Übermüdeter Lkw-Fahrer auf der B10 bei Hinterweidenthal gestoppt
Die Polizeiinspektion Dahn hat am Mittwochmittag, 07. Januar 2026, einen gefährlich übermüdeten Lastwagenfahrer aus dem Verkehr gezogen. Gegen 14 Uhr kontrollierten die Beamten auf der Bundesstraße 10 bei Hinterweidenthal einen Sattelzug mit belgischer Zulassung, nachdem der Fahrer zuvor durch deutliche Fahrunsicherheiten aufgefallen war.
Während der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte schnell fest, dass weder Alkohol noch Betäubungsmittel für das auffällige Fahrverhalten verantwortlich waren. Stattdessen saß der 39-jährige Fahrer bereits seit mehr als 19 Stunden nahezu ununterbrochen am Steuer. Die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten hatte er vollständig missachtet.
Polizei erkennt akute Gefahr durch Übermüdung
Die Beamten beschrieben den Mann als sichtbar erschöpft und stark übermüdet. Aufgrund des kritischen Zustands untersagte die Polizei dem Fahrer die sofortige Weiterfahrt mit dem Sattelzug. Die Entscheidung diente dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer, da Übermüdung zu ähnlichen Reaktionsausfällen wie Alkohol führen kann.
Wie ernst die Situation war, zeigte sich wenig später auf der Dienststelle: Während der weiteren polizeilichen Maßnahmen schlief der Fahrer mehrfach ein. Dieses Verhalten bestätigte die Einschätzung der Einsatzkräfte, dass eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr bestand.
Bußgeldverfahren eingeleitet
Gegen den 39-Jährigen leitete die Polizei ein entsprechendes Bußgeldverfahren ein. Neben einem empfindlichen Bußgeld drohen dem Fahrer weitere verkehrsrechtliche Konsequenzen. Auch das verantwortliche Transportunternehmen könnte im Rahmen der Ermittlungen überprüft werden.
Die Polizei nutzt den Vorfall, um erneut auf die Bedeutung der Einhaltung gesetzlicher Ruhezeiten hinzuweisen. Besonders im gewerblichen Güterverkehr zählt Übermüdung zu den häufig unterschätzten Unfallursachen auf deutschen Bundesstraßen und Autobahnen.
Polizei appelliert an Verantwortung im Straßenverkehr
Die Polizei Rheinland-Pfalz appelliert eindringlich an alle Berufskraftfahrer, ihre Pausen konsequent einzuhalten und Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen. Nur so lassen sich schwere Verkehrsunfälle vermeiden. Weitere Informationen zu Verkehrskontrollen und Präventionsmaßnahmen finden Interessierte auf der offiziellen Seite der Polizei Rheinland-Pfalz.
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