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AfD erreicht 30 Prozent – Union fällt auf 18 Prozent

3. Oktober 2026 3 Minuten gelesen
Wahlurne vor dem Reichstag

Berlin. Der neue INSA-Sonntagstrend zeigt einen ungewöhnlich großen Abstand zwischen AfD und CDU/CSU. Nach der am 3. Oktober 2026 veröffentlichten Erhebung erreicht die AfD 30 Prozent. Die Union aus CDU und CSU kommt dagegen auf 18 Prozent. Damit liegen zwischen beiden Parteien zwölf Prozentpunkte.

Nach Angaben zur Erhebung befragte INSA zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober insgesamt 1.202 Personen in Deutschland. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei ungefähr drei Prozentpunkