Schlagwort: organisierte Kriminalität

  • Bundespolizei zerschlägt mutmaßliches Diebstahlsnetzwerk in Bremen

    Bundespolizei zerschlägt mutmaßliches Diebstahlsnetzwerk in Bremen

    Bundespolizei Bremen im Einsatz gegen organisierte Eigentumskriminalität

    Die Bundespolizeidirektion Hannover hat am 5. Mai 2026 umfangreiche Einsatzmaßnahmen im Kampf gegen organisierte Eigentumskriminalität durchgeführt. Der Einsatz der Bundespolizei Bremen konzentrierte sich auf das Stadtgebiet Bremen und erfolgte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Verden.

    Haftbefehl und Durchsuchungen erfolgreich vollstreckt

    Unter der operativen Leitung der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg vollstreckten Einsatzkräfte einen Untersuchungshaftbefehl sowie sieben Durchsuchungsbeschlüsse. Diese richteten sich gegen einen deutsch-bulgarischen Beschuldigten, der im Verdacht steht, mehrfach hochwertige Fahrzeugteile gestohlen zu haben.

    Im Fokus der Ermittlungen stehen gestohlene Lenkräder inklusive Airbags, die aus einem Transportzug mit Neufahrzeugen entwendet wurden. Anschließend soll der Beschuldigte diese zum Verkauf angeboten haben. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 180.000 Euro.

    Beweismittel und Wertgegenstände sichergestellt

    Während des Einsatzes der Bundespolizei Bremen stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher. Dazu zählen unter anderem fünf Lenkräder, mehrere Mobiltelefone sowie Tablet-PCs. Zusätzlich beschlagnahmten die Einsatzkräfte ein Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz E-Klasse 350d.

    Darüber hinaus fanden die Beamten Bargeld in Höhe von rund 40.000 Euro, Schlagringe, Messer sowie etwa 300 Liter Kraftstoff. Auch mehrere Kennzeichenschilder und Sturmhauben wurden entdeckt.

    Ermittlungen laufen seit Oktober 2025

    Die Ermittlungen, die zu diesem Einsatz der Bundespolizei Bremen führten, dauern bereits seit Anfang Oktober 2025 an. Die Bundespolizei in Bremen und Hamburg arbeitet dabei eng zusammen. Im Zentrum des Verfahrens stehen der Verdacht auf besonders schweren Diebstahl sowie gewerbsmäßige Hehlerei.

    Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel soll weitere Hinweise auf mögliche Mittäter liefern und zusätzliche Straftaten aufklären.

    Spezialisierte Kräfte im Einsatz

    An den Maßnahmen waren zahlreiche spezialisierte Einheiten beteiligt. Neben der Bundesbereitschaftspolizei kamen Diensthundeführer, mobile Fahndungseinheiten sowie der Entschärfungsdienst der Bundespolizeidirektion 11 zum Einsatz.

    Der Einsatzleiter Helgo Martens erklärte, dass die Maßnahmen nicht nur zur Festnahme des Beschuldigten geführt haben, sondern auch weitere Straftaten verhindert haben könnten.

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    Offizielle Informationen stellt die Bundespolizei sowie die Staatsanwaltschaft Verden bereit.

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  • Urteil im Millionenfall: Haftstrafen für Betreiber illegaler Zigarettenfabrik in Düsseldorf

    Urteil im Millionenfall: Haftstrafen für Betreiber illegaler Zigarettenfabrik in Düsseldorf

    Urteil gegen Betreiber einer illegalen Zigarettenfabrik in Düsseldorf

    Das Landgericht Düsseldorf hat am 27.03.2026 vier weitere Angeklagte wegen Steuerhinterziehung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Im Mittelpunkt stand der Betrieb einer illegalen Zigarettenfabrik in Düsseldorf, der einen enormen Steuerschaden verursachte.

