Schlagwort: Vermögensabschöpfung

  • Polizei Hamm stoppt massiv überladenen Lkw auf dem Afyonring

    Polizei Hamm stoppt massiv überladenen Lkw auf dem Afyonring

    73 Prozent über dem zulässigen Gesamtgewicht

    Ein deutlich schief fahrender Lkw hat am Mittwochmorgen, 18. März, die Aufmerksamkeit der Polizei Hamm auf sich gezogen. Einsatzkräfte bemerkten das Fahrzeug auf dem Afyonring wegen seiner auffälligen Schieflage und kontrollierten den Lkw anschließend genauer. Schon bei der ersten Überprüfung vor Ort ergaben sich klare Hinweise auf eine erhebliche Überladung.

    Der Verkehrsdienst der Polizei Hamm begleitete den Lkw mit polnischen Kennzeichen daraufhin zu einer Brückenwaage. Dort stand das gerichtsverwertbare Ergebnis fest: Der Transporter überschritt das zulässige Gesamtgewicht massiv. Bei erlaubten 3.500 Kilogramm brachte das Fahrzeug tatsächlich 6.060 Kilogramm auf die Waage. Damit lag eine Überladung von 73 Prozent vor.

    Technische Kontrolle zeigt weiteren schweren Mangel

    Die Kontrolle endete nicht mit dem Wiegevorgang. In einer Fachwerkstatt prüften Experten das Fahrzeug zusätzlich technisch. Dabei zeigte sich, dass die auffällige Schieflage nicht nur auf die aktuelle Beladung zurückzuführen war. Vielmehr war der Rahmen des Fahrgestells hinten rechts erheblich verbogen.

    Nach Angaben der Polizei deutet dieser Schaden darauf hin, dass der Lkw bereits zuvor mehrfach mit erheblicher Überladung unterwegs gewesen sein muss. Der technische Zustand des Fahrzeugs machte deutlich, welche Folgen dauerhaftes Missachten der Vorschriften im Güterverkehr haben kann.

    Spedition spart laut Polizei vier Fahrten ein

    Nach den Feststellungen der Einsatzkräfte hatte die verantwortliche Spedition durch die Überladung insgesamt vier Fahrten eingespart. Bei gesetzeskonformer Beladung wären diese zusätzlichen Fahrten erforderlich gewesen. Genau daraus leitete die Polizei weitere Konsequenzen ab.

    Die Beamten veranlassten eine Vermögensabschöpfung im vierstelligen Bereich. Der Betrag wurde noch vor Ort entrichtet. Damit zog die Polizei den wirtschaftlichen Vorteil aus dem Transport ein, da die Fahrt unter diesen Bedingungen nicht hätte durchgeführt werden dürfen.

    Weiterfahrt sofort untersagt

    Zusätzlich fertigte die Polizei gegen den Fahrzeugführer und gegen den Fahrzeughalter jeweils eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Für den Fahrer war die Fahrt an diesem Punkt beendet: Die Beamten untersagten die Weiterfahrt unmittelbar.

    Der Fall zeigt, wie konsequent die Polizei Hamm bei Verstößen im gewerblichen Güterverkehr einschreitet. Die Kontrolle machte nicht nur eine massive Überladung sichtbar, sondern deckte auch erhebliche technische Schäden am Fahrzeug auf. Gerade solche Kombinationen aus Übergewicht und Fahrzeugmängeln stellen ein erhebliches Risiko für alle Verkehrsteilnehmer dar.

  • Internationale Großrazzia zerschlägt mutmaßliches Drogenkartell

    Internationale Großrazzia zerschlägt mutmaßliches Drogenkartell

    Internationale Razzia zerschlägt mutmaßliches Drogenkartell in Frankfurt

    Die hessische Polizei und die Staatsanwaltschaft Frankfurt greifen am frühen Mittwochmorgen in einem koordinierten Großeinsatz gegen ein internationales Drogenkartell durch. Die Einsatzkräfte durchsuchen 45 Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland, Österreich und Serbien.

    Der Schwerpunkt liegt in Frankfurt am Main. Ermittlerinnen und Ermittler vollstrecken drei Haftbefehle, stellen umfangreiche Beweismittel sicher und pfänden Vermögen im Gesamtwert von rund fünf Millionen Euro. Damit setzt Hessen ein deutliches Zeichen im Kampf gegen das internationale Drogenkartell Frankfurt.

    Drei Festnahmen und umfangreiche Sicherstellungen

    Die Behörden nehmen eine 54-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 49 und 55 Jahren fest. Weitere zwölf Personen müssen zur Klärung polizeilicher Maßnahmen ins Polizeipräsidium Frankfurt. Nach Abschluss der Vernehmungen verlassen alle das Präsidium wieder. Zudem beschlagnahmen die Einsatzkräfte Bargeld, Goldmünzen, hochwertige Uhren, Schmuck, Taschen sowie drei luxuriöse Fahrzeuge. Immobilien und Grundstücke im In- und Ausland werden ebenfalls gepfändet.

    Während der Durchsuchungen stoßen die Beamtinnen und Beamten auf eine scharfe Schusswaffe samt Munition. Zusätzlich sichern sie Smartphones, Computer, Tablets und zahlreiche Dokumente. Spezialisten werten das Material aktuell aus, um die Strukturen des mutmaßlichen Kartells weiter aufzudecken.

    Strukturen einer kriminellen Organisation

    Im Zentrum der Ermittlungen stehen ein 48-jähriger Deutscher mit serbischen Wurzeln und seine engste Führungsstruktur. Er gilt als Kopf der Gruppierung, die sich selbst „die Firma“ nennt. Gegen ihn besteht ein europaweiter Haftbefehl, zudem liegt ein Vermögensarrest von nahezu 31 Millionen Euro vor. Ermittler werfen der Organisation vor, über knapp zwei Jahre mehr als zwei Tonnen Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt zu haben. Die Gewinne sollen im dreistelligen Millionenbereich liegen.

    Mit diesen Einnahmen soll das Kartell ein weit verzweigtes Firmen- und Immobiliennetz aufgebaut haben, um die Herkunft der Gelder zu verschleiern. Zusätzlich stehen der Besitz und Handel mit Kriegswaffen und Sprengstoffen im Verdacht. Hinweise deuten darauf hin, dass die Gruppe Gewalt einsetzte, um Rivalen einzuschüchtern.

    Internationale Kooperation im Kampf gegen Organisierte Kriminalität

    Die Ermittlungen laufen unter dem Namen „Operation Donau“ und gehören zur europaweiten OTF „Balkan Cartels“. Das österreichische Bundeskriminalamt koordiniert diese Taskforce. In Deutschland führt das Hessische Landeskriminalamt gemeinsam mit dem Operations Hub der Polizei die Maßnahmen. Die Auswertung kryptierter Kommunikation bildet einen zentralen Baustein des Ermittlungskomplexes.

    Hessens Landeskriminalamt betont, dass die Bekämpfung Organisierter Kriminalität eine Kernaufgabe darstellt. Die konsequente Vermögensabschöpfung sendet laut Behörden eine klare Botschaft: Kriminalität lohnt sich nicht.

    Weiterführende Informationen

  • Verkehrskontrolle: Polizei stellt scharfe Schusswaffe, ein Messer und Bargeld sicher

    Verkehrskontrolle: Polizei stellt scharfe Schusswaffe, ein Messer und Bargeld sicher

    Polizeikontrolle auf der Hansastraße – Schusswaffe, Messer und Bargeld sichergestellt

    Am Samstag, dem 7. Juni 2025, führten Einsatzkräfte der Dortmunder Polizei eine Verkehrskontrolle auf der Hansastraße durch. Gegen 17:15 Uhr stoppten die Beamten einen Mercedes-Benz GLE zur Überprüfung.

    Im Fahrzeug befanden sich zwei Männer. Ein 32-Jähriger aus Werne sowie ein 22-Jähriger aus Lünen. Die Kontrolle entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Polizeieinsatz.

    Bei der Durchsuchung fanden die Beamten eine kleinkalibrige Schusswaffe des Typs Walther P22. Diese befand sich in einer Umhängetasche im Fahrzeug.

    Zusätzlich entdeckten die Polizisten ein Einhandmesser sowie einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag. Alle Gegenstände wurden umgehend sichergestellt.

    Gegen beide Insassen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Waffengesetz. Auch das Messer fiel unter diese Regelung.

    Das sichergestellte Bargeld wurde zur präventiven Vermögensabschöpfung einbehalten. Ziel ist es, mögliche kriminelle Vermögenswerte frühzeitig zu sichern.

    Die Voraussetzungen für Untersuchungshaft lagen nicht vor. Beide Männer wurden nach Abschluss der Maßnahmen entlassen.

    Zuvor erfolgte eine erkennungsdienstliche Behandlung auf der Polizeiwache. Die Ermittlungen dauern an und werden durch die zuständigen Behörden fortgeführt.