Schlagwort: Thürer Wiesen

  • Ein Jahr nach Ölunfall an den Thürer Wiesen: Natur leidet weiter

    Ein Jahr nach Ölunfall an den Thürer Wiesen: Natur leidet weiter

    Ölunfall Thürer Wiesen: Ein Jahr später sind Libellenarten verschwunden – doch es gibt auch Hoffnung

    Rund ein Jahr nach dem Ölunfall zeigt sich deutlich: Die Natur leidet weiterhin unter den Folgen. Besonders im Erweiterungsgebiet des Naturschutzgebiets traf der Unfall die Tierwelt hart. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums litten vor allem Wasservögel, die mit Heizöl in Kontakt kamen.

    Wasservögel besonders betroffen: Öl verklebte Gefieder und gefährdete das Überleben

    Viele Wasservögel fand man damals ölbedeckt auf. Dadurch verloren sie nicht nur ihre Flugfähigkeit, sondern konnten auch ihre Körperwärme nicht mehr halten. Genau das schwächte ihre Überlebenschancen massiv. Der Ölunfall in den Thürer Wiesen brachte somit nicht nur kurzfristige Schäden, sondern auch langfristige Belastungen für das empfindliche Ökosystem.

    Rückblick: Lastwagen mit 30.000 Litern Heizöl verunglückte im Februar 2025

    Im Februar 2025 überschlug sich ein Lastwagen, der mit rund 30.000 Litern Heizöl beladen war, auf einer Bundesstraße nahe der Thürer Wiesen. Einsatzkräfte reagierten schnell und fingen einen Großteil des Öls ab. Dennoch kam es zu einer unglücklichen Verkettung: Der Lkw blieb direkt über einem Gullydeckel liegen, wodurch Heizöl in das Regenabwassersystem floss.

    Naturschutzgebiet blieb wohl verschont – Erweiterungsgebiet jedoch nicht

    Eine Ausbreitung des Heizöls in das eigentliche Naturschutzgebiet konnte offenbar verhindert werden. Boden- und Wasserproben dort fielen bislang unauffällig aus. Trotzdem musste man im Erweiterungsgebiet großflächig handeln, weil sich Heizöl auch in Schilfbeständen festsetzte.

    Um die Verschmutzung zu beseitigen, entfernte man große Schilfflächen. Das hatte weitere Folgen: Die saisonale Vogelbrut fiel dort teilweise aus oder begann erst deutlich verspätet. Damit traf der Ölunfall die Natur gleich doppelt – erst durch das Öl selbst und dann durch notwendige Eingriffe bei der Reinigung.

    Libellen-Monitoring zeigt deutliche Ausfälle: Arten verschwanden 2025 komplett

    Besonders auffällig zeigt sich der Schaden bei Kleintieren wie Libellen und anderen Wasserinsekten. Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) erklärte, dass man das Fehlen mancher Libellenarten im vergangenen Jahr klar erkennen könne. Die Ergebnisse eines seit mehreren Jahren laufenden Monitorings zeigen: In der Erweiterungsfläche fielen 2025 mehrere Libellenarten vollständig aus.

    Fachleute können den tatsächlichen Schaden an Amphibien, Fischen oder weiteren Wasserlebewesen noch nicht abschließend bewerten. Dennoch sprechen die bisherigen Beobachtungen dafür, dass der Unfall langfristige Spuren hinterlässt.

    Gute Nachricht: Weißstorch brütete erfolgreich mit drei Jungen

    Trotz der Belastungen gibt es auch positive Entwicklungen. Im Sommer 2025 brütete ein Weißstorch im Gebiet und zog drei Junge groß. Diese Nachricht sorgt bei Naturschützern für Hoffnung, denn sie zeigt: Das Gebiet bleibt grundsätzlich lebensfähig, auch wenn sich Teile der Tierwelt erst langsam erholen.

    Was bleibt: Folgen dauern an – Natur braucht Zeit

    Der Ölunfall in den Thürer Wiesen gilt weiterhin als einschneidendes Ereignis für das sensible Naturschutzgebiet und besonders für dessen Erweiterungsflächen. Während Proben im Kerngebiet bislang keine Auffälligkeiten zeigen, kämpft die Natur im betroffenen Randbereich noch mit den Folgen. Experten rechnen damit, dass sich manche Bestände erst über mehrere Jahre stabilisieren.

    Wer sich allgemein für aktuelle Entwicklungen rund um Umwelt, Einsatzgeschehen und Folgen von Unfällen interessiert, findet weitere Meldungen auch im Bereich News sowie unter Deutschland.

    Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

  • Storchenküken in den Thürer Wiesen werden beringt

    Storchenküken in den Thürer Wiesen werden beringt

    Erfolgreiche Beringung des Weißstorch-Nachwuchses in den Thürer Wiesen

    In den Thürer Wiesen im Landkreis Mayen-Koblenz ist der Weißstorch-Nachwuchs erfolgreich beringt worden.

    Auf einem zehn Meter hohen Horst erhielten drei Jungstörche ihre Herkunftsmarkierung in Form von Carbon-Ringen mit individuellen Codes.

    Die Beringung erfolgte durch Storchenexpertin Martina Kohls mithilfe eines Hubsteigers – ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz und zur wissenschaftlichen Beobachtung der jungen Eifler Storchenpopulation.

    „Wir hoffen, unsere Eifler Störche eines Tages wiederzusehen – vielleicht sogar an ihrem Geburtsort“, erklärt Tanja Stromberg von der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz, die das Projekt betreut.

    Ein Meilenstein für den Naturschutz



    Die Thürer Wiesen sind ein ökologisch hochwertiges Feuchtgebiet mit großer Artenvielfalt.

    Durch gezielte Naturschutzmaßnahmen bietet das Gebiet ideale Bedingungen für den Weißstorch: Viel offenes Grünland und ein reiches Nahrungsangebot aus Fröschen, Mäusen, Regenwürmern und anderen Kleintieren.

    Neben dem Nest in Thür wurden in diesem Frühjahr zwei weitere Plattformen im Landkreis erstmals von Störchen besiedelt.

    „Der diesjährige Bruterfolg ist ein wichtiger Meilenstein für den regionalen Artenschutz“, freut sich Pascal Badziong, Erster Kreisbeigeordneter und Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

    Sanfte Beringung mit Totstellreflex

    Während die Altvögel auf Nahrungssuche waren, führte Martina Kohls einen Gesundheitscheck bei den Jungstörchen durch.

    Danach wurden die Beringungsringe – gemäß den Regeln für ungerade Jahre – am linken Bein angebracht.

    Der natürliche Totstellreflex der Küken ermöglicht die stressfreie Markierung.

    Die Ringe beeinträchtigen die Tiere nicht – auch die Eltern erkennen ihren Nachwuchs problemlos wieder.

    Martina Kohls ist ehrenamtlich für die Vogelwarte Radolfzell tätig und beringt jährlich über 30 Jungstörche im nördlichen Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, Bewegungen und Lebenswege der Tiere zu dokumentieren. Die Codes auf den Ringen können mit dem Fernglas abgelesen werden und sollten an ring@orn.mpg.de gemeldet werden – inklusive Ort, Datum und Beobachtungsdetails.

    Langfristige Förderung durch starke Partner



    Das Projekt wird seit 2019 von der Sparkasse Koblenz unterstützt. Die aktuelle Beringung wurde mit Hilfe der Firma SHK Arbeitsbühnen aus Polch durchgeführt. 

  • B 262 – Vollsperrung zwischen Thür und Mendig wegen Fahrbahnsanierung nach Ölunfall; aktueller Sachstand

    B 262 – Vollsperrung zwischen Thür und Mendig wegen Fahrbahnsanierung nach Ölunfall; aktueller Sachstand

    B 262 – Vollsperrung zwischen Thür und Mendig wegen Fahrbahnsanierung nach Ölunfall; aktueller Sachstand

    Für den Zeitraum vom 1. Mai, ca. 6 Uhr, bis 5. Mai 2025, ca. 5 Uhr, wird die Sperrung in Fahrtrichtung Mayen im Verlauf der B 262 temporär aufgehoben, so dass hier der Verkehr in Richtung Mayen mittels Einbahnregelung rollen kann.

    Ab dem 5. Mai, ca. 5 Uhr, wird die Vollsperrung für die dann noch anstehenden Asphaltarbeiten wieder aktiviert.

    Der Verkehr wird dann weiterhin über die B 256, Kruft, zur A 61 umgeleitet.

    Aktuelle Informationen hierzu können auch dem Mobilitätsatlas unter verkehr.rlp.de entnommen werden.

    Wie bereits berichtet, muss die B 262 zwischen Thür und Mendig zwecks Beseitigung der Verunreinigungen nach einem Ölunfall bis voraussichtlich 16. Mai 2025 weiterhin voll gesperrt bleiben.

    Von der Sperrung betroffen ist auch die Auffahrt von der B 256 in Richtung A 61.