    Illegale Produktion über Monate organisiert

    Nach den Feststellungen des Gerichts betrieben die Täter zwischen April 2024 und März 2025 gemeinsam mit weiteren Beteiligten eine professionelle Produktionsanlage für Zigaretten. Die Fabrik arbeitete ohne Genehmigung und unter Umgehung sämtlicher steuerlicher Vorschriften.

    Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamtes Essen deckten die Anlage am 18.03.2025 auf. Die Durchsuchung erfolgte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Dabei stellten die Behörden umfangreiche Beweismittel sicher.

    Steuerschaden von über 54 Millionen Euro

    Die illegale Produktion verursachte nach aktuellen Erkenntnissen einen Steuerschaden von mehr als 54 Millionen Euro. Die Täter hatten gezielt darauf abgezielt, Tabaksteuer zu umgehen und die Zigaretten anschließend gewinnbringend auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

    Weitere Informationen veröffentlichte der Zoll im Rahmen der Ermittlungen.

    Mehrjährige Haftstrafen für alle Angeklagten

    Das Gericht verhängte gegen die Angeklagten folgende Strafen:

    • Ein polnischer Haupttäter erhielt eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren.
    • Ein weiterer polnischer Angeklagter, der als Vorarbeiter tätig war, wurde zu fünf Jahren verurteilt.
    • Zwei ukrainische Facharbeiter (Tabakschneider) erhielten Haftstrafen von drei Jahren und drei Monaten sowie zwei Jahren und zehn Monaten.

    Das Gericht sah es als erwiesen an, dass alle Verurteilten aktiv in die Organisation und Durchführung der illegalen Produktion eingebunden waren.

    Urteil noch nicht rechtskräftig

    Das Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig. Die Angeklagten können gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegen.

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  • Illegale Zigarettenfabrik zerschlagen – 30 Millionen Zigaretten sichergestellt !

    Illegale Zigarettenfabrik zerschlagen – 30 Millionen Zigaretten sichergestellt !

    Illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt zerschlagen – 30 Millionen Zigaretten sichergestellt

    Eine illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt haben Ermittler des Zollfahndungsamtes Hannover erfolgreich ausgehoben. Die Einsatzkräfte stellten rund 30 Millionen unversteuerte Zigaretten sicher und nahmen vier Tatverdächtige fest. Die Aktion erfolgte nach intensiven Ermittlungen im Altmarkkreis Salzwedel.

    Zoll stoppt professionelle Produktionsanlage – Illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt

    Die illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt befand sich in einer Halle in Kalbe (Milde). Die Täter richteten dort eine nahezu vollständig ausgestattete Produktionslinie ein. Sie dämmten Fenster ab, installierten Videoüberwachung und organisierten die Fertigung so, dass sie große Mengen unversteuerter Ware herstellen konnten.

    Zuvor kontrollierten Zollbeamte auf der Autobahn A2 bei Auetal einen Lastwagen und entdeckten darin rund zwölf Millionen unversteuerte Zigaretten. Dieser Fund führte die Ermittler direkt zur Produktionshalle. Weitere Informationen veröffentlichte das Zollfahndungsamt Hannover auf dem offiziellen Presseportal.

    Hier geht es zur offiziellen Mitteilung des Zollfahndungsamtes Hannover.

    Vier Festnahmen und Untersuchungshaft

    Im Zuge des Zugriffs nahmen die Einsatzkräfte drei Männer im Alter zwischen 39 und 56 Jahren sowie eine 31-jährige Frau fest. Alle Tatverdächtigen besitzen die bulgarische Staatsangehörigkeit. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld führt das Verfahren.

    Neben den fertigen Zigaretten beschlagnahmten die Beamten mehrere Tonnen Tabak, Filter, Hülsen, Verpackungsmaterial sowie Maschinen zur industriellen Herstellung. Der geschätzte Steuerschaden liegt im Millionenbereich.

