Schlagwort: Paketbranche

  • Paketdienstleister im Visier des Koblenzer Zolls

    Paketdienstleister im Visier des Koblenzer Zolls

    Zoll kontrolliert Paketbranche bundesweit – Mehrere Verfahren im Raum Koblenz eingeleitet

    Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls hat am 6. Mai 2026 eine bundesweite Schwerpunktprüfung in der Kurier-, Express- und Paketbranche durchgeführt. Ziel der Kontrollen war die Überprüfung arbeitsrechtlicher Vorschriften sowie die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns.

    Für Beschäftigte in dieser Branche gelten besondere gesetzliche Vorgaben. Dazu zählen unter anderem die Pflicht zum Mitführen von Ausweisdokumenten, die ordnungsgemäße Führung von Arbeitszeitnachweisen sowie die Anmeldung zur Sozialversicherung ab dem ersten Beschäftigungstag.

    80 Einsatzkräfte des Zolls im Bereich Koblenz unterwegs

    Im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Koblenz kontrollierten rund 80 Zöllnerinnen und Zöllner an den Standorten Koblenz, Mainz und Trier zahlreiche Betriebe und Beschäftigte.

    Nach Angaben des Zolls überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr als 260 Personen und befragte diese zu ihren Beschäftigungsverhältnissen. Dabei stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Sachverhalte fest, die nun weiter geprüft werden müssen.

    Verdacht auf Mindestlohnverstöße und Schwarzarbeit

    Im Fokus der Ermittlungen steht unter anderem die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns von derzeit 13,90 Euro pro Stunde. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht in mehreren Fällen der Verdacht, dass Mindestlohnvorschriften missachtet wurden.

    Besonders problematisch seien laut Zoll unbezahlte Überstunden, nicht vergütete Beladezeiten sowie Fahrten zwischen Paketzentren und dem ersten Zustellort. Bereits bei früheren Kontrollen hatte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ähnliche Verstöße festgestellt.

    Darüber hinaus besteht bei einem Großteil der festgestellten Sachverhalte der Verdacht der Beitragsvorenthaltung und damit der Schwarzarbeit.

    Vier Strafverfahren bereits eingeleitet

    Wie Thomas Molitor, Pressesprecher des Hauptzollamts Koblenz, mitteilte, wurden noch während der Kontrolle vier Strafverfahren sowie 23 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

    „Vor Ort wurden bereits vier Strafverfahren und 23 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei den eingeleiteten Strafverfahren haben wir u. a. den Verdacht, dass gegen aufenthaltsrechtliche Vorschriften verstoßen wurde“, erklärte Molitor.

    Die weiteren Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern derzeit an.

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  • Zoll kontrolliert Paketbranche bundesweit: Über 2.900 Einsatzkräfte gegen Schwarzarbeit im Einsatz

    Zoll kontrolliert Paketbranche bundesweit: Über 2.900 Einsatzkräfte gegen Schwarzarbeit im Einsatz

    Zoll kontrolliert Paketbranche bundesweit

    Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) führt

    heute im gesamten Bundesgebiet umfangreiche Schwerpunktprüfungen in der Kurier-, Express- und Paketbranche durch. Insgesamt sind mehr als 2.900 Beschäftigte aller Hauptzollämter im Einsatz.

    Die Maßnahmen richten sich gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigungsverhältnisse. Dabei kontrollieren die Einsatzkräfte sämtliche Tätigkeiten der Branche. Im Fokus stehen unter anderem das Sammeln, Transportieren, Umschlagen und Zustellen von Paketsendungen.

    Kontrollen in Zustellzentren und Depots

    Die Beschäftigten des Zolls führen ihre Prüfungen insbesondere in Transportbereichen, Depots sowie Verteilzentren durch. Die Kontrollen erfolgen durch Personenbefragungen und die Überprüfung von Geschäftsunterlagen.

    Nach Angaben der Finanzkontrolle Schwarzarbeit stellen die Einsatzkräfte regelmäßig Verstöße gegen arbeitsrechtliche Vorgaben fest. Besonders häufig betreffen diese den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 13,90 Euro pro Stunde.

    Mindestlohnverstöße im Fokus

    Nach Erkenntnissen des Zolls werden Arbeitszeiten teilweise nicht oder nur unvollständig vergütet. Dazu zählen beispielsweise Überstunden, Zeiten für das Beladen der Fahrzeuge oder Fahrten zwischen Paketzentren und dem ersten Zustellort.

    Außerdem beobachten die Behörden verstärkt den Einsatz von Subunternehmen. Diese Konstruktionen dienen laut Zoll teilweise dazu, Sozialversicherungsbeiträge vorzuenthalten oder Steuern zu hinterziehen.

    Zunehmend Beschäftigte aus Drittstaaten

    Das eingesetzte Personal stammt nach Angaben der Behörden häufig aus EU-Mitgliedstaaten. Gleichzeitig steigt jedoch auch der Anteil von Beschäftigten aus Drittstaaten.

    Die bundesweiten Maßnahmen dauern noch bis in die Abendstunden an. Erste vorläufige Ergebnisse der Schwerpunktprüfung will der Zoll spätestens Ende der Woche in einer gesonderten Pressemitteilung veröffentlichen.

    Weitere Informationen zum Thema Schwarzarbeit und Zollkontrollen finden Sie auch auf der offiziellen Webseite des Zolls.

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