Schlagwort: Spritpreise Deutschland

  • Bundesregierung plant neue Regel für Spritpreise – Preiserhöhung nur einmal täglich!

    Bundesregierung plant neue Regel für Spritpreise – Preiserhöhung nur einmal täglich!

    Bundesregierung plant neue Regel für Spritpreise an Tankstellen

    Die Bundesregierung will auf steigende Kraftstoffpreise reagieren. Tankstellen in Deutschland sollen ihre Preise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen jederzeit möglich bleiben.

    Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte am Mittwoch in Berlin das sogenannte österreichische Modell an. Ziel ist es, häufige Preissprünge an Tankstellen zu begrenzen.

    Ölpreis steigt wegen Konflikt im Nahen Osten

    Hintergrund der geplanten Maßnahme ist die Eskalation im Nahen Osten. Der Weltmarktpreis für Öl ist nach Angaben der Bundesregierung um mehr als 30 Prozent gestiegen.

    Seit Beginn des Iran-Krieges steigen die Kraftstoffpreise nahezu kontinuierlich. Benzin und Diesel verteuerten sich laut Angaben zwölf Tage in Folge.

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    Deutschland gibt strategische Ölreserven frei

    Um Pendler und Unternehmen zu entlasten, plant die Bundesregierung zusätzlich die Freigabe strategischer Ölreserven.

    Die Internationale Energieagentur fordert von ihren Mitgliedstaaten insgesamt 400 Millionen Barrel aus den Reserven. Deutschland beteiligt sich an dieser Maßnahme.

    Bei der Gasversorgung gibt die Wirtschaftsministerin vorerst Entwarnung. Die Speicher sind derzeit zu 21 Prozent gefüllt. Die Abhängigkeit von der Golfregion liegt nach Angaben der Regierung bei weniger als vier Prozent.

    Strengere Kontrolle des Kraftstoffmarktes geplant

    Parallel dazu kündigte die Bundesregierung eine strengere Missbrauchsaufsicht im Kraftstoffsektor an. Wirtschaftsministerin Reiche erklärte, das „scharfe Schwert des Kartellarms“ solle künftig stärker eingesetzt werden.

    Sie erklärte, Kraftstoffpreise würden bei steigenden Rohölkosten häufig schnell ansteigen, während sie bei sinkenden Kosten langsamer zurückgehen. Dieser Mechanismus solle durchbrochen werden.

    Informationen zur Wettbewerbskontrolle veröffentlicht auch das Bundeskartellamt.

    Gesetzesänderung erforderlich

    Für die Umsetzung des Preismodells muss das Kartellrecht geändert werden. Die Ministerin verwies auf eine geplante Reform des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen.

    Die Bundesregierung prüft derzeit, ob sich die Regelung über ein laufendes Gesetzgebungsverfahren schneller einführen lässt.

    Rückendeckung erhält die Ministerin von der Monopolkommission. Das Beratergremium der Bundesregierung spricht sich für das österreichische Modell aus, um Verbraucher vor abrupten Preissprüngen zu schützen, ohne den Wettbewerb vollständig auszubremsen.

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  • Spritpreise werden weiter steigen!

    Spritpreise werden weiter steigen!

    Verband warnt vor Anstieg auf bis zu 2,50 Euro pro Liter

    Der Krieg im Iran sorgt weltweit für starke Schwankungen auf dem Ölmarkt. In Deutschland könnten Autofahrer die Auswirkungen deutlich an der Zapfsäule spüren. Der Tankstellen-Interessenverband (TIV) warnt vor einem weiteren deutlichen Anstieg der Spritpreise.

    Verband befürchtet drastische Preissteigerungen

    Laut TIV-Sprecher Herbert Rabl könnten die Mineralölkonzerne steigende Kosten schnell an die Verbraucher weitergeben. Nach Einschätzung des Verbandes testen die Konzerne derzeit aus, welche Preise der deutsche Markt akzeptiert.

    Rabl hält sogar deutlich höhere Preise für möglich. „Auch 2,50 Euro und sogar mehr pro Liter sind am Ende denkbar“, erklärte er gegenüber der Rheinischen Post. Bereits jetzt liegen die Preise vielerorts um die Marke von zwei Euro pro Liter Benzin.

    Diesel kostet derzeit je nach Region zwischen etwa 1,89 Euro und 2,15 Euro pro Liter. Damit zählen die Spritpreise Deutschland aktuell zu den höchsten in Europa.

    Tankstellenpächter profitieren kaum

    Nach Angaben des Verbandes leiden nicht nur Autofahrer unter den steigenden Kosten. Auch viele Tankstellenpächter geraten zunehmend unter Druck.

    Sie erhalten laut TIV lediglich ein bis zwei Cent Provision pro verkauftem Liter Kraftstoff. Gleichzeitig müssen sie häufig den Ärger der Kunden über die hohen Preise abfangen.

    Hinzu kommt ein weiteres Problem: Hohe Spritpreise wirken sich negativ auf das Geschäft in den Tankstellenshops aus. Rund 60 Prozent der Einnahmen vieler Tankstellen stammen aus diesem Bereich. Sinkt die Kauflaune der Kunden, geraten die Betreiber wirtschaftlich zusätzlich unter Druck.

    Vorwurf: Preise steigen stärker als nötig

    Der Tankstellen-Interessenverband kritisiert zudem das Verhalten der Mineralölkonzerne. Zwar müssten die Unternehmen aufgrund der angespannten Lage auf dem Ölmarkt tatsächlich höhere Einkaufspreise bezahlen.

    Nach Einschätzung des Verbandes schlagen sie jedoch zusätzlich noch mehrere Prozent auf die gestiegenen Kosten auf. Laut TIV könnten die Konzerne die Situation damit stärker ausnutzen als notwendig.

    Besonders auffällig: In der vergangenen Woche seien die Spritpreise Deutschland stärker gestiegen als in vielen anderen europäischen Ländern.

    Politik prüft mögliche Marktmanipulation

    Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung bereits. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte eine Prüfung durch das Bundeskartellamt an. Dabei soll untersucht werden, ob Unternehmen die geopolitische Lage ausnutzen, um Preise übermäßig anzuheben.

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    Vorbild Österreich: Preisänderung nur einmal täglich

    Der Tankstellen-Interessenverband fordert eine staatliche Regelung nach österreichischem Vorbild. Dort dürfen Mineralölkonzerne den Preis nur einmal täglich erhöhen. Danach sind nur noch Preissenkungen erlaubt.

    Nach Angaben des Verbandes liegt der durchschnittliche Benzinpreis in Österreich derzeit bei etwa 1,70 Euro pro Liter und damit deutlich unter dem Niveau der Spritpreise Deutschland.

    Ob eine ähnliche Regelung auch in Deutschland eingeführt wird, ist derzeit noch offen.

    Weitere Informationen zu aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen stellt auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bereit.