    In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass erst mit Abschluss dieser Arbeiten die Ortsdurchfahrt Ettringen für den Schwerlastverkehr wieder gesperrt wird.
    Diese Verkehre werden dann über die B 262
    geführt.

    Eine anderweitige Verkehrsführung für den Schwerlastverkehr ist bis dahin leider nicht möglich.

    Der LBM Cochem-Koblenz bittet weiterhin alle Verkehrsteilnehmer und insbesondere auch die Bürger von Ettringen um Verständnis für die dringend notwendigen Arbeiten, wenn diese auch mit gravierenden Einschnitten im Verkehrsablauf verbunden sind.

  • B 262 – Vollsperrung zwischen Thür und Mendig wegen Fahrbahnsanierung nach Ölunfall nochmals verlängert

    B 262 – Vollsperrung zwischen Thür und Mendig wegen Fahrbahnsanierung nach Ölunfall nochmals verlängert

    B 262 – Vollsperrung zwischen Thür und Mendig wegen Fahrbahnsanierung nach Ölunfall nochmals verlängert

    Die Arbeiten zur Beseitigung der Verunreinigungen aufgrund des Ölunfalls vom 21. Februar 2025 zwischen Thür und Mendig im Verlauf der B 262 dauern weiterhin an. Die Vollsperrung der B 262 in dem hier in Rede stehenden Streckenabschnitt wurde nochmals bis zum 16. Mai 2025 verlängert. Auch die Auffahrt von der B 256 in Richtung A 61 ist weiterhin von dieser Sperrung betroffen.

    Parallel zu den noch ausstehenden Arbeiten müssen auf Grund der Analyseergebnisse der vorausgegangenen Proben weitere Kontaminationen beseitigt und die Sanierungsarbeiten modifiziert werden. Zudem behinderten in den vergangenen Tagen starke Regenfälle den Baufortschritt. 

    Im Weiteren verweisen wir auf unsere Pressemeldung vom 1. April 2025.

    Der Verkehr wird somit weiterhin über die B 256, Kruft, zur A 61 umgeleitet.

    Aktuelle Informationen hierzu können auch dem Mobilitätsatlas unter verkehr.rlp.de entnommen werden.

    Der LBM Cochem-Koblenz bittet weiterhin alle Verkehrsteilnehmer um Beachtung und Verständnis für die dringend notwendigen Arbeiten.

    Ölunfall Thürer Wiesen

  • Thürer Wiesen/B262: Maßnahmen zur Beseitigung des Heizölunfalls dauern an

    Thürer Wiesen/B262: Maßnahmen zur Beseitigung des Heizölunfalls dauern an

    Thürer Wiesen/B262: Maßnahmen zur Beseitigung des Heizölunfalls dauern an

    Die Arbeiten zur Beseitigung des aufgrund des Tanklasterunfalls vom 21. Februar ausgelaufenen Heizöls in und an den Thürer Wiesen schreiten weiter voran.

    Auch nach Wochen intensiver Maßnahmen reißt der Einsatz nicht ab. Im Fokus steht weiterhin die Reinigung der Entwässerungsleitungen, um zu verhindern, dass Ölreste in den Thürer Bach und das umliegende Gebiet gelangen.

    An der ehemaligen Unfallstelle an der B262, die vorerst weiterhin zwischen der Abfahrt Thür/Kottenheim und der A 61 gesperrt bleibt, führte eine Spezialfirma am vergangenen Wochenende eine erste Spülung der Entwässerungsleitungen durch und pumpte das belastete Wasser ab.

    Dabei wurde sichergestellt, dass keine Rückstände in das Regenrückhaltebecken und somit in die Thürer Wiesen nachfließen.

    Das Technische Hilfswerk (THW) stand bereit, um eventuell verbleibende Ölreste aufzufangen. Die Feuerwehr Mendig unterstützte den Einsatz mit Wasserzufuhr, während die Kreisverwaltung die Maßnahmen koordinierte. Rund ums Regenrückhaltebecken wurden ebenfalls weitere Maßnahmen ergriffen. Unter anderem wurde eine weitere Blase eingesetzt, die das Nachlaufen von kontaminiertem Wasser in das Becken verhindern soll.

    Wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in einer Pressemitteilung mitteilte, dauern die Spülarbeiten der Entwässerungsleitungen noch bis voraussichtlich zum 23. März an.

    In diesem Zusammenhang bleibt die B 262 zwischen Thür und Mendig voll gesperrt, ebenso die Auffahrt von der B 256 in Richtung A 61.

