Schlagwort: Razzia

  • Schusswaffen-Razzia in Berlin: Polizei durchsucht Wohnungen mit Großaufgebot

    Schusswaffen-Razzia in Berlin: Polizei durchsucht Wohnungen mit Großaufgebot

    Schusswaffen-Razzia in Berlin 

    Seit den frühen Morgenstunden läuft in Berlin eine großangelegte Schusswaffen-Razzia. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen mit einem massiven Aufgebot gegen die zunehmende Schusswaffenkriminalität in der Hauptstadt vor.

    Nach Angaben der Behörden vollstrecken die Einsatzkräfte seit 6 Uhr mehrere Durchsuchungsbeschlüsse gleichzeitig. Rund 20 Wohnungen und Objekte stehen im Fokus der Ermittlungen. Mehr als 500 Einsatzkräfte sind beteiligt.

    SEKs und GSG 9 im Großeinsatz

    An der Schusswaffen-Razzia in Berlin beteiligen sich neben der Berliner Polizei auch Spezialeinsatzkommandos aus mehreren Bundesländern. Zudem unterstützt die GSG 9 die Maßnahmen.

    Im Rahmen der Einsätze wurden mehrere Haftbefehle vollstreckt. Die Ermittlungen richten sich gegen mutmaßliche Täter aus dem Bereich der organisierten Kriminalität und Schusswaffendelikte.

    Weitere Informationen der Berliner Polizei finden Sie auf der offiziellen Webseite der Polizei Berlin.

    Polizei reagiert auf steigende Gewalt

    Die Behörden sehen die Razzia als direkte Reaktion auf die steigende Zahl von Schüssen und bewaffneten Auseinandersetzungen in Berlin. In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Vorfälle die Sicherheitslage in der Hauptstadt verschärft. 

    LKA gründete Sondereinheit „Ferrum“

    Bereits im November 2025 hatte das Landeskriminalamt auf die Entwicklung reagiert und die Sondereinheit „Ferrum“ gegründet. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Eisen“.

    Auch die Berliner Staatsanwaltschaft richtete mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ eine eigene Spezialeinheit ein. „Telum“ steht lateinisch für „Angriffswaffe“.

    Die Zahlen zeigen die dramatische Entwicklung deutlich: Im Jahr 2025 registrierte die Berliner Polizei insgesamt 1119 Schusswaffendelikte. Im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei 666 Fällen.

    Aktuelle Nachrichten aus Deutschland finden Sie auch in unserer Rubrik Deutschland.

    Weitere Polizeimeldungen lesen Sie außerdem unter News.

    Informationen der Berliner Staatsanwaltschaft finden Sie auf der offiziellen Webseite der Staatsanwaltschaft Berlin

  • Großrazzia gegen Rechtsextremisten: Polizei zerschlägt bundesweites Netzwerk

    Großrazzia gegen Rechtsextremisten: Polizei zerschlägt bundesweites Netzwerk

    Großrazzia gegen rechtsextremes Musiknetzwerk: Polizei stellt tausende Tonträger, Szene-Merch und Sprengkörper sicher

    Die Zentrale Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen führt unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Göttingen seit Februar 2025 ein verdecktes Ermittlungsverfahren. Im Zentrum stehen sechs Beschuldigte aus Deutschland und der Schweiz. Die Ermittler prüfen den Verdacht des Handels mit volksverhetzenden Tonträgern und rechtsextremistischen Szeneartikeln sowie Verstöße gegen das Vereinsverbot.

    Im Fokus stehen dabei insbesondere Artikel der in Deutschland verbotenen Organisationen „Blood & Honour“ und „Combat 18“. Zusätzlich ermittelt die Polizei wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz sowie wegen des Handels mit unerlaubten Dopingmitteln und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

    Ermittlungen starteten nach Hinweisen aus Oldenburg

    Den Ursprung nahm das Verfahren durch Erkenntnisse aus einem Ermittlungskomplex der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Oldenburg. Dort liefen bereits seit Oktober 2023 Ermittlungen gegen ein rechtsextremes Musiknetzwerk. In der Folge verdichteten sich Hinweise, dass ein Hauptbeschuldigter große Mengen an illegaler Ware aus dem Ausland bestellte, selbst herstellte und gezielt an Personen aus der rechtsextremen Szene weiterverkaufte.

    Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Hauptbeschuldigte mindestens fünf weitere Personen in die Strukturen eingebunden haben. Diese sollen Ware gelagert und in seinem Auftrag verkauft haben. Neben Szeneartikeln ging es auch um rechtsextreme Musik mit volksverhetzenden Passagen. Damit rückte die Razzia gegen ein rechtsextremes Musiknetzwerk immer stärker in den Fokus der Ermittler.

    Durchsuchungen in elf Objekten – auch in der Schweiz

    Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, vollstreckten Einsatzkräfte Durchsuchungsbeschlüsse in insgesamt elf Objekten. Die Maßnahmen fanden in fünf Bundesländern sowie in der Schweiz statt. Betroffen waren unter anderem drei Objekte in Niedersachsen sowie weitere Liegenschaften in Thüringen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Schweiz.

    Die Razzia gegen ein rechtsextremes Musiknetzwerk führte zur Sicherstellung mehrerer tausend rechtsextremistischer Tonträger, darunter CDs und Schallplatten. Außerdem fanden die Beamten große Mengen an Szeneartikeln wie Pins, Schlüsselbänder, Kleidung, Sticker und weiteres Merchandise. Auf den Gegenständen befanden sich unter anderem Hakenkreuze, Reichsadler, SS-Totenköpfe, Hitler-Figuren sowie Schriftzüge von „Blood & Honour“.

    Auch Waffen, Sprengkörper und Dopingmittel sichergestellt

    Zusätzlich stellten die Ermittler Dopingpräparate, verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie erlaubnispflichtige Sprengkörper sicher. Außerdem wurden mehrere Schlagringe, eine Schreckschusspistole und zahlreiche elektronische Kommunikationsmittel beschlagnahmt. Aufgrund der aufgefundenen Sprengkörper kamen unter anderem Delaborierer des LKA Thüringen zum Einsatz.

    In Thüringen durchsuchten die Einsatzkräfte zudem eine Lagerhalle, die nach Ermittlungsstand als Szene-Treffpunkt der örtlichen rechtsextremistischen Szene identifiziert worden war. Damit bekam die Razzia gegen ein rechtsextremes Musiknetzwerk auch eine wichtige Bedeutung für die Bekämpfung regionaler Strukturen.

    Über 100 Einsatzkräfte im Einsatz – Haftbefehl gegen Hauptbeschuldigten

    An der großangelegten Durchsuchungsaktion waren über 100 Einsatzkräfte beteiligt. Gegen den 43 Jahre alten Hauptbeschuldigten erließ das Amtsgericht Göttingen am Folgetag einen Haftbefehl. Dieser wurde jedoch gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

    Die Ermittlungen dauern aktuell an. Rückfragen sollen laut Behördenangaben direkt an die Staatsanwaltschaft Göttingen gerichtet werden.

    Weitere Meldungen aus dem Bereich Polizei und Ermittlungen findest Du jederzeit in unserer Rubrik News sowie unter Deutschland.

    Offizielle Informationen zu Ermittlungen und Strafverfahren stellt unter anderem die Staatsanwaltschaft Göttingen bereit.

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  • Razzia wegen Kinderp….! Französische Justiz ermittelt gegen X

    Razzia wegen Kinderp….! Französische Justiz ermittelt gegen X

    Frankreich ermittelt gegen X: Razzia in Paris – Musk und Yaccarino zur Anhörung geladen

    Paris – Die französische Justiz geht gegen den Online-Dienst X von US-Tech-Milliardär Elon Musk (54) vor. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Behörden die Büros von X in Paris. Zudem lud die Pariser Staatsanwaltschaft Musk sowie die frühere X-Geschäftsführerin Linda Yaccarino (62) für den 20. April zu einer Anhörung vor.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft weitete sie die Untersuchungen aus, nachdem Beschwerden über den auf der Plattform eingesetzten KI-Chatbot Grok eingegangen waren. Die Ermittler prüfen nun mehrere schwerwiegende Vorwürfe, darunter den Verdacht der Beihilfe zur Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Außerdem steht der Vorwurf im Raum, dass über X sexuell explizite Deepfakes verbreitet wurden, die Persönlichkeitsrechte verletzen könnten.

    Verdacht auf Missbrauch von Algorithmen und unzulässige Datenverarbeitung

    Die Razzia steht zugleich im Zusammenhang mit einer seit rund einem Jahr laufenden Untersuchung. Dabei geht es um den Verdacht, dass X oder Verantwortliche des Unternehmens Algorithmen missbraucht und Daten möglicherweise unzulässig verarbeitet haben könnten. Elon Musk hatte die ursprünglichen Vorwürfe im Juli zurückgewiesen und von einer politisch motivierten strafrechtlichen Untersuchung gesprochen. Eine aktuelle Stellungnahme von X lag zunächst nicht vor.

    Die Staatsanwaltschaft betonte, das Verfahren verfolge einen „konstruktiven Ansatz“. Ziel sei es, sicherzustellen, dass die Plattform in Frankreich die geltenden Gesetze einhält. Die Ermittlungen führt die Cybercrime-Einheit der Behörde. Bei der Durchsuchung unterstützten die französische Polizei sowie Europol.

    Staatsanwaltschaft setzt künftig auf LinkedIn und Instagram

    Auffällig: Die Pariser Staatsanwaltschaft kündigte an, ihre Kommunikation künftig nicht mehr über X zu verbreiten. Stattdessen will sie Informationen und Updates über LinkedIn und Instagram veröffentlichen. Damit setzt die Behörde ein deutliches Zeichen in einem Verfahren, das europaweit Aufmerksamkeit auslösen dürfte.

    Bislang keine Anklagen gegen Einzelpersonen

    Die Untersuchungen richten sich aktuell gegen X als Unternehmen. Gegen einzelne Verantwortliche erhoben die Ermittler bislang keine Anklagen. Zu möglichen rechtlichen Konsequenzen äußerte sich die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Dennoch dürfte das Verfahren den Druck auf die Plattform weiter erhöhen – gerade im sensiblen Bereich von KI-Systemen, Empfehlungsalgorithmen und dem Umgang mit illegalen Inhalten.

    X steht in Europa seit Längerem unter Beobachtung

    In Europa steht X bereits seit Monaten im Fokus verschiedener Behörden. Die französische Medienaufsicht Arcom reichte im Januar Beschwerden bei der EU-Kommission ein und warf der Plattform vor, ihren Empfehlungsalgorithmus manipuliert zu haben. Außerdem untersucht die EU-Kommission seit Dezember 2023 mögliche Verstöße gegen den Digital Services Act, insbesondere im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Desinformation.

    Elon Musk besitzt das Netzwerk seit Oktober 2022. Für die Übernahme zahlte er rund 44 Milliarden Dollar (heute etwa 37 Milliarden Euro). Seitdem steht X immer wieder in der Kritik – sowohl wegen inhaltlicher Moderation als auch wegen der technischen und strategischen Ausrichtung der Plattform.

    Weitere Meldungen aus dem Bereich Social Media, Cybercrime und Ermittlungen findest Du in unserer Rubrik News sowie unter Deutschland.

    Offizielle Informationen und Hintergründe bieten zudem Behörden wie Europol sowie die französische Justiz.

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  • Geldwäscheverdacht: Razzien bei der Deutschen Bank in Frankfurt und Berlin

    Geldwäscheverdacht: Razzien bei der Deutschen Bank in Frankfurt und Berlin

    Geldwäsche-Razzia bei der Deutschen Bank: BKA durchsucht Zentrale in Frankfurt – Spur führt zu Roman Abramowitsch

    Frankfurt/Berlin – Eine Geldwäsche-Razzia bei der Deutschen Bank sorgt aktuell für große Aufmerksamkeit: Das Bundeskriminalamt (BKA) durchsucht die Konzernzentrale des Geldhauses in Frankfurt am Main sowie weitere Räumlichkeiten in Berlin. Im Raum steht der Verdacht der Geldwäsche, wie mehrere Medien berichten.

    Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt dabei gegen unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter.

    Nach ersten Informationen begann die Maßnahme am Mittwochvormittag gegen 10 Uhr. Demnach betraten rund 30 Ermittler in Zivil das Gebäude der Deutschen Bank in Frankfurt. Im Fokus stehen offenbar frühere Geschäftsbeziehungen des Instituts zu ausländischen Gesellschaften, die unter Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben. Damit rückt die Geldwäsche-Razzia bei der Deutschen Bank erneut in den Mittelpunkt einer sensiblen Debatte rund um Compliance und Kontrollmechanismen großer Finanzhäuser.

    Staatsanwaltschaft nennt keine Details zu Umfang und Transaktionen

    Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt erklärte, dass aktuell keine weiteren Angaben möglich seien. Wörtlich hieß es: „Zu dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank AG erfolgten Transaktionen und deren Umfang sowie zu den Gesellschaften selbst, können keine weiteren Angaben gemacht werden.“

    Auch die Deutsche Bank selbst bestätigte die Durchsuchungen. Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit: „Wir bestätigen, dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt wird. Die Bank arbeitet vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen.“

    Worum geht es bei den Durchsuchungen genau?

    Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ sollen die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch stehen. Abramowitsch (59), früherer Eigentümer des Fußballklubs FC Chelsea, steht seit März 2022 im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf der Sanktionsliste der EU. Medienberichten zufolge war er in der Vergangenheit Kunde bei der Deutschen Bank.

    Das mögliche Problem für das Frankfurter Geldhaus: Nach SZ-Informationen soll die Bank es versäumt haben, eine oder mehrere Verdachtsmeldungen zu Firmen aus dem Umfeld Abramowitschs rechtzeitig abzugeben. Genau hier setzt die Geldwäsche-Razzia bei der Deutschen Bank an, denn bei Finanztransaktionen mit auffälligen Mustern greifen strenge Meldepflichten.

    Ungünstiger Zeitpunkt für Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing

    Brisant: Die Durchsuchung kommt für die Deutsche Bank zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Bereits am Donnerstag will Vorstandschef Christian Sewing (55) den höchsten Gewinn seit vielen Jahren präsentieren. Doch statt positiver Schlagzeilen drohen nun kritische Fragen zur internen Kontrolle, zu möglichen Versäumnissen und zur Rolle des Instituts bei früheren Geschäftsbeziehungen.

    Für die Bank bedeutet die Geldwäsche-Razzia bei der Deutschen Bank nicht nur ein akutes Ermittlungsverfahren, sondern auch ein erhebliches Reputationsrisiko. Denn gerade international agierende Banken stehen seit Jahren unter besonderer Beobachtung, wenn es um Geldwäscheprävention und Sanktionstreue geht.

    Einordnung: Warum solche Ermittlungen besonders sensibel sind

    Ermittlungen wegen möglicher Geldwäsche treffen Banken besonders hart, weil sie das Vertrauen von Kunden, Investoren und Behörden direkt berühren. Gleichzeitig gelten für Finanzinstitute umfangreiche Regeln zur Überwachung von Transaktionen, zur Identifizierung von Kunden und zur Abgabe von Verdachtsmeldungen. Wenn Behörden in diesem Bereich eingreifen, prüfen sie häufig, ob interne Prozesse ausreichend funktioniert haben oder ob es Lücken gab.

