Bundespolizei Freilassing meldet zahlreiche Verstöße bei Grenzkontrollen
Die Einsatzkräfte der Bundespolizei Freilassing verzeichneten am vergangenen Wochenende von Freitag bis Sonntag eine hohe Zahl an Feststellungen im grenznahen Raum. Insgesamt deckten die Beamten 17 unerlaubte Einreisen auf und erzielten 37 Fahndungstreffer. In vier Fällen vollstreckten sie bestehende Haftbefehle. Die Kontrollen fanden sowohl im Bahnverkehr als auch auf der Autobahn A8 statt.
Haftbefehl am Bahnhof Freilassing vollstreckt
Bereits am Freitag kontrollierten Beamte der Bundespolizei Freilassing einen grenzüberschreitenden Einreisezug am Bahnhof Freilassing. Dabei stellten sie einen 24-jährigen deutschen Staatsangehörigen fest, gegen den die Staatsanwaltschaft Traunstein wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Strafvollstreckung ausgeschrieben hatte. Ein Bekannter beglich die fällige Geldstrafe in Höhe von 2.100 Euro, sodass der Mann seine Reise noch am selben Abend fortsetzen konnte.
Manipulierter Reisepass und verbotenes Messer
Am Samstagabend überprüften Einsatzkräfte erneut einen Einreisezug am Bahnhof Freilassing. Ein 40-jähriger Österreicher fiel den Beamten durch einen stark manipulierten Reisepass auf. Mehrere Seiten fehlten vollständig, zudem beschriftete der Mann den Einband eigenhändig. In seiner Umhängetasche fanden die Beamten zusätzlich ein Butterflymesser. Da der Besitz solcher Messer ausnahmslos verboten ist, leiteten die Einsatzkräfte Ermittlungen wegen Urkundenfälschung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.
Weitere Urkundendelikte und Zurückweisungen
Am Sonntag stellten die Beamten der Bundespolizei Freilassing weitere Fälle von Urkundenfälschung fest. In einem Einreisezug kontrollierten sie einen 54-jährigen algerischen Staatsangehörigen, der lediglich eine italienische Identitätskarte vorlegte. Die Beamten erkannten mehrere Unregelmäßigkeiten am Dokument. Der Mann gestand später die Tat und wurde nach Abschluss der Maßnahmen nach Österreich zurückgewiesen.
Nur wenige Stunden später kontrollierten die Einsatzkräfte an der A8 einen Reisebus. Ein 51-jähriger Staatsangehöriger aus Bosnien und Herzegowina legte zwar einen Reisepass und einen Arbeitsvertrag vor, konnte jedoch keine weiteren Nachweise erbringen. Da er den Arbeitsvertrag nach eigenen Angaben nur zur Erleichterung der Einreise erhalten hatte und über keine ausreichenden Barmittel verfügte, wiesen die Beamten ihn ebenfalls nach Österreich zurück.
Haftbefehl auf der A8 führt in die Justizvollzugsanstalt
Ebenfalls an der Kontrollstelle auf der A8 überprüften Beamte am Sonntag einen Pkw. Gegen einen 57-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen bestand ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankenthal wegen Urkundenfälschung. Da der Mann die Geldstrafe nicht begleichen konnte, brachten ihn die Einsatzkräfte in eine Justizvollzugsanstalt, wo er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt.
Die Bundespolizei Freilassing kündigte an, die intensiven Grenzkontrollen weiterhin konsequent fortzusetzen, um unerlaubte Einreisen sowie grenzüberschreitende Kriminalität effektiv zu bekämpfen.
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