Behörden sprechen von grober Tierquälerei
In Haßfurt in Bayern haben Behörden einen erschütternden Fall von Tierquälerei in Haßfurt aufgedeckt. Ein Reptilienhalter aus Unterfranken ließ 32 seiner Geckos verhungern und verdursten. Bei einer Kontrolle entdeckte das Veterinäramt die verendeten Tiere. Weitere 64 lebende Geckos nahmen die Einsatzkräfte in Obhut und brachten sie vorübergehend anderweitig unter.
Veterinäramt findet „unerträgliche“ Haltungsbedingungen vor
Das Landratsamt Haßberge stufte die Zustände als „unerträglich“ und „grob tierschutzwidrig“ ein. Der Halter kümmerte sich nach Behördenangaben nicht um die grundlegenden Bedürfnisse der Reptilien. Die Tiere lebten in einem rund 16 Quadratmeter großen Raum.
Die Einsatzkräfte fanden insgesamt 20 Terrarien vor. Zusätzlich hielt der Mann Geckos in einem Schrank, verteilt auf zwei Schubladen mit einer Fläche von jeweils 36 mal 25 Zentimetern. Die Behörden bewerten diese Unterbringung im Zusammenhang mit der Tierquälerei in Haßfurt als klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
64 Geckos gerettet – Pathologie untersucht Todesursache
Die 64 überlebenden Tiere wirkten teils stark abgemagert. Fachkräfte versorgen die geretteten Geckos nun und prüfen ihren Gesundheitszustand. Der Halter muss für die Untersuchung sowie die Unterbringung der Tiere aufkommen.
Die genaue Todesursache der 32 verendeten Geckos klärt nun die Pathologie des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Erst nach Abschluss der Untersuchungen steht fest, welche konkreten Umstände zum Tod der Tiere führten.
Halter zeigt sich uneinsichtig und beleidigt Einsatzkräfte
Während der Kontrolle verhielt sich der Mann uneinsichtig. Er verweigerte die Zusammenarbeit mit den Behörden und beleidigte Mitarbeiter des Veterinäramtes sowie eingesetzte Polizisten. Ihm droht nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Der Fall der Tierquälerei in Haßfurt sorgt für Entsetzen. Geckos zählen zu den Schuppenkriechtieren und leben weltweit in unterschiedlichen Lebensräumen – von Wüsten bis zu Tropenwäldern. Viele Menschen halten sie als Terrarientiere. Der aktuelle Vorfall zeigt jedoch, wie gravierend die Folgen ausbleibender Versorgung und falscher Haltung sein können.
Weitere aktuelle Meldungen aus Bayern finden Sie in unserer Rubrik Deutschland sowie unter News. Informationen zum Tierschutzgesetz stellt auch das Bundesministerium der Justiz bereit. Details zur Arbeit des Landesamtes finden Sie beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