    Weitere Informationen und Hintergründe zu Ermittlungen und Polizeieinsätzen findest Du auch in unserem Bereich News sowie in der Rubrik Deutschland.

    Offizielle Hinweise und aktuelle Informationen zu Ermittlungen und Sicherheitslage veröffentlicht unter anderem das Bundeskriminalamt. Details zu Ermittlungsverfahren nennt zudem häufig die zuständige Staatsanwaltschaft Frankfurt.

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  • Razzia wegen Verdacht auf Kindesmissbrauch

    Razzia wegen Verdacht auf Kindesmissbrauch

    Razzia wegen Verdacht auf Kindesmissbrauch: Ermittler durchsuchen Wohnungen in Saarland und Rheinland-Pfalz

    Saarländische Ermittler haben eine Razzia wegen Verdacht auf Kindesmissbrauch und mutmaßlicher Herstellung sowie Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen durchgeführt. Die Einsatzkräfte durchsuchten nach Behördenangaben zehn Wohnungen im Saarland und eine Wohnung in Rheinland-Pfalz. Die Aktion lief am Mittwoch, 17. Dezember 2025, zeitgleich an mehreren Orten an.

    Im Mittelpunkt stehen Ermittlungen zu sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige. Die Behörden nennen dabei auch den Verdacht eines schweren sexuellen Missbrauchs an mindestens einem 13-jährigen Jungen. Gleichzeitig sichern die Ermittler digitale Spuren, denn die Auswertung von Datenträgern spielt in solchen Verfahren eine zentrale Rolle.

    Fünf Beschuldigte im Fokus der Ermittlungen

    Die Ermittlungen richten sich gegen eine Gruppe mit fünf Personen aus dem Regionalverband Saarbrücken und aus dem Bereich Kaiserslautern. Nach derzeitigem Stand gehören dazu zwei Frauen im Alter von 22 und 24 Jahren sowie drei Männer im Alter von 27, 50 und 75 Jahren.

    Ein 50-jähriger Mann aus dem Raum Saarbrücken nahmen die Einsatzkräfte vorläufig fest. Ein Richter erließ einen Haftbefehl, deshalb sitzt der Mann inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittler führen die Ermittlungen weiter, denn sie prüfen auch, ob weitere Tatverdächtige beteiligt sind.

    Große Datenmengen und weitere Spuren

    Bei Durchsuchungen sichern Ermittler regelmäßig Handys, Computer und Speichermedien. Danach beginnt die Arbeit der IT-Forensik: Spezialisten werten Daten aus, rekonstruieren Chats und prüfen Inhalte. Genau deshalb dauert die Aufarbeitung oft lange, obwohl der Zugriff selbst innerhalb weniger Stunden abgeschlossen ist.

    Das Landeskriminalamt im Saarland koordiniert die Maßnahmen. Gleichzeitig arbeiten die Ermittler länderübergreifend, weil Spuren und Kontakte nicht an Landesgrenzen enden. Eine Razzia wegen Verdacht auf Kindesmissbrauch kann deshalb nur dann Wirkung entfalten, wenn Polizei und Justiz eng zusammenarbeiten und Hinweise konsequent verfolgen.

    Hinweise und Ansprechpartner

    Wer relevante Beobachtungen gemacht hat, sollte sie direkt an die zuständigen Stellen weitergeben. Ansprechpartner im Saarland finden Betroffene und Zeugen auf der offiziellen Kontaktseite der Polizei: Polizei Saarland – Ansprechpartner. In Rheinland-Pfalz informiert außerdem die Justiz über Zuständigkeiten, unter anderem über die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern.

    Weitere Polizeimeldungen aus den Bundesländern findest Du auch in unseren Bereichen Deutschland und RLP.

    Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

  • Großrazzia gegen illegales Glücksspiel: Polizei durchsucht 21 Objekte im nördlichen Rheinland-Pfalz

    Großrazzia gegen illegales Glücksspiel: Polizei durchsucht 21 Objekte im nördlichen Rheinland-Pfalz

    Großrazzia gegen illegales Glücksspiel im nördlichen Rheinland-Pfalz

    Das Polizeipräsidium Koblenz leitete am Dienstagabend, 09.12.2025, einen groß angelegten Einsatz zur Bekämpfung der Glücksspielkriminalität. Unter Führung der Polizeidirektion Neuwied durchsuchten Einsatzkräfte zeitgleich 21 Objekte in mehreren Landkreisen und Städten des nördlichen Rheinland-Pfalz. Ziel war es, illegale Glücksspielstrukturen aufzudecken und Beweismittel zu sichern.

    21 Durchsuchungen in acht Städten und Gemeinden

    Die Polizei durchsuchte Gaststätten, Cafés und Privatwohnungen in Neuwied, Linz am Rhein, Bad Hönningen, Selters, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bad Honnef, Troisdorf und St. Augustin. Ermittler der Kriminalinspektionen Neuwied, Mayen, Montabaur und Koblenz arbeiteten dabei eng mit Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik zusammen. Gleichzeitig führten Beamte präventive Glücksspielkontrollen in Koblenz und Bad Neuenahr-Ahrweiler durch.

    Rund 200 Einsatzkräfte sowie zuständige Ordnungsbehörden beteiligten sich an der Aktion. In den Objekten traf die Polizei etwa 120 Personen an, die teilweise mutmaßlich an illegalen Glücksspielen teilnahmen.

    Illegale Automaten und hohe Bargeldbeträge sichergestellt

    Die Einsatzkräfte stellten 75 nicht zugelassene Glücksspielautomaten sicher. Zudem fanden sie rund 75.000 Euro Bargeld, das mutmaßlich aus illegalen Spielbetrieben stammt. Die Großrazzia gegen illegales Glücksspiel zeigt die Breite des Einsatzes und die Bedeutung für die regionale Kriminalitätsbekämpfung.

    Derzeit laufen elf Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Koblenz. Sie richten sich gegen zehn Beschuldigte unterschiedlicher Nationalitäten. Ihnen wird vorgeworfen, ohne behördliche Erlaubnis gewerbsmäßig öffentliches Glücksspiel angeboten zu haben. Dieses Vorgehen erfüllt den Straftatbestand nach § 284 Abs. 1 StGB und kann mit Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren geahndet werden.

    Festnahme nach Verdacht der Automatenaufstellung

    Während der Durchsuchungen erhärtete sich der Verdacht gegen einen in Troisdorf wohnhaften Mann. Er soll mehrere illegale Glücksspielautomaten im nördlichen Rheinland-Pfalz aufgestellt haben. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest. Am Mittwoch, 10.12.2025, erließ die Haftrichterin des Amtsgerichts Koblenz Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr.

    Weitere Ermittlungen wegen Waffenfund

    In einem der Objekte entdeckten Einsatzkräfte eine Schusswaffe. Dieser Fund führte zu einem zusätzlichen Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Auch diese Spur prüfen die Ermittler intensiv.

    Auswertung der Beweise läuft

    Die Polizei wertet nun zahlreiche sichergestellte Gegenstände aus, darunter Datenträger, Unterlagen und Aufzeichnungen. Die Fokus-Keyphrase „Großrazzia gegen illegales Glücksspiel“ verdeutlicht, wie komplex die Ermittlungen sind. Staatsanwaltschaft und Polizei hoffen auf weitere Erkenntnisse zu möglichen Verbindungen zwischen den bislang getrennt geführten Ermittlungsverfahren.

