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100.000 Kakerlaken bei Großrazzia entdeckt

7. Juni 2026 2 Minuten gelesen
Kakerlaken

100.000 Kakerlaken bei Großrazzia in Australien entdeckt: Behörden stoppen illegale Zucht mit exotischen Schaben.

In Australien haben Behörden eine illegale Zucht mit mehr als 100.000 lebenden Kakerlaken aufgedeckt. Der Einsatz fand in Bathurst im Bundesstaat New South Wales statt.

Größte Razzia dieser Art in Australien

Die Ermittler stellten Madagaskar-Fauchschaben und Dubia-Schaben sicher. Der geschätzte Wert der Tiere liegt bei rund 200.000 Australischen Dollar. Das entspricht etwa 122.000 Euro.

Die Behörden sprechen von der größten Sicherstellung illegaler exotischer Wirbelloser in der Geschichte Australiens. Deshalb sorgt der Fall weit über Bathurst hinaus für Aufsehen.

Warum die Kakerlaken verboten sind

Australien schützt seine Landwirtschaft, seine Tierwelt und seine Ökosysteme mit strengen Biosicherheitsregeln. Exotische Kakerlaken dürfen deshalb nicht eingeführt, gehalten, gezüchtet oder verkauft werden.

Die Tiere durchliefen laut Behörden keine Umweltprüfung. Daher könnten sie Krankheiten verbreiten oder heimische Wildtiere gefährden. Außerdem könnte ein unkontrollierter Handel weitere Risiken auslösen.

Verdacht auf Handel als Reptilienfutter

Fachleute vermuten, dass der Züchter die großen Schaben als günstiges Futter für Reptilien verkaufen wollte. Denn größere Insekten eignen sich für viele Halter als ergiebige Futterquelle.

Die Behörden raten Reptilienhaltern jedoch zu legalen Alternativen. Dazu zählen etwa Grillen oder zugelassene Waldschaben.

Keine Anklage gegen den Züchter

Gegen den Mann aus Bathurst erhoben die Behörden bislang keine Anklage. Die Gründe dafür bleiben unklar. Dennoch kündigten die Behörden harte Konsequenzen für weitere Verstöße an.

Die beschlagnahmten Kakerlaken sollen eingeschläfert werden. Damit wollen die Behörden verhindern, dass die exotischen Arten in die Umwelt gelangen.

Weitere Nachrichten aus aller Welt findest Du in unserer Rubrik Weltweit. Außerdem bündeln wir überregionale Meldungen unter Deutschland.

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