    Hintergrund: Nach Grabungen an der Unfallstelle hat sich herausgestellt, dass das Erdreich unter der Fahrbahn noch stark mit Öl kontaminiert war. Infolgedessen wurde eine über zwei Meter tiefe und
    rund 30 Meter lange Grube direkt am Fahrbahnrand ausgehoben.

    Die notwendigen Sanierungsarbeiten werden laut LBM daher weiterhin unter Vollsperrung und in
    enger Abstimmung mit der Kreisverwaltung sowie der Verbandsgemeinde durchgeführt.

    Unterdessen hat das THW seinen Einsatz in den Thürer Wiesen beendet und ist abgerückt. Im Einsatz waren in den vergangenen Wochen zahlreiche THW-Einheiten aus Koblenz, Frankfurt a.M., Andernach, Mayen, Bendorf, Neuwied und Ahrweiler. Zudem wurde das Team vor Ort durch Spezialmaterial aus Kehlheim (Bayern) unterstützt, um die Ölaufnahme weiter zu verbessern.

    Die vor Ort im Gewässer angebrachten Ölsperren bleiben voraussichtlich noch drei bis vier Wochen bestehen und werden regelmäßig von einer Fachfirma ausgetauscht.

    Die Maßnahmen zur Beseitigung der Umweltschäden bleiben oberste Priorität, um eine weitere Belastung der Natur zu verhindern. Die Einsatzkräfte und beteiligten Institutionen arbeiten mit Hochdruck daran, die Auswirkungen des Unfalls zu minimieren.

  • Mähboot hat Einsatz in den Thürer Wiesen erfolgreich abgeschlossen

    Mähboot hat Einsatz in den Thürer Wiesen erfolgreich abgeschlossen

    Mähboot hat Einsatz in den Thürer Wiesen erfolgreich abgeschlossen

    Nachdem am Samstag ein Zufahrtsweg für ein Mähboot im Einsatzgebiet in den Thürer Wiesen angelegt worden ist, hat das Amphibienfahrzeug am Montag seinen Dienst aufgenommen.

    Mithilfe eines speziellen Werkzeugaufsatzes hat ein Mitarbeiter in dem Boot die Schilfgebiete westlich
    der L113 ab, da sich zwischen den Halmen noch größere Mengen Heizöl befunden
    haben.

    Bei den Arbeiten löste sich unter anderem das Öl aus dem Schilf und wurde im Uferbereich abgesaugt und anschließend ordnungsgemäß entsorgt. Bevor das Mähboot in den von Öl verschmutzten Bereich eingefahren ist, wurden Drohnenflüge mit Wärmebildkameras durchgeführt, die dabei geholfen haben, Vögel zu lokalisieren und in Sicherheit zu bringen.

    Die Mäharbeiten wurden am Dienstag abgeschlossen.

    Das Amphibienfahrzeug sammelt nun noch bis Donnerstag das Mähgut ein, das im Uferbereich von
    einem Kettenbagger aufgenommen, in Container verladen und als Sondermüll entsorgt
    wird.

    Abseits des Naturschutzgebietes stehen auch noch einige weitere Arbeiten an.

    Beispielsweise soll am Donnerstag damit begonnen werden, den kontaminierten Oberboden im Regenrückhaltebecken zu entfernen, in das nach dem Tanklasterunfall Tausende Liter Heizöl
    gelaufen waren.

    Am Wochenende wird außerdem das Rohrleitungssystem zwischen dem Unfallort auf der B262 und dem Regenrückhaltebecken gespült. Das kontaminierte Wasser wird dabei abgesaugt.

  • Einsatz in den Thürer Wiesen geht weiter: Vorbereitungen für Mähbooteinsatz

    Einsatz in den Thürer Wiesen geht weiter: Vorbereitungen für Mähbooteinsatz

    Einsatz in den Thürer Wiesen geht weiter: Vorbereitungen für Mähbooteinsatz

    Auch während des Karnevalswochenendes ruht die Arbeit zur Rettung des
    Naturschutzgebiets „Thürer Wiesen“ nach dem Auslaufen von großen Mengen an Heizöl nicht.

    Zahlreiche Einsatzkräfte, ehrenamtliche Helfer und die Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sind weiterhin im Dauereinsatz, um die Auswirkungen des Ölaustritts
    zu minimieren und die umfangreichen Schutzmaßnahmen zu koordinieren.

    So wurde am Samstagvormittag ein spezieller Zufahrtsweg für ein Mähboot im Einsatzgebiet angelegt. Diese sollte ab Montag die Schilfgebiete westlich der L113 abmähen, da sich zwischen den Halmen noch größere Mengen Heizöl befinden. Das abgeschnittene, kontaminierte Material wird anschließend ordnungsgemäß entsorgt.

    „Die Anstrengungen zur Schadensbegrenzung laufen ununterbrochen weiter“, erläutert Landrat Marko Boos.

    „Die ehrenamtlichen Helfer des THW tauschen die Ölsperren aus und unsere Mitarbeiter kümmern sich vor Ort um Nachschubmaterial und gewährleisten, dass die Situation bestmöglich unter Kontrolle bleibt.“

    Insgesamt wurden 13 Ölsperren im Wasserkörper installiert, die ein- bis zweimal täglich gewechselt werden, um zu verhindern, dass weiteres Öl in das Naturschutzgebiet gelangt.

    „Unverzichtbar ist auch der Einsatz der Helfer der Wildvogelpflegestation Kirchwald mit Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong und betont, dass die vielen helfenden Hände alle hervorragende Arbeit leisten und dafür sorgen, dass tote Vögel geborgen
    und verletzte Tiere wieder aufgepäppelt werden. „Drohnenflüge mit Wärmebildkameras helfen dabei,
    die Tiere zu lokalisieren.“

    Vor dem Einsatz des Mähbootes wird eine weitere Begehung durch die Wildvogelpflegestation stattfinden, um sicherzustellen, dass keine Vögel in den betroffenen Bereichen zurückgelassen werden.

    Die ehrenamtlichen Helfer des Technischen Hilfswerks (THW), die in der vergangenen Woche das Öl abgepumpt und abgeschöpft haben, setzten ihre Arbeit ebenfalls ab Montag fort.

    „Wir danken allen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz, insbesondere den vielen Ehrenamtlichen,
    die trotz des Karnevals und der widrigen Witterungsverhältnisse tatkräftig an der Seite der Behörde stehen“, betonen Landrat Boos und der Erste Beigeordnete Badziong.

    Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bittet die Bürger, von einem Besuch der „Thürer Wiesen“ abzusehen.

    Es ist zwar nachvollziehbar, dass viele Mayen-Koblenzer, die das Naturschutzgebiet in der Vergangenheit gerne für Spaziergänge genutzt haben, sich die Situation vor Ort ansehen möchten.

    Doch um die Arbeit der Helfer nicht zu behindern, bittet die Kreisverwaltung darum, das Gebiet bis auf Weiteres nicht zu betreten.

    Die angrenzende L113 zwischen Thür und dem Straßburger Haus bleibt aufgrund des Einsatzes tagsüber bis auf Weiteres gesperrt.

  • Nach schwerem Tanklaster-Unfall auf der B 262 – Heizöl gelangt ins Naturschutzgebiet Thürer Wiesen

    Nach schwerem Tanklaster-Unfall auf der B 262 – Heizöl gelangt ins Naturschutzgebiet Thürer Wiesen

    Heizöl gelangt ins Naturschutzgebiet Thürer Wiesen

    Nach dem Unfall eines Tanklasters auf der B 262 am Freitagvormittag sind erhebliche Mengen der geladenen 30.000 Liter Heizöl auf Höhe des Naturschutzgebietes Thürer Wiesen ausgelaufen.

    Ein Großteil des Heizöls ist dabei in die Oberflächenentwässerung der Bundesstraße sowie in ein großes Regenrückhaltebecken gelangt. Obwohl der Gefahrstoffzug des Landkreises sowie weitere Einheiten von Feuerwehr und THW schnellstmöglich am Einsatzort waren und große Mengen des ausgelaufenen Heizöls ab- und umpumpen konnten, ist der Gefahrstoff dennoch in das Ökosystem Thürer Wiesen gelangt.

    Ob für das Naturschutzgebiet nachhaltige Veränderungen zu befürchten sind, lässt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz gutachterlich untersuchen.

    Derzeit verhindern eingesetzte Sperren ein weiteres Nachfließen des Heizöls in das Naturschutzgebiet
    und Einsatzkräfte sind damit beschäftigt, das Ausmaß des Schadens zu minimieren.

    Fest steht aber, dass weder das Trinkwasser noch die in den Thürer Wiesen beheimateten
    Wasserbüffel von den Folgen des Lkw-Unfalls betroffen sind.

    Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wird in dem Fall erneut informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

    Schwerer Verkehrsunfall zwischen Mendig und Kottenheim