    Weitere Informationen zu regionalen Einsätzen veröffentlicht BlaulichtMYK. Allgemeine Hintergründe zur Polizeiarbeit in Rheinland-Pfalz finden sich zudem beim Landespolizeipräsidium.

  • Zwei Iraker wegen IS-Mitgliedschaft festgenommen – Razzien in vier Bundesländern

    Zwei Iraker wegen IS-Mitgliedschaft festgenommen – Razzien in vier Bundesländern

    Festnahme von IS-Mitgliedern

    Bundesanwaltschaft lässt zwei Iraker festnehmen

    Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag zwei mutmaßliche Mitglieder der Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Die Polizei griff in Trier (Rheinland-Pfalz) sowie in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) zu. Am Mittwoch bestätigte der Generalbundesanwalt die Maßnahmen und erläuterte die Hintergründe der Ermittlungen. Beide Beschuldigten stammen aus dem Irak und sollen sich aktiv am IS beteiligt haben.

    Ermittler werfen den Männern vor, sich in den Jahren 2016 und 2017 jeweils über mehrere Monate dem IS angeschlossen zu haben. Die Bundesanwaltschaft betont, dass die Gruppierung in dieser Zeit zahlreiche Kriegsverbrechen beging und systematisch Gewalt gegen Zivilisten einsetzte. Die nun festgenommenen Beschuldigten sollen in diese Strukturen eingebunden gewesen sein.

    Ermittlungen gegen Muthana S. und Kais S. J.

    Den Angaben der Bundesanwaltschaft zufolge agierte Kais S. J. innerhalb eines sogenannten Scharia-Komitees des IS. Dort soll er organisatorische Aufgaben übernommen und die Durchsetzung der extremistischen Ideologie unterstützt haben. Sein Landsmann Muthana S. soll hingegen als Kämpfer eingesetzt worden sein und somit aktiv an bewaffneten Operationen teilgenommen haben.

    Beide Iraker befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Beamte führten sie noch am Dienstag einem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vor. Die Haftbefehle stützen sich auf den dringenden Tatverdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland.

    Razzien in mehreren Bundesländern

    Parallel zu den Festnahmen durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei mehrere Wohnungen. Die Maßnahmen fanden in Köln (Nordrhein-Westfalen), Chemnitz (Sachsen) und Wittmund (Niedersachsen) statt. Dort leben drei weitere Beschuldigte, die laut Bundesanwaltschaft in Verbindung zu den beiden festgenommenen Männern stehen sollen.

    Die Ermittler stellten zahlreiche Beweismittel sicher, darunter elektronische Datenträger, Unterlagen und Kommunikationsgeräte. Diese Funde sollen nun ausgewertet werden, um mögliche Strukturen, Unterstützer und Aufenthaltsorte weiterer Beteiligter zu identifizieren. Die Bundesanwaltschaft führt die Ermittlungen fort und prüft, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

    Hintergrund: Hoher Ermittlungsdruck gegen IS-Strukturen

    Die Festnahmen zeigen den anhaltenden Druck deutscher Sicherheitsbehörden auf mutmaßliche Unterstützer und Mitglieder islamistischer Terrororganisationen. Seit Jahren verfolgt die Bundesanwaltschaft Hinweise auf Personen, die aus Krisengebieten nach Deutschland eingereist sind und zuvor für den IS tätig gewesen sein sollen. Der Fokus liegt dabei sowohl auf Kämpfern als auch auf Funktionären und Personen, die organisatorische Aufgaben übernahmen.

    Weitere Informationen zu aktuellen Sicherheitslagen und Ermittlungsmaßnahmen finden sich auf blaulichtmyk.de/news/. Offizielle Hinweise zu bundesweiten Terrorismusverfahren stellt zudem die Bundesanwaltschaft bereit.

  • Großrazzia gegen 17 Polizisten wegen mutmaßlicher Körperverletzung im Amt

    Großrazzia gegen 17 Polizisten wegen mutmaßlicher Körperverletzung im Amt

    Frankfurt: Razzia gegen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt

    Am frühen Freitagmorgen haben Ermittler in Frankfurt am Main eine groß angelegte Razzia gegen Polizisten durchgeführt. Insgesamt durchsuchten Einsatzkräfte vier Dienststellen und 21 Privatwohnungen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen fünf Polizistinnen und zwölf Polizisten des 1. Reviers wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt, Strafvereitelung im Amt und Verfolgung Unschuldiger.

    Ermittlungen gegen 17 Beamte des 1. Polizeireviers

    Die Durchsuchungen richteten sich gegen Polizeikräfte im Alter zwischen 24 und 56 Jahren, die im Streifendienst oder in leitenden Funktionen tätig waren. Laut Staatsanwaltschaft sollen einige Beamte Anfang des Jahres sechs festgenommenen Männern unrechtmäßig körperliche Gewalt zugefügt oder solche Handlungen ihrer Kollegen geduldet haben. Zudem sollen sie die Vorfälle nicht angezeigt haben.

    Bei der Razzia stellten Ermittler Mobiltelefone und Datenträger sicher. Auswertungen von Videoüberwachungen im Revier, Bodycams und öffentlicher Überwachungstechnik sollen Beweise für die mutmaßlichen Übergriffe liefern. In mehreren Fällen erkannten Kollegen das Fehlverhalten auf den Aufnahmen und meldeten es den Behörden.

    Videobeweise belasten Beamte schwer

    Die Ermittlungen umfassen laut Staatsanwaltschaft sechs Fallkomplexe mit 22 Tatvorwürfen wegen Körperverletzung im Amt, vier Komplexe mit 11 Tatvorwürfen wegen Strafvereitelung im Amt sowie fünf Komplexe mit 14 Tatvorwürfen wegen Verfolgung Unschuldiger. Insgesamt stehen 17 Polizeibedienstete im Zentrum der Untersuchung.

    Verdacht der Vertuschung von Polizeigewalt

    Nach bisherigen Erkenntnissen sollen einige Beamte gegen fünf der verletzten Personen Scheinverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet haben. Damit wollten sie offenbar die eigene Gewaltanwendung nachträglich rechtfertigen. Rund 150 Kräfte des Hessischen Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Frankfurt waren an der Aktion beteiligt. Hinweise auf ein extremistisches Motiv liegen derzeit nicht vor.

    Skandal-Revier erneut im Fokus

    Das 1. Polizeirevier auf der Zeil gerät damit erneut in den Fokus der Justiz. Bereits 2018 erschütterte die rechtsextreme Chatgruppe „Itiotentreff“ das Revier. Damals löste der Skandal eine landesweite Debatte über rechtsextreme Tendenzen in der Polizei aus. Später kamen weitere Vorwürfe wegen Mobbings, Ausgrenzung und Pflichtverletzungen hinzu.

    Die Ermittlungen dauern an. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt kündigte an, am Mittag weitere Details bekanntzugeben. Eine offizielle Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt soll im Laufe des Tages folgen.

  • Baby verhungert – Ermittlungen gegen Jugendamt laufen

    Baby verhungert – Ermittlungen gegen Jugendamt laufen

    Razzia beim Jugendamt Dithmarschen

    Ein tragisches Familiendrama erschüttert Schleswig-Holstein: In Brunsbüttel wurde ein vier Monate altes Baby tot in ihrem Elternhaus gefunden. Die Obduktion ergab, dass das Baby verhungert ist. Nun stehen nicht nur die Eltern im Fokus der Ermittlungen, sondern auch das zuständige Jugendamt Dithmarschen.