    Großeinsatz mit Unterstützung weiterer Behörden

    Mehr als 70 Einsatzkräfte beteiligten sich an der Maßnahme. Neben dem Hauptzollamt Magdeburg unterstützte auch das Technische Hilfswerk beim Abbau und Abtransport der Produktionsanlagen.

    Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden prüfen nun mögliche Vertriebswege sowie weitere Beteiligte im Umfeld der illegalen Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt.

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  • Zoll-Schlag gegen Zigaretten-Mafia: Illegale Fabrik – Steuerschaden in Millionenhöhe

    Zoll-Schlag gegen Zigaretten-Mafia: Illegale Fabrik – Steuerschaden in Millionenhöhe

    Zoll-Schlag gegen Zigaretten-Mafia: Illegale Fabrik in Kalbe (Milde) ausgehoben

    Großer Schlag gegen die organisierte Kriminalität: Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Hannover haben am 06. Februar 2026 eine illegale Zigarettenfabrik in Kalbe (Milde) (Altmarkkreis Salzwedel) ausgehoben. In einer Halle stellten die Ermittler nach ersten Schätzungen mehr als 30 Millionen unversteuerte Zigaretten sicher. Zusätzlich beschlagnahmten sie mehrere Tonnen Tabak sowie große Mengen an Vormaterialien, darunter Filter, Verpackungen und weitere Produktionsbestandteile.

    Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass es sich bei den Zigaretten um mutmaßlich gefälschte Ware handelt. Der entstandene Steuerschaden liegt nach bisherigen Angaben bei mehr als 8 Millionen Euro. Damit zählt der Zugriff zu den bedeutenden Einsätzen im Kampf gegen den illegalen Zigarettenhandel in Deutschland.

    LKW-Kontrolle auf der A2 führte zum Durchbruch

    Dem Zugriff auf die illegale Zigarettenfabrik in Kalbe (Milde) ging eine Kontrolle auf der Autobahn A2 voraus. Eine Kontrolleinheit des Hauptzollamtes Bielefeld stoppte am frühen Freitagmorgen bei Auetal einen LKW. Dabei entdeckten die Beamten bereits rund 12 Millionen Zigaretten und stellten diese sicher.

    Diese Kontrolle lieferte offenbar entscheidende Hinweise und brachte die Ermittler auf die Spur der Produktionsstätte. So entwickelte sich aus einer Verkehrskontrolle ein groß angelegter Zugriff gegen eine professionelle Infrastruktur, die mutmaßlich ausschließlich für die illegale Herstellung und Verteilung von Zigaretten genutzt wurde.

    Mehr als 70 Kräfte im Einsatz – Spezialeinheiten unterstützen

    Bei den Maßnahmen am Freitag waren mehr als 70 Einsatzkräfte vor Ort. Das Zollfahndungsamt Hannover erhielt dabei Unterstützung durch Spezialeinheiten des Zolls, Kräfte des Hauptzollamtes Magdeburg sowie die Bereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt.

    Der Einsatz erforderte eine enge Koordination, da bei der Sicherstellung von Tabakwaren und Produktionsmaschinen häufig nicht nur große Mengen an Beweismitteln anfallen, sondern auch logistische Herausforderungen entstehen. Zudem müssen die Ermittler sicherstellen, dass sämtliche Funde gerichtsfest dokumentiert werden.

    Staatsanwaltschaft Bielefeld führt Verfahren – Ermittlungen dauern an

    Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Dort bearbeitet eine Schwerpunktabteilung besonders umfangreiche Wirtschaftsstrafsachen sowie herausgehobene Verfahren der organisierten Kriminalität. Die Ermittlungen dauern derzeit an.

    Nach Angaben der Behörden sollen weitere Informationen und nähere Einzelheiten in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Dazu könnten Details zur Struktur der Tätergruppe, zu möglichen Festnahmen sowie zur geplanten Vertriebsroute gehören.

