkehrssicherheitsmaßnahmen stellt die Polizei Hessen auf ihrer offiziellen Website bereit: Polizei Hessen.

    Weiterer Sattelzug mit schwerem Reifenschaden gestoppt

    Während der Kontrollmaßnahmen überprüften die Verkehrsspezialisten auf dem Messeplatz in Marburg einen weiteren Sattelzug. Schon der erste Blick auf den hinteren Reifen ließ die Beamten aufhorchen. Beim genauen Hinsehen erkannten sie, dass die schützende Gummischicht stark beschädigt war und bereits die darunterliegende Struktur sichtbar wurde. Ein derart angegriffener Reifen stellt eine erhebliche Gefahr dar, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und schweren Lasten.

    Auch in diesem Fall reagierte die Polizei konsequent: Die Weiterfahrt wurde untersagt. Der Fahrer musste den beschädigten Reifen umgehend ersetzen lassen. Zusätzlich leitete der Verkehrsdienst ein Bußgeldverfahren ein. Solche Defekte können zu Reifenplatzern führen und schwere Unfälle verursachen. Verkehrsexperten empfehlen daher regelmäßige technische Kontrollen im gewerblichen Güterverkehr.

    Sicherheitskontrollen bleiben zentrale Maßnahme im Güterverkehr

    Die jüngsten Fälle zeigen erneut, wie wichtig konsequente Kontrollen für die Verkehrssicherheit sind. Überladungen und technische Mängel gehören zu den häufigsten Risiken im Schwerlastverkehr. Die Polizei Marburg-Biedenkopf setzt ihre Maßnahmen fort, um Verstöße frühzeitig aufzudecken und potenzielle Gefahren zu verhindern. Weitere regionale Meldungen finden sich im Nachrichtenbereich von BlaulichtMYK unter Verkehr sowie in der bundesweiten Rubrik Deutschland.

  • Ex-BVB-Ikone Eike Immel wegen Betrugs in über 100 Fällen verurteilt

    Ex-BVB-Ikone Eike Immel wegen Betrugs in über 100 Fällen verurteilt

    Eike Immel wegen Betrugs verurteilt

    Der frühere Nationaltorhüter Eike Immel ist wegen Betrugs verurteilt worden.

    Das Amtsgericht Marburg verhängte eine Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten.

    Der 63-Jährige soll in insgesamt 107 Fällen Menschen um Geld betrogen haben.

    Am Donnerstagmorgen begann der Prozess gegen den ehemaligen Bundesliga-Profi.

    Schon der dritte Anlauf, nachdem die Verhandlung zuvor verschoben worden war.

    Immel erschien zum Auftakt nicht persönlich vor Gericht. Stattdessen äußerte sich sein Verteidiger.

    Schulden in Höhe von 34.000 Euro

    Der Vorwurf:

    Immel soll sich wiederholt Geld geliehen und nie zurückgezahlt haben. Dabei habe er jedes Mal finanzielle Notlagen vorgeschoben.

    Die Gesamtsumme der offenen Beträge beträgt rund 34.000 Euro.

    Unter den mutmaßlichen Geschädigten ist auch die Partnerin von Ex-Weltmeister Andy Brehme.

    Auch vier versprochene EM-Tickets für ein Deutschlandspiel wurden laut Anklage nie geliefert.

    Verteidigung: Reue und schwierige Lebenslage

    Laut seinem Anwalt war es nie Immels Absicht, das Geld dauerhaft zu behalten. Er habe geplant, alles zurückzuzahlen.

    Der Anwalt betonte die finanzielle Notlage seines Mandanten. Immel schäme sich zutiefst für sein Verhalten.

    Eike Immel äußerte sich im Prozess selbst nicht zu den Vorwürfen.

    Das Gericht sah die Schuld dennoch als erwiesen an und verhängte eine Haftstrafe.

  • Fahrer übersieht Unfallstelle und prallt in Streifenwagen

    Fahrer übersieht Unfallstelle und prallt in Streifenwagen

    In Streifenwagen gekracht

    Marburg-Biedenkopf

    Zwei Polizeibeamte der Polizeistation Gießen Nord sicherten gestern Abend ein Pannenfahrzeug mit Anhänger auf der Bundesstraße 3, in Höhe der Anschlussstelle Fronhausen, ab. Dazu mussten die Einsatzkräfte den rechten von zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Kassel sperren. Hierfür nutze die Streife neben Warnblinker und Warnbaken auch das Blaulicht des Streifenwagens. Des Weiteren befanden sich zwei Abschleppfahrzeuge vor Ort, die jeweils gelbe Blinklichter eingeschaltet hatten, um das Fahrzeug zusätzlich abzusichern.

    Gegen 20.45 Uhr übersah der Fahrer eines herannahenden VWs die Gefahrenstelle und krachte in das Heck des Polizeifahrzeugs.

    Der 55-jährige Fahrer des Caddys erlitt dabei leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte den Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis zur Abklärung in ein Krankenhaus. Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Alkoholisierung des Fahrers. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Marburg führte ein Arzt eine Blutentnahme durch, die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung gegen den Fahrer ein. Die Polizeibeamten befanden sich zum Unfallzeitpunkt außerhalb ihres Fahrzeugs und blieben unverletzt.

    Aufgrund von Trümmerteilen und auslaufenden Betriebsstoffen musste die B 3 in Richtung Kassel bis Mitternacht voll gesperrt werden. Sowohl der VW, als auch der Streifenwagen (Mercedes Vito), waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Schaden wird auf 22.000 Euro geschätzt.

    Die Unfallursache wird nun ermittelt, aus Gründen der Neutralität nahmen Beamte der Marburger Polizei den Unfall auf.

    Unfallzeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Marburg unter der Telefonnummer 06421/4060 zu melden.

  • Fünf Jahre Haft für Bauunternehmer wegen Millionenbetrug im Breitbandausbau

    Fünf Jahre Haft für Bauunternehmer wegen Millionenbetrug im Breitbandausbau

    Freiheitsstrafen im Umfang von insgesamt 11 Jahren und 6 Monaten aufgrund von Schwarzarbeit – Erfolgreicher Abschluss der Ermittlungen nach Razzia des Zolls im Glasfaserausbau

    Schweinfurt / Bamberg

    Das Landgericht Marburg hat den verantwortlich Handelnden einer Baufirma im Bereich des Breitbandausbaus aus dem hessischen Hinterland zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

    Der 43-Jährige hatte durch eine besondere Verschleierungsform aus dem Bereich der organisierten Schwarzarbeit Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge an die Sozialkasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) in Höhe von 8,8 Millionen Euro hinterzogen bzw. vorenthalten.

    Zwei Männer, die dem Bauunternehmer bei seiner Tat unterstützt haben, wurden wegen Beihilfe zu
    jeweils drei Jahren und drei Monaten Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt.

    Das Urteil des Landgerichts Marburg ist rechtskräftig.

    Dem Urteil gingen umfangreiche Ermittlungen und verdeckte Maßnahmen durch Beamtinnen und Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Schweinfurt, Arbeitsgebiet Organisierte Formen der Schwarzarbeit/Organisierte Kriminalität, voraus. Neben korrekt zur Sozialversicherung gemeldeten Arbeitnehmern wurden weitere nicht oder in zu geringem Umfang angemeldete Beschäftigte festgestellt.

    Sie wurden ganz oder teilweise “schwarz” entlohnt.

    Um das zur Zahlung der Schwarzlöhne erforderliche Schwarzgeld zu generieren, bestellte der Haupttäter sogenannte Abdeckrechnungen bei den beiden anderen Verurteilten. Ziel des An- und Verkaufs dieser Rechnungen ist es, buchhalterisch Ausgaben für Leistungen zu verbuchen, die tatsächlich nicht erbracht wurden. Stattdessen wurden die Bauleistungen durch die “schwarz” beschäftigten Arbeitnehmer des Haupttäters erbracht.

    Zur Aufklärung der Taten fanden am 1. März 2023 umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Marburg statt, bei der mehr als 500 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls, Spezialeinheiten und Bargeldspürhunde im Einsatz waren.

    Unterstützt wurde der Zoll dabei durch zahlreiche Kräfte hessischer und
    nordrhein-westfälischer Steuerfahndungen sowie durch Kräfte der Bundespolizei.

    Insgesamt wurden 37 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen durchsucht, umfangreiches Beweismaterial sichergestellt und drei Haftbefehle vollstreckt.

    Feststellungen in einem anderen Verfahren hatten die Ermittlungen in diesem Verfahrenskomplex erst
    ins Rollen gebracht.

    Zusatzinformation:

    Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Schweinfurt führt Prüfungen von Personen und Geschäftsunterlagen sowie Ermittlungen von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung durch. Ermittlungen der FKS können sich über mehrere Monate oder Jahre erstrecken. Das Aufgabenfeld der FKS reicht von Präventionsaufgaben bis hin zu komplex gestalteten Missbrauchsformen von Sozialleistungen und illegaler Beschäftigung.

    Allgemeine Informationen zur Arbeit des Zolls im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit stehen auch auf www.zoll.de zur Verfügung.