    Eltern in Untersuchungshaft wegen Mordverdachts

    Die Mutter (24) und der Vater (24) des Babys sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen Mordverdachts ermittelt. Die Familie hatte bereits zuvor Schwierigkeiten bei der Versorgung ihrer Kinder. Neben dem Säugling leben noch Zwillingsmädchen, die im Dezember drei Jahre alt werden. Sie befinden sich inzwischen in einer Betreuungseinrichtung.

    Ermittlungen gegen Jugendamt Dithmarschen

    Wie die Staatsanwaltschaft Itzehoe bestätigte, richtet sich ein Ermittlungsverfahren auch gegen einen Mitarbeiter des Jugendamtes Dithmarschen. Es geht um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen. Dieser Vorwurf bezieht sich nicht nur auf den Säugling, sondern auf alle drei Kinder der Familie.

    Im Zuge der Ermittlungen haben Beamte sowohl das Jugendamt in Heide als auch die private Wohnung des Mitarbeiters durchsucht, um Beweise sicherzustellen.

    Oma hatte schon vor einem Jahr gewarnt

    Besonders brisant: Bereits vor einem Jahr hatte die Großmutter des Babys das Jugendamt alarmiert. In einer Mitteilung heißt es, dass mehrere Familienmitglieder und weitere Personen in Kontakt mit der Behörde standen. Dennoch sei keine ausreichende Hilfe erfolgt. Die Familie wirft dem Amt komplettes Versagen vor.

    Kritik am Umgang mit Kinderschutzfällen

    Der Fall sorgt für große Bestürzung in der Region und darüber hinaus. Er wirft erneut Fragen auf, wie konsequent Jugendämter eingreifen, wenn Kinder in Gefahr geraten. Offiziell äußert sich der Kreis Dithmarschen aufgrund des laufenden Verfahrens derzeit nicht zum Einzelfall.

    Mehr aktuelle Meldungen finden Sie auch in unserer News-Rubrik sowie im Bereich Deutschland.

  • Razzia bei Nestlé Frankreich: Verdacht auf Wasserbetrug mit Mineralwasser

    Razzia bei Nestlé Frankreich: Verdacht auf Wasserbetrug mit Mineralwasser

    Razzia bei Nestlé Frankreich: Verdacht auf Wasserbetrug mit Mineralwasser

    Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé gerät in Frankreich unter massiven Druck.

    Am Hauptsitz in Issy-les-Moulineaux, einem Vorort von Paris, fand eine Razzia statt.

    Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verbrauchertäuschung und Lebensmittelbetrugs.

    Im Fokus:

    die Tochter Nestlé Waters, bekannt für Marken wie Perrier, Vittel und Contrex.

    Illegale Aufbereitung von Rohwasser im Verdacht

    Der Vorwurf:

    Nestlé soll verunreinigtes Rohwasser illegal behandelt und als natürliches Mineralwasser verkauft haben.

    Das widerspricht den strengen EU-Vorgaben für Mineralwasser.

    Laut Gesetz darf dieses nur minimal behandelt werden, um das Label „natürlich“ zu tragen.

    Doch offenbar nutzte Nestlé verbotene Filtermethoden, um Bakterien und Pestizide zu entfernen.

    Das ergaben Recherchen und eine Klage der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch.

    Umwelt- und Betrugsermittler durchsuchen Nestlé-Zentrale

    Beamte der Betrugsbekämpfung und der Umweltpolizei OCLAESP durchsuchten die Büros.

    Dabei wurden laut „France Info“ zahlreiche Daten beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden.

    Die Ermittlungen begannen bereits im Februar 2025.

    Nestlé hatte Anfang Juli erklärt, man habe die fragwürdigen Verfahren mittlerweile durch Mikrofiltration ersetzt.

    Konsequenzen für die gesamte Branche möglich

    Die französische Regierung hat angekündigt:

    Bis Ende 2026 sollen alle Wasserabfüllanlagen überprüft werden.

    Bei Verstößen droht der Verlust des Labels „natürliches Mineralwasser“.

    Im schlimmsten Fall könnten sogar Produktionsstätten geschlossen werden.

    Besonders unter Beobachtung steht das traditionsreiche Perrier-Werk in Vergèze im Süden Frankreichs.

    Ein Skandal mit weitreichenden Folgen

    Nestlé erzielt jährlich rund 100 Milliarden Euro Umsatz.

    Der Vorwurf, die Verbraucher über Jahre getäuscht zu haben, könnte gravierende Folgen haben.

    Die Vertrauenskrise rund um Nestlé Waters hat bereits internationalen Widerhall gefunden.

    Der Ausgang des Verfahrens bleibt mit Spannung abzuwarten.

  • Razzia bei zwei Polizisten bei Osnabrück

    Razzia bei zwei Polizisten bei Osnabrück

    Ermittlungen gegen Polizisten wegen Hitlergruß und Fotos hilfloser Menschen

    Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen zwei Polizisten. Es geht um den Verdacht des Zeigens des Hitlergrußes. Zudem sollen Fotos von Menschen in hilfloser Lage verbreitet worden sein.

    Betroffen sind ein 27-jähriger Beamter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim und ein 21-jähriger Polizeianwärter. Der Anwärter gehört zur Polizeiakademie Niedersachsen in Nienburg.

    Beide Beamte wurden vorläufig vom Dienst entbunden. Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück mit.

    Fotos von hilflosen Personen im Dienst aufgenommen

    Der 27-jährige Polizist steht im Verdacht, im Dienst Fotos aufgenommen zu haben. Die Bilder sollen hilflose Menschen zeigen. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei überwiegend um ausländische Personen.

    Diese Bilder wurden offenbar über Messenger-Dienste verbreitet. Der Vorwurf lautet: Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs. Auch Persönlichkeitsrechte sollen verletzt worden sein.

    Polizeianwärter soll Hitlergruß gezeigt haben

    Dem 21-jährigen Polizeianwärter wird eine weitere schwerwiegende Tat vorgeworfen. Er soll den Hitlergruß gezeigt haben. Die Ermittlungen wurden durch anonyme Hinweise ausgelöst.

    Am Mittwochnachmittag kam es zu Hausdurchsuchungen. Die Ermittler durchsuchten die Wohnungen beider Verdächtigen. Es wurden Beweismittel wie Handys und Laptops sichergestellt.

    Polizei leitet Disziplinar- und Entlassungsverfahren ein

    Die Polizei reagierte schnell.
    Beide Männer befinden sich nicht mehr im Dienst. Das erklärten die Polizeiakademie Niedersachsen und die Polizeidirektion Osnabrück in einer gemeinsamen Stellungnahme.

    Disziplinarverfahren wurden eingeleitet. Gegen den Anwärter läuft zusätzlich ein Entlassungsverfahren.

    Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werde man konsequent handeln. Das kündigten die Verantwortlichen bereits an.

    Polizei bezieht klare Haltung gegen Extremismus

    Polizeivizepräsidentin Andrea Menke und Akademieleiter Carsten Rose äußerten sich deutlich. „Rechtsextremes Gedankengut hat in der Polizei keinen Platz“, erklärten sie gemeinsam.

    Zudem betonten sie: „Die Polizei steht für die Wahrung und den Schutz der demokratischen Grundsätze in unserem Land.“ Daran dürfe es keinerlei Zweifel geben.

    Fazit: Konsequente Aufklärung angekündigt

    Die Vorwürfe sind schwerwiegend. Die Behörden ermitteln mit Hochdruck. Interne Verfahren wurden eingeleitet. Die Polizei verspricht volle Transparenz und klare Konsequenzen.

    Die Gesellschaft erwartet eine lückenlose Aufklärung. Demokratische Werte müssen geschützt und durchgesetzt werden – auch innerhalb der Polizei.