    Warum illegale Zigarettenfabriken für den Staat so gefährlich sind

    Illegale Produktionsstätten wie die illegale Zigarettenfabrik in Kalbe (Milde) verursachen jedes Jahr immense Schäden. Der Staat verliert dabei nicht nur Steuereinnahmen, sondern es entsteht auch ein erheblicher Wettbewerbsvorteil für kriminelle Netzwerke. Zudem kann niemand garantieren, welche Inhaltsstoffe in gefälschten Tabakwaren verarbeitet werden.

    Für Ermittler gilt daher: Jeder Zugriff auf eine Produktionsstätte trifft die organisierte Kriminalität besonders hart. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Fall, wie schnell eine Routinekontrolle auf einer Autobahn zu einem groß angelegten Schlag führen kann.

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    Weitere Informationen rund um Zoll-Einsätze und organisierte Kriminalität findest Du außerdem auf den offiziellen Seiten des Zolls sowie bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld.

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  • Polizei zerschlägt professionelle Autodiebe-Bande in NRW – Haftbefehle nach Großrazzia

    Polizei zerschlägt professionelle Autodiebe-Bande in NRW – Haftbefehle nach Großrazzia

    Großschlag gegen Autodiebe-Bande 

    Den Ermittlungsbehörden ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen organisierte Kriminalität gelungen. Eine professionell agierende Autodiebe-Bande in NRW steht im Verdacht, zwischen Juli und Dezember 2025 mindestens zehn hochwertige Fahrzeuge entwendet zu haben. Die Polizei ging konzertiert gegen die Täter vor und setzte mehrere Haftbefehle durch.

    Hochwertige SUVs und Wohnmobile im Visier

    Die Täter konzentrierten sich gezielt auf teure Fahrzeuge. Besonders häufig verschwanden hochwertige SUV-Modelle wie der Toyota Landcruiser, der Toyota RAV4 sowie Fahrzeuge der Marke Lexus. Auch Wohnmobile gerieten ins Visier der Bande. Die Diebstähle ereigneten sich in zahlreichen Städten, darunter Haan, Neuss, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen.

    Damit zeigt sich erneut, wie mobil und organisiert eine Autodiebe-Bande in NRW agiert. Die Täter nutzten moderne Technik und spezialisiertes Werkzeug, um Fahrzeuge innerhalb kürzester Zeit zu entwenden.

    Ermittlungen durch spezialisiertes Kriminalkommissariat

    Das Kriminalkommissariat 15 der Kreispolizeibehörde Mettmann leitete die landesweiten Ermittlungen. Verdeckte operative Kräfte arbeiteten monatelang in einer eigens eingerichteten Ermittlungskommission. Der Verdacht richtete sich schließlich gegen fünf Männer im Alter von 25 bis 55 Jahren mit moldawisch-rumänischer Staatsangehörigkeit.

    Der mutmaßliche Haupttäter lebte unangemeldet in Velbert, weitere Tatverdächtige hielten sich unter anderem in Dorsten und Wuppertal auf. Die Ermittler deckten zudem ein Netzwerk von Hehlern und Unterstützern auf.

    Werkstatt und Spedition im Fokus

    Nach aktuellem Stand manipulierten die Täter die elektronischen Schnittstellen der Fahrzeuge. Anschließend brachten sie die gestohlenen Autos in eine Werkstatt in Wuppertal. Dort soll ein 45-jähriger Werkstattinhaber gefälschte Fahrzeugidentifikationsnummern eingebracht haben.

    Weitere Ermittlungen führten zu einer Speditionsfirma in Oberhausen. Zwei Brüder stehen im Verdacht, mindestens vier Fahrzeuge per Überseecontainer nach Georgien und Tadschikistan exportieren zu wollen. Die Autodiebe-Bande in NRW agierte damit offenbar international.

    Durchsuchungen und Haftbefehle

    Am Dienstag, dem 3. Februar 2026, vollstreckte die Polizei zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen und Objekte in Velbert, Wuppertal, Essen, Oberhausen, Dorsten und Leidersbach.

    Die Beamten stellten vier weitere mutmaßlich gestohlene Fahrzeuge sicher. Zusätzlich fanden sie Motoren, Fahrzeugteile, professionelles Diebeswerkzeug sowie zahlreiche Datenträger. Zwei Haftbefehle wurden vollstreckt, darunter gegen den Hauptverdächtigen aus Velbert.

    Weitere Auswertungen der sichergestellten Beweismittel laufen. Die Polizei rechnet mit zusätzlichen Tatklärungen.

    Weitere aktuelle Fälle von organisierter Kriminalität findest Du im Bereich News, in der Rubrik Deutschland sowie unter Fahndungen.

    Offizielle Informationen veröffentlicht unter anderem die Polizei NRW sowie die zuständigen Staatsanwaltschaften.

  • Großrazzien in NRW: Ermittler schlagen gegen organisierten Sozialleistungs- und Steuerbetrug zu

    Großrazzien in NRW: Ermittler schlagen gegen organisierten Sozialleistungs- und Steuerbetrug zu

    Organisierter Leistungs- und Steuerbetrug in NRW

    Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Bochum ging am 10. Dezember 2025 in zwei eng verknüpften Ermittlungsverfahren entschieden gegen organisierte Kriminalität vor.

    Seit 2022 führt die Behörde landesweit Verfahren, in denen der Verdacht des Leistungsmissbrauchs besteht. Ermittler verschiedener Behörden handelten zeitgleich und spürten zwei kriminelle Strukturen auf, die unabhängig voneinander, aber über einen gemeinsamen Beschuldigten miteinander verbunden sind. Die Einsätze fanden überwiegend im Ruhrgebiet statt und richteten sich gegen mehrere Beschuldigte, die in großem Stil Sozial- und Steuerleistungen hinterzogen.

    Scheinarbeitsverträge und falsche Wohnungsgeberbestätigungen

    Im ersten Verfahren arbeiteten die Ermittler eng mit dem Hauptzollamt Dortmund, dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW (LBF NRW) sowie der Bundespolizei zusammen. Die Beschuldigten sollen bandenmäßig Dokumente wie Wohnungsgeberbestätigungen und Scheinarbeitsverträge verkauft haben. Diese Unterlagen ermöglichten Käufern den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen, darunter Bürgergeld und Kindergeld. Nach bisherigem Stand veruntreuten die Beschuldigten rund 175.000 Euro an Sozialleistungen.

    Zusätzlich gerieten umfangreiche Renovierungsarbeiten einer von den Verdächtigen betriebenen GmbH in den Fokus. Dort meldete die Bande Arbeiter nicht zur Sozialversicherung an und entrichtete keine Beiträge an die Sozialkasse der Bauwirtschaft. Der Schaden durch hinterzogene Sozialversicherungsbeiträge beträgt etwa 293.000 Euro. Ermittler sprechen von einem strukturierten Vorgehen und klar arbeitsteiligen Abläufen, die das Netzwerk über längere Zeit aufrechterhielt.

    Umsatzsteuerkarussell mit Millionenvolumen

    Das zweite Verfahren richtet sich gegen eine Gruppe, die ein komplexes Umsatzsteuerkarussell betrieben haben soll. Neben dem LBF NRW unterstützten die Polizei Dortmund und das Landeskriminalamt 3 Berlin die Maßnahmen. Die Verdächtigen nutzten ein Geflecht aus Firmen, um Umsatzsteuer künstlich zu verschieben und so in erheblichem Umfang zu verkürzen. Der bisher ermittelte Steuerschaden beläuft sich auf etwa 1,8 Millionen Euro.

    Ermittler betonen, dass diese Form der Steuerkriminalität nur durch professionalisierte Strukturen möglich ist. Das Netzwerk agierte arbeitsteilig, nutzte Scheinfirmen und brachte große Mengen an Waren und Rechnungen in Umlauf, um Finanzämter zu täuschen. Die Ermittlungen laufen weiter und sollen nun die Geldflüsse im Detail nachvollziehen.

