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  • Wiesbaden: Trinkwasser muss abgekocht werden

    Wiesbaden: Trinkwasser muss abgekocht werden

    Wiesbaden ruft Abkochgebot aus: Bürgerinnen und Bürger müssen Leitungswasser abkochen

    In Wiesbaden herrscht momentan große Verunsicherung, denn die Stadt hat ein offizielles Abkochgebot für das Leitungswasser ausgesprochen. Der Energie- und Wasserversorger ESWE Versorgungs AG entdeckte bei einer routinemäßigen Untersuchung Keime im Trinkwassernetz. Daraufhin reagierte das Gesundheitsamt ohne Zögern und ordnete sofort an, dass das Wasser vor der Nutzung unbedingt abgekocht werden muss. Diese Entscheidung betrifft zahlreiche Haushalte, die nun besonders vorsichtig handeln sollten.

    Gesundheitsamt reagiert schnell und entschlossen

    Nachdem die Laborergebnisse die Verunreinigung bestätigten, griff das Gesundheitsamt umgehend ein. Die Behörden wollen verhindern, dass sich möglicherweise krankmachende Bakterien im Stadtgebiet verbreiten. Deshalb müssen alle Einwohnerinnen und Einwohner das Wasser mindestens eine Minute sprudelnd abkochen, bevor sie es trinken, zum Zähneputzen verwenden oder damit kochen. Nur so lassen sich gesundheitliche Risiken vermeiden. Wer das Wasser ohne vorheriges Abkochen nutzt, riskiert Magen-Darm-Beschwerden oder andere Infektionen, die sich leicht hätten verhindern lassen.

    Welche Stadtteile betroffen sind und welche nicht

    Das Abkochgebot gilt für nahezu das gesamte Stadtgebiet. Nur die Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim sind von der Maßnahme nicht betroffen. Alle anderen Stadtteile stehen unter Beobachtung, und die Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu bleiben. Da die Verunreinigung über das Leitungsnetz verteilt auftreten kann, bittet die Stadt darum, das Wasser in allen betroffenen Gebieten grundsätzlich abzukochen – auch wenn es klar aussieht oder frisch riecht. Vorsicht ist in dieser Situation die beste Maßnahme.

    Wie lange das Abkochgebot bestehen bleibt

    Das Gesundheitsamt erklärte, dass das Abkochgebot mindestens so lange bestehen bleibt, bis drei aufeinanderfolgende Wasserproben keine Bakterien mehr zeigen. Frühestens ab Dienstag, dem 4. November, könnten die Behörden das Gebot aufheben. Bis dahin sollen alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin besonders achtsam handeln, denn nur durch konsequentes Abkochen lässt sich die Gefahr vollständig bannen. Auch beim Zubereiten von Babynahrung oder beim Waschen von Obst und Gemüse gilt: Sicherheit geht vor Bequemlichkeit.

    Stadt und Versorger informieren fortlaufend

    Die Stadt Wiesbaden und der Versorger ESWE aktualisieren regelmäßig ihre Informationen zur Wasserqualität. Beide Stellen veröffentlichen neue Testergebnisse, sobald sie vorliegen, und erklären Schritt für Schritt, wie die Bevölkerung sicher bleibt. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte daher regelmäßig die offiziellen Internetseiten besuchen. Auf diese Weise erfahren Betroffene rechtzeitig, wenn das Abkochgebot aufgehoben wird.

    Was Bürgerinnen und Bürger jetzt tun sollten

    Wichtig ist, dass alle Menschen in Wiesbaden Ruhe bewahren, aber dennoch konsequent handeln. Wer das Wasser abkocht, schützt sich und seine Familie zuverlässig vor möglichen Infektionen. Außerdem sollte man Haustieren ebenfalls nur abgekochtes Wasser geben. So lässt sich sicherstellen, dass weder Mensch noch Tier durch die Keime erkranken. Das Gesundheitsamt betont, dass keine unmittelbare Gefahr bestehe, solange die Hinweise befolgt werden. Trotzdem raten die Behörden dazu, aufmerksam zu bleiben und bei ungewöhnlichen Gerüchen oder Verfärbungen sofort den Wasserversorger zu informieren.

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  • Stadt warnt vor Durchfall-Keimen im Trinkwasser

    Stadt warnt vor Durchfall-Keimen im Trinkwasser

    Offizielle Mitteilung der Stadt Chemnitz

    Notwendige Maßnahmen in der Trinkwasserversorgung

    Im Zuge von turnusmäßigen Trinkwasseruntersuchungen durch das Amt für Gesundheit und Prävention der Stadt Chemnitz und den eins-Netzbetreiber inetz entstand der Anfangsverdacht, dass die mikrobiologische Qualität des Trinkwassers in Einzelfällen nicht völlig einwandfrei ist. Wie die uns jetzt aktuell nach der Sequenzierung der Proben vorliegenden Ergebnisse zeigen, handelt es sich bei den Verunreinigungen um coliforme Bakterien, wie sie auch in der Umwelt vorkommen.

    Keine allgemeine Gefährdung – Abkochgebot für immunsupprimierte Personen

    Gemäß den Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes ist bei ausschließlich nachgewiesenen coliformen Bakterien in der Regel keine Gesundheitsgefährdung für die Allgemeinbevölkerung zu erwarten.

    Trotz der für die Allgemeinheit nicht zu erwartenden Gesundheitsgefährdung bitten wir aus Gründen der Vorsorge, Personen mit besonderem allgemeinen Infektionsrisiko durch ein geschwächtes, nicht intaktes Immunsystem vorerst Trinkwasser vor dem Verzehr abzukochen. Das heißt, zum Trinken, für die Zubereitung von roh verzehrten Speisen (z. B. Waschen von Obst und Gemüse) und zum Zähneputzen ist abgekochtes oder industriell abgepacktes Wasser zu verwenden. Hinweis zum Abkochen: Lassen Sie das Wasser einmal sprudelnd aufkochen und langsam abkühlen.

    Zum Verfahren und weiteren Vorgehen

    Da ein auffälliges Einzelfallergebnis immer durch eine weitere Gegenprobe zu verifizieren ist, wurde mit mehreren Nachproben der Anfangsverdacht abgeklärt. Die entsprechenden Untersuchungen in den mikrobiologischen Laboren benötigen allerdings entsprechend Zeit, so dass erst Ende Juni eine mikrobiologische Verunreinigung im Trinkwasser bestätigt wurde. Daraufhin erfolgte die Sequenzierung, deren Ergebnisse nun vorliegen.

    Das Amt für Gesundheit und Prävention der Stadt Chemnitz hatte vorsorglich bereits Ende Juni für einige wenige Einrichtungen in der Stadt individuelle Anordnungen (Abkochgebote) erlassen.

    Unabhängig von der geringen Höhe der vorgefundenen Verunreinigungen, wurden Maßnahmen ergriffen, zu denen auch die unmittelbare Einbindung des Amtes für Gesundheit und Prävention der Stadt Chemnitz gehört. Zu den bereits eingeleiteten Maßnahmen gehören außerdem eine verstärkte, engmaschige Überwachung durch zusätzliche Beprobungen sowie Netzspülungen und im Weiteren Desinfektionsmaßnahmen.

    Durch engmaschiges Monitoring wird intensiv an der Eingrenzung und Beseitigung der Ursache gearbeitet. Diese Maßnahmen werden nach jetziger Einschätzung einige Tage in Anspruch nehmen. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, informieren wir umgehend.

    Wir bedauern die Unannehmlichkeiten.

    Stand: 04.07.2025 – Stadt Chemnitz