     

  • Razzia wegen Terrorverdachts in mehreren Bundesländern

    Razzia wegen Terrorverdachts in mehreren Bundesländern

    Großangelegte Durchsuchungen wegen Terrorverdachts in sechs Bundesländern

    Die Bundesanwaltschaft lässt seit heute Morgen (26. März 2025) aufgrund von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs insgesamt 19 Objekte (davon acht in Hessen,
    vier in Nordrhein-Westfalen, drei in Bayern, zwei in Baden-Württemberg sowie jeweils eins
    in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz) durchsuchen.
    Eine weitere Durchsuchung
    findet zeitgleich in Dänemark statt.

    Die Maßnahmen richten sich gegen 17 namentlich bekannte Beschuldigte.

    Sie sind der Gründung und/oder Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung verdächtig (§ 129 Abs. 1 StGB, § 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB). Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sollen die Beschuldigten in Deutschland leitende Funktionen für die sogenannte “Brigade N’Hamedu” übernommen haben.

    Dabei handelt es sich um eine auch international vernetzte Gruppierung, deren erklärtes Ziel es ist,
    die Regierung in Eritrea zu stürzen.

    Der Ableger in Deutschland ist spätestens seit dem Jahr 2022 aktiv und verfolgt sein Anliegen auch
    durch Gewaltaktionen gegen hiesige Veranstaltungen, die von der eritreischen Regierung unterstützt werden. Dabei erachten einige Mitglieder der Vereinigung Gewalt gegen deutsche staatliche Institutionen und Repräsentanten der Staatsgewalt – beispielsweise Polizeikräfte, die zum Schutz der
    Veranstaltungen eingesetzt werden – als legitimes Mittel.

    In diesem Zusammenhang besteht der Verdacht, dass die “Brigade N’Hamedu” gewaltsame Ausschreitungen anlässlich der sogenannten Eritrea-Festivals in Gießen am 20. August 2022 und
    am 7./8. August 2023 sowie des Seminars eines eritreischen Vereins in Stuttgart am 16. September 2023 orchestriert hat. Bei diesen Vorgängen wurden zahlreiche Polizeibeamte zum Teil erheblich
    verletzt.

    Die heutigen Maßnahmen dienen dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren.

    Bei den Einsätzen in Deutschland sind über 200 Beamte des Bundeskriminalamts und Polizeikräfte
    der Länder im Einsatz. Festnahmen sind nicht erfolgt.

    Ein weiterer Beschuldigter, der sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland eine Führungsposition innerhalb der “Brigade N’Hamedu” bekleidet haben soll, wurde kürzlich von einem niederländischen Gericht wegen seiner Beteiligung an Ausschreitungen am 17. Februar 2024 in Den Haag zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

  • Razzia in Köln – Unerlaubtes Glücksspiel in Shisha-Bar

    Razzia in Köln – Unerlaubtes Glücksspiel in Shisha-Bar

    Polizei stellt Beweismittel sicher

    Köln

    Bei der schlagartigen Durchsuchung einer Shisha-Bar an der Zülpicher Straße am
    Montagabend (27. Januar) um 20.30 Uhr hat die Polizei Köln insgesamt 64 Personen wegen des Verdachts der Teilnahme an einem unerlaubten Glücksspiel kontrolliert und entsprechende Strafermittlungen eingeleitet.

    Der vor Ort angetroffene Inhaber (33) muss sich nun wegen des Verdachts der Veranstaltung eines unerlaubten Glücksspiels verantworten. Die Beamten stellten mehrere tausend Euro in bar sowie Mobiltelefone und einen Laptop als Beweismittel sicher. Anschließend wurde die Gaststätte versiegelt. Zeitgleich vollstreckten Polizeikräfte weitere Durchsuchungsbeschlüsse in drei Wohnungen von Tatbeteiligten in Köln und Kerpen (Rhein-Erft-Kreis) und stellten auch dort Handys, IPads und Laptops sicher. Die Ermittlungen dauern an. 

  • Mutter stirbt nach Geburt – Razzia im Krankenhaus !

    Mutter stirbt nach Geburt – Razzia im Krankenhaus !

    Lüdenscheid (NRW) – Eine tote junge Mutter, ein Baby, das erst wenige Wochen alt ist und ein schrecklicher Verdacht: Starb Zehra B. (†26) durch Ärztepfusch?

    Zwei unauffällige Zivil-Fahrzeuge der Kripo stoppen am Freitag, 8.30 Uhr, vor der Notaufnahme am Klinikum Lüdenscheid. Sechs Polizisten in Zivil steigen aus, laufen zielstrebig in Richtung Kreißsaal – sie haben einen Durchsuchungsbeschluss!

    Der Grund ist tragisch: Zehra B. brachte am 13. Dezember 2024 Baby Elisa gesund zur Welt. Doch aus dem glücklichsten Moment wurde ein Albtraum. Sie wachte nach einem Routineeingriff in der Nachbehandlung nicht wieder auf.

    Herzstillstand bei Routineeingriff

    Ehemann Cagri (27) wartete nach der Entbindung vor dem OP. „Ich war voller Freude, wollte meine Frau endlich in die Arme schließen. Doch etwas stimmte nicht, und niemand sagte, was los war“, berichtet er. Um Mitternacht die Horror-Nachricht: Zehra habe viel Blut verloren und einen Herzstillstand erlitten.

    Sie wurde ins künstliche Koma versetzt. Acht Tage später wurde sie für hirntot erklärt, die Geräte abgeschaltet.

    „Das Krankenhaus hat uns wie Geister behandelt“, erzählt Zehras Bruder Firat (30). „Niemand sprach mit uns. Wir hatten das Gefühl, dass etwas vertuscht wird.“

    Die Hinterbliebenen erstatten Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Hagen veranlasst die Beschlagnahmung von Zahras Leichnam für eine Obduktion, lässt Behandlungsprotokolle sicherstellen. Vorwurf: Verdacht der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt.

    Nach BILD-Informationen soll es Hinweise auf Akten-Manipulation geben. Zudem könnten Mitarbeiter unter Druck gesetzt worden sein, keine Aussagen zu machen. Deshalb werden bei der Razzia weitere Dokumente sichergestellt.

    Schicksal oder Kunstfehler?

    Auf Anfrage von BILD spricht das Klinikum Lüdenscheid von einem „schicksalhaften Verlauf“. Klinik-Sprecherin Sigrid Bicking räumt ein: „Zwischenzeitlich bestand der Eindruck, dass Mitarbeitende sich untereinander unter Druck gesetzt fühlten.“ Man gehe aber davon aus, dass sich dies inzwischen geklärt habe.

    Zehras Familie verlangt lückenlose Aufklärung. Anwältin Günel Celik (33) zu BILD: „Uns wurden bei der Akteneinsicht Steine in den Weg gelegt. Es ist daher umso wichtiger, dass die Behörden den Sachverhalt transparent aufarbeiten.“

    Zehra wurde vergangenen Samstag in der Türkei beerdigt. Töchterchen Elisa muss ohne Mama aufwachsen. „Wir haben den Ärzten vertraut und das Kostbarste verloren“, sagt Witwer Cagri. „Jetzt wollen wir nur noch die Wahrheit.“

  • Europaweite Großrazzia: GSG9 und internationale Behörden zerschlagen Schleuser-Netzwerk

    Europaweite Großrazzia: GSG9 und internationale Behörden zerschlagen Schleuser-Netzwerk

    Europaweite Großrazzia: GSG9 und internationale Behörden zerschlagen Schleuser-Netzwerk

    Am frühen Morgen des 4. Dezembers 2024 startete eine groß angelegte Polizeiaktion gegen ein internationales Schleuser-Netzwerk. In mehreren deutschen Städten wie Essen, Gelsenkirchen, Grevenbroich und Bochum wurden zeitgleich Wohnungen, Lagerhallen und ein Asylheim durchsucht. Der Zugriff erfolgte unter Leitung der deutschen Eliteeinheit GSG9.