    Großaufgebot an Einsatzkräften

    Für beide Einsätze stellte Nordrhein-Westfalen ein beeindruckendes Kräfteaufgebot. Insgesamt beteiligten sich acht Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, 76 Kräfte des LBF, zahlreiche Polizeieinheiten aus Dortmund und Berlin sowie 223 Beschäftigte des Hauptzollamts Dortmund. Auch die Bundespolizei unterstützte die Maßnahmen. Die Behörden beschlagnahmten umfangreiche Unterlagen und digitale Datenträger, um die Strukturen der Netzwerke weiter aufzuklären.

    Weitere Hintermänner und mögliche Verbindungen in andere Bundesländer stehen im Fokus. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Bochum kündigte an, die Ermittlungen mit hoher Intensität fortzuführen. Bürgerinnen und Bürger können Hinweise zu wirtschaftskriminellen Aktivitäten über die offiziellen Meldewege der Bundespolizei und der Polizei NRW einreichen.

    Aktuelle regionale Meldungen finden Leser zudem jederzeit auf blaulichtmyk.de/news/ oder im Bereich Deutschland.

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  • Schlag gegen Schleuser-Clan

    Schlag gegen Schleuser-Clan

    Internationaler Schlag gegen Schleuserbande – Fünf Festnahmen

    Am Mittwochmorgen (6. August 2025) haben Ermittler einen großen Erfolg gegen internationale Schleuser erzielt. Fünf mutmaßliche Mitglieder eines professionellen Schleuser-Netzwerks wurden festgenommen.

    Bundesweite und internationale Razzien

    Die Festnahmen erfolgten zeitgleich in Deutschland, den Niederlanden und Bosnien-Herzegowina.

    Der Einsatz wurde von der Staatsanwaltschaft Weiden und der Bundespolizei koordiniert. Unterstützung kam
    von EUROPOL und EUROJUST.

    Durchsuchungen in Dortmund, Bochum und Houten

    Spezialeinheiten der Bundespolizei durchsuchten drei Wohnungen in Dortmund und Bochum.

    In den Niederlanden wurde ein Objekt in Houten durchsucht. Die Ermittler stellten dabei mehrere Smartphones, Fahrzeuge und geringe Mengen Drogen sicher.

    Ursprung der Ermittlungen in Bayern

    Die Ermittlungen starteten bereits 2021.

    Im Zentrum stand eine mutmaßliche Bande, die vor allem syrische Staatsbürger nach Deutschland schleuste.
    Die Schleusungen liefen größtenteils über die sogenannte Balkanroute.

    40 dokumentierte Schleusungsfälle – mindestens 500 Geschleuste

    Die festgenommenen Männer sind zwischen 26 und 37 Jahre alt.

    Sie besitzen die syrische Staatsangehörigkeit.

    Die Behörden werfen ihnen 40 banden- und gewerbsmäßige Schleusungen vor.
    Dabei wurden mindestens 500 Personen illegal nach Europa gebracht.

    Bis zu 480 Menschen täglich geschleust

    Interne Auswertungen zeigen:

    Die Bande soll sich selbst damit gebrüstet haben, 2022 bis zu 480 Menschen pro Tag geschleust zu haben.
    Die Kosten pro Schleusung lagen zwischen 2.500 und 4.500 Euro.

    Daraus ergab sich ein illegaler Gewinn von mindestens 1,4 Millionen Euro.

    Schätzungen zufolge könnten es sogar rund 10 Millionen Euro gewesen
    sein.

    Komplexes Netzwerk mit internationaler Struktur

    Das Schleusernetzwerk arbeitete grenzüberschreitend.

    Es nutzte moderne Kommunikationsmittel, um Schleusungen aus Deutschland zu planen.

    Auch Bosnien und die Niederlande waren Teil des Netzwerks. Die Ermittlungen erforderten enge
    Abstimmungen zwischen mehreren Ländern.

