Bundespolizisten nehmen 22-Jährigen vorläufig fest
Am Samstagmittag hat die Bundespolizei am Bahnhof Lüneburg einen 22-jährigen Mann vorläufig festgenommen. Gegen ihn besteht der Verdacht, zuvor in einer Regionalbahn der Linie RE 3 ein minderjähriges Mädchen sexuell belästigt zu haben.
15-Jährige sucht Hilfe bei Fahrgästen
Nach Angaben der 15-Jährigen setzte sich der Mann bei der Abfahrt des Zuges in Uelzen neben sie. Im weiteren Verlauf soll er versucht haben, das Mädchen zu berühren. Anschließend habe der Tatverdächtige an seinem entblößten Glied manipuliert.
Die Jugendliche reagierte geistesgegenwärtig: Sie stand auf und wandte sich an andere Fahrgäste, um Hilfe zu bekommen. Drei bislang unbekannte Personen unterstützten sie daraufhin und kümmerten sich um die Situation im Zug. Damit spielten sie bei der Aufklärung der sexuellen Belästigung im RE 3 eine wichtige Rolle.
Festnahme am Bahnhof Lüneburg
Als die Bundespolizei den Vorfall später am Bahnhof Lüneburg aufnahm, waren diese wichtigen Zeugen jedoch nicht mehr vor Ort. Es ist davon auszugehen, dass sie den Zug bereits an einem früheren Halt verlassen hatten.
Die Einsatzkräfte trafen den 22-jährigen Tatverdächtigen noch am Bahnsteig an. Laut Polizei stand er deutlich unter Alkoholeinfluss. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest und brachten ihn zur Dienststelle.
Zeugen nach sexueller Belästigung im RE 3 gesucht
Die Bundespolizeiinspektion Bremen leitete ein Strafverfahren wegen sexueller Belästigung ein. Die Ermittlungen dauern an.
Besonders wichtig für die weitere Aufklärung sind die Aussagen der drei Fahrgäste, die dem Mädchen geholfen haben. Die Bundespolizei bittet diese Zeugen sowie weitere Personen, die den Vorfall beobachtet haben, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 0421/16299-7777 oder per E-Mail an bpoli.bremen@polizei.bund.de entgegen.
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