    Zusammenarbeit internationaler Behörden

    Die Aktion war Teil einer europaweiten Razzia, bei der über 500 deutsche Bundespolizisten im Einsatz waren. Unterstützt wurden sie von französischen und englischen Ermittlern sowie Experten von EUROPOL. Insgesamt wurden mehr als zehn europäische Haftbefehle vollstreckt.

    In Gelsenkirchen kooperierten deutsche Beamte eng mit französischen Kollegen der Police Nationale und der Gendarmerie. Zeitgleich durchsuchten Einsatzkräfte in Frankreich weitere Zielobjekte.

    Ziel: Ein irakisches Schleuser-Netzwerk

    Im Fokus der Ermittlungen steht ein irakisches Schleuser-Netzwerk. Diese Organisation soll Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika illegal nach Europa bringen. Besonders gefährlich sind die nächtlichen Überfahrten mit Schlauchbooten über den Ärmelkanal.

    Die Schleusungen bringen hohe Gewinne: Pro Person zahlen Migranten bis zu 10.000 Euro. Ein voll besetztes Schlauchboot kann den Tätern Hunderttausende Euro einbringen. Doch die Risiken für die Migranten sind extrem hoch.

    Dramatische Zahlen: Menschenschmuggel auf Rekordhoch

    Die Bundespolizei meldet einen starken Anstieg der Schleusungsfälle. Im Jahr 2023 wurden 7.924 Fälle registriert, ein Plus von über 60 Prozent im Vergleich zu 2022. Das ist der höchste Stand seit 2016.

    Im Jahr 2024 wurden bis Oktober bereits 71.181 unerlaubte Einreisen nach Deutschland festgestellt.
    Die wieder eingeführten stationären Grenzkontrollen brachten erste Erfolge: 12.728 illegale Einreisen konnten verhindert werden. Dabei wurden 300 Schleuser festgenommen.

    Experte warnt vor neuer Flüchtlingswelle

    Heiko Teggatz, Vorsitzender der Bundespolizei-Gewerkschaft, warnt vor einer erneuten Flüchtlingswelle. Durch die aktuellen Konflikte in Syrien könnte sich die Situation weiter verschärfen. „Darauf warten kriminelle Schleuser nur. Deutschland darf ein zweites 2015 nicht erleben“, so Teggatz.

    Konsequentes Vorgehen gefordert

    Die Bundesregierung und Sicherheitsbehörden stehen vor einer großen Herausforderung. Um das organisierte Schleusen dauerhaft einzudämmen, sind internationale Zusammenarbeit und harte Maßnahmen gegen Schleuser-Organisationen unerlässlich. 

  • Ermittlungsverfahren gegen Betreiber von Stadiongastronomie der Staatsanwaltschaft Koblenz

    Ermittlungsverfahren gegen Betreiber von Stadiongastronomie der Staatsanwaltschaft Koblenz

    Ermittlungsverfahren gegen Betreiber von Stadiongastronomie der Staatsanwaltschaft Koblenz

    Am Samstag, den 09. November 2024, haben Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Koblenz, der Steuerfahndungs- und Strafsachenstelle des Finanzamtes Mainz sowie der Staatsanwaltschaft Koblenz während eines Bundesligaspiels in Mainz Durchsuchungsmaßnahmen sowohl in den Geschäftsräumen eines gastronomischen Betriebes als auch in von diesem im Stadionbereich betriebenen Verkaufsstellen für Speisen und Getränke durchgeführt. Weiterhin wurden die Wohnräume des Inhabers des gastronomischen Betriebes durchsucht.

    Gegenstand des den Durchsuchungen zugrundeliegenden Ermittlungsverfahrens ist insbesondere der Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt. 
    Der Beschuldigte soll seit 2019 Servicekräfte in dem gastronomischen Betrieb entweder ohne Anmeldung eingesetzt oder über den offiziell angemeldeten Umfang hinaus entlohnt haben. Hierdurch sollen Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung in noch nicht geklärter Höhe verkürzt worden sein.

    Die im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen sichergestellten Beweismittel werden auszuwerten sein, wobei die vollständige Auswertung erfahrungsgemäß längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Angesichts der noch laufenden Ermittlungen können derzeit keine weitergehenden Informationen hierzu mitgeteilt werden.

    Es wird darauf hingewiesen, dass als Beschuldigter in diesem Verfahren ausschließlich der Inhaber
    des gastronomischen Betriebes geführt wird, während weitere Personen im jetzigen Verfahrensstadium lediglich als Zeugen bzw. als an den Taten nicht beteiligte Dritte angesehen werden.

    Um den Erfolg der Durchsuchungsmaßnahmen zu gewährleisten, mussten die Maßnahmen im
    laufenden Geschäftsbetrieb und damit notwendigerweise auch während des Bundesligaspiels durchgeführt werden.

    Zur Klarstellung: Es gab und gibt keine Hinweise, dass der Verein 1. FSV Mainz 05 e.V. in den
    Sachverhalt in irgendeiner vorwerfbaren Weise involviert ist.

  • Großangelegte Razzia gegen kriminelles Schleusernetzwerk

    Großangelegte Razzia gegen kriminelles Schleusernetzwerk

    Großangelegte Razzia gegen kriminelles Schleusernetzwerk: Bundespolizei durchsucht sieben Wohnungen in Norddeutschland

    Frankfurt/Main

    Kriminelles Schleusernetzwerk – Bundespolizei durchsucht sieben Wohnungen und stellt zwei unerlaubte Personen fest

    Im August 2023 wurde am Flughafen Frankfurt ein 11-jähriger Junge festgestellt, der mit einem gefälschten Kinderreisepass von einem ghanaischen Staatsangehörigen nach Deutschland gebracht wurde. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen führten zu einem Schleuserring in Norddeutschland, der gewerbsmäßig Ausländer nach Deutschland schleust.

    Am heutigen Tag durchsuchten in diesem Zusammenhang über 100 Einsatzkräfte der Bundespolizei insgesamt 7 Objekte in Bremen, Hamburg und Niedersachsen. Hierbei kamen auch Spezialkräfte der Bundespolizei zum Einsatz. Der Schwerpunkt der Durchsuchungen lag im Großraum Bremen.

    Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt die Inspektion V der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen bereits seit August 2023 wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern und Urkundendelikten gegen eine Tätergruppierung im Alter von 28 bis 50 Jahren.

    Dieser überwiegend ghanaischen Tätergruppierung wird vorgeworfen, eine Mehrzahl unbekannter Personen, mindestens jedoch 12 namentlich bekannte ghanaische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust zu haben. Hierunter befinden sich sechs Kinder. In diesem Zusammenhang kam es auch
    zu verschiedenen Urkundendelikten.

    Neben der illegalen Einreise mittels gefälschter Ausweisdokumente ist dabei auch die Anerkennung
    der Vaterschaft von in Deutschland geborenen ghanaischen Kindern ein weiterer Modus Operandi um ein dauerhaftes Bleiberecht für die dazugehörigen Verwandten ersten Grades zu erwirken.

    Bei den Durchsuchungen konnten zwei unerlaubt aufhältige Personen festgestellt werden. Die Ermittler stellten Beweismittel sicher, darunter Mobiltelefone, Simkarten, Computer und weitere Speichermedien, sowie gefälschte Dokumente.

    Auch in diesem Fall zeigen die Ermittlungen wieder, wie geplant und vernetzt organisierte Schleuserbanden in Deutschland vorgehen und wie sie dabei auch Minderjährige immer wieder zum Tatmittel und -opfer machen.

  • Drogenrazzia in NRW – Pizzeria verkauft Drogen im Menü

    Drogenrazzia in NRW – Pizzeria verkauft Drogen im Menü

    Düsseldorf: Pizzeria verkaufte Drogen als „Pizza Nr. 40“ – Kokain und Cannabis im Menü

    In Düsseldorf kam es zu einem außergewöhnlichen Drogenfund: Eine Pizzeria bot nicht nur leckere Pizzen, sondern auch Drogen zum Mitnehmen an. Auf der Speisekarte stand die „Nr. 40“ – eine Pizza, die mit einer besonderen Zutat geliefert wurde: Kokain. Die Polizei hat dem illegalen Geschäft nun ein Ende gesetzt.

    Pizza mit Kokain: Die Nummer 40 war ein Verkaufsschlager

    Was nach einer Szene aus einem Film klingt, war bittere Realität. 23 Jahre nach dem Kultfilm „Lammbock“ kopierte eine Pizzeria in Düsseldorf eine ähnliche Geschäftsidee. Doch statt Pizza und Cannabis wie im Film, wurden hier Kokain und Cannabis über die Speisekarte verkauft.
    Der absolute Verkaufsschlager: Die Pizza Nr. 40, die nicht nur mit Tomatensauce und Käse kam, sondern auch mit einer Portion Kokain.

    Nur spezielle Kunden wussten, was sich hinter der harmlos klingenden Bestellnummer verbarg.

    Wer die Nr. 40 orderte, bekam die Droge diskret dazugelegt. Laut Kriminaldirektor Michael Graf von Moltke war diese Pizza eine der meistverkauften des gesamten Menüs.

    Große Polizeirazzia: Drogen und Waffen sichergestellt

    Die Polizei kam dem Betreiber der Pizzeria auf die Spur und bereitete in der letzten Woche einen großen Schlag gegen den Drogenring vor. Als Beamte an der Wohnungstür des 36 Jahre alten Pizzabetreibers klingelten, um ihn festzunehmen, versuchte dieser, noch schnell eine Tasche mit Drogen aus dem Fenster zu werfen. Doch die Tasche landete direkt in den Armen der Polizisten. Insgesamt wurden 1,6 Kilogramm Kokain, 400 Gramm Cannabis und eine erhebliche Menge Bargeld in Höhe von 268.000 Euro sichergestellt.

    Ermittlungen führten zu weiteren Festnahmen

    Der Pizzabäcker war jedoch nicht allein. Die Ermittlungen der Polizei führten zu drei mutmaßlichen Drogenlieferanten und weiteren zwölf Verdächtigen. Insgesamt 150 Polizisten waren im Einsatz, um die Hintermänner des Drogenhandelsnetzwerks festzunehmen.

    Durchsuchungen in mehreren Städten und Cannabis-Plantagen entdeckt

    Die großangelegte Razzia umfasste mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen, darunter Wuppertal, Mönchengladbach, Solingen, Meerbusch, Hilden, Haan und Erkrath. Dabei entdeckten die Ermittler zwei Cannabis-Plantagen in Mönchengladbach und Solingen, die jeweils 300 und 60 Pflanzen umfassten. Auch Hieb- und Stichwaffen, weitere Drogen, Bargeld und teure Luxusuhren wurden bei den Durchsuchungen beschlagnahmt.

    Kriminaldirektor lobt den Erfolg der Polizei

    Kriminaldirektor Michael Graf von Moltke zeigte sich zufrieden mit dem Erfolg der Operation. „Mit dieser Aktion konnten wir ein bedeutendes Drogenhandel-Netzwerk zerschlagen, das über eine scheinbar harmlose Pizzeria agierte“, erklärte er in einer Pressekonferenz am Montag in Düsseldorf.

    Fazit: Illegale Geschäfte hinter einer Pizza-Fassade

    Der Fall der Düsseldorfer Pizzeria zeigt einmal mehr, wie kreativ Drogenhändler werden, um ihre illegalen Geschäfte zu verschleiern. Dass ausgerechnet eine Pizzeria als Tarnung genutzt wurde, unterstreicht die Skrupellosigkeit der Verantwortlichen. Doch dank der Ermittlungen der Polizei und der erfolgreichen Razzia ist dieses Netzwerk nun zerschlagen.  

  • Fünf Jahre Haft für Bauunternehmer wegen Millionenbetrug im Breitbandausbau

    Fünf Jahre Haft für Bauunternehmer wegen Millionenbetrug im Breitbandausbau

    Freiheitsstrafen im Umfang von insgesamt 11 Jahren und 6 Monaten aufgrund von Schwarzarbeit – Erfolgreicher Abschluss der Ermittlungen nach Razzia des Zolls im Glasfaserausbau

    Schweinfurt / Bamberg

    Das Landgericht Marburg hat den verantwortlich Handelnden einer Baufirma im Bereich des Breitbandausbaus aus dem hessischen Hinterland zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

    Der 43-Jährige hatte durch eine besondere Verschleierungsform aus dem Bereich der organisierten Schwarzarbeit Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge an die Sozialkasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) in Höhe von 8,8 Millionen Euro hinterzogen bzw. vorenthalten.

    Zwei Männer, die dem Bauunternehmer bei seiner Tat unterstützt haben, wurden wegen Beihilfe zu
    jeweils drei Jahren und drei Monaten Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt.

    Das Urteil des Landgerichts Marburg ist rechtskräftig.

    Dem Urteil gingen umfangreiche Ermittlungen und verdeckte Maßnahmen durch Beamtinnen und Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Schweinfurt, Arbeitsgebiet Organisierte Formen der Schwarzarbeit/Organisierte Kriminalität, voraus. Neben korrekt zur Sozialversicherung gemeldeten Arbeitnehmern wurden weitere nicht oder in zu geringem Umfang angemeldete Beschäftigte festgestellt.

    Sie wurden ganz oder teilweise “schwarz” entlohnt.

    Um das zur Zahlung der Schwarzlöhne erforderliche Schwarzgeld zu generieren, bestellte der Haupttäter sogenannte Abdeckrechnungen bei den beiden anderen Verurteilten. Ziel des An- und Verkaufs dieser Rechnungen ist es, buchhalterisch Ausgaben für Leistungen zu verbuchen, die tatsächlich nicht erbracht wurden. Stattdessen wurden die Bauleistungen durch die “schwarz” beschäftigten Arbeitnehmer des Haupttäters erbracht.

    Zur Aufklärung der Taten fanden am 1. März 2023 umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Marburg statt, bei der mehr als 500 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls, Spezialeinheiten und Bargeldspürhunde im Einsatz waren.

    Unterstützt wurde der Zoll dabei durch zahlreiche Kräfte hessischer und
    nordrhein-westfälischer Steuerfahndungen sowie durch Kräfte der Bundespolizei.

    Insgesamt wurden 37 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen durchsucht, umfangreiches Beweismaterial sichergestellt und drei Haftbefehle vollstreckt.

    Feststellungen in einem anderen Verfahren hatten die Ermittlungen in diesem Verfahrenskomplex erst
    ins Rollen gebracht.

    Zusatzinformation:

    Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Schweinfurt führt Prüfungen von Personen und Geschäftsunterlagen sowie Ermittlungen von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung durch. Ermittlungen der FKS können sich über mehrere Monate oder Jahre erstrecken. Das Aufgabenfeld der FKS reicht von Präventionsaufgaben bis hin zu komplex gestalteten Missbrauchsformen von Sozialleistungen und illegaler Beschäftigung.

    Allgemeine Informationen zur Arbeit des Zolls im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit stehen auch auf www.zoll.de zur Verfügung.