    Gewaltbereitschaft und Skrupellosigkeit

    Die Ermittlungen belegen erneut:

    Schleuserbanden agieren zunehmend gewaltsam und rücksichtslos. Die Täter setzen Menschenleben aufs Spiel. Gewalt gegenüber Migranten und Konkurrenzbanden ist keine Seltenheit.

    Gemeinsames Ermittlungsteam mit EU-Staaten

    2024 wurde mit Unterstützung von EUROJUST ein gemeinsames Ermittlerteam gegründet.

    Daran beteiligt waren Deutschland, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Polen. Die enge Zusammenarbeit war entscheidend für den Ermittlungserfolg. 

  • Urteil wegen Schleusung mit mehreren Toten

    Urteil wegen Schleusung mit mehreren Toten

    Schuldsprüche im Fall tödlicher Schleusung – Urteil rechtskräftig

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Verurteilungen dreier Angeklagter wegen Einschleusens von Ausländern mit Todesfolge bestätigt. Damit ist das Urteil des Landgerichts rechtskräftig.

    Die Angeklagten wurden in sechs tateinheitlichen Fällen wegen Einschleusens mit Todesfolge sowie
    in 13 weiteren Fällen wegen lebensgefährdender Schleusung verurteilt.
    Der Organisator der Schleusungsfahrt erhielt 14 Jahre Freiheitsstrafe. Zwei weitere Beteiligte wurden zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bzw. Jugendstrafe verurteilt.

    Nach Feststellungen des Landgerichts planten die Angeklagten gemeinsam eine Schleusungsfahrt von Wien nach Deutschland. Ein Kleintransporter mit nur neun regulären Sitzplätzen sollte 22 Personen aus der Türkei und Syrien befördern. Ein Begleitfahrzeug sollte die Aktion vor Polizeikontrollen schützen.

    Als der Transporter in Deutschland kontrolliert werden sollte, versuchte der Fahrer zu fliehen. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit in eine Autobahnausfahrt. Aufgrund der Überladung und des Fahrverhaltens kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

    Mehrere Menschen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Einige starben, andere erlitten schwere bis mittelschwere Verletzungen. Der Fahrer, der angeschnallt war, wurde nur leicht verletzt.

    Er wurde bereits zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

    Die übrigen Angeklagten entfernten sich vor dem Unfall aus Angst vor Entdeckung mit dem Begleitfahrzeug in Richtung Österreich.

    Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs sah in der Revision keine Rechtsfehler. Die Schuldsprüche und Strafen bleiben bestehen.

  • BMW ausgebrannt – Polizei findet Handgranate unter Auto

    BMW ausgebrannt – Polizei findet Handgranate unter Auto

    BMW X6 in Ostheim ausgebrannt – Handgranate unter dem Auto bei Löscharbeiten gefunden und von Spezialisten gesprengt 

    Köln

    Nach dem Brand eines BMW X6 in der Nacht zu Mittwoch (18. September) auf dem Uta-Renn-Platz in Köln-Ostheim haben Polizisten nach dem Feuerwehreinsatz unter dem Auto eine scharfe Handgranate entdeckt. Hinzugezogene Spezialisten des LKA sprengten die Granate am Fundort, da ein sicherer Transport nicht möglich war. Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

    Nach ersten Erkenntnissen hatten Anwohner gegen 2.45 Uhr einen lauten Knall gehört, den brennenden Wagen auf dem Parkplatz bemerkt und den Notruf gewählt. Für die Einsatzmaßnahmen hatten Polizisten den Bereich zwischen der Rösrather Straße und der Ludwig-Ronig-Straße bis 8 Uhr großräumig abgesperrt.

    Die Spurensicherung sowie erste Ermittlungen am Brandort sind abgeschlossen. Wegen möglicher Bezüge zur organisierten Kriminalität hat das Kriminalkommissariat 21 die Ermittlungen übernommen.

    Die Polizei sucht Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 21 unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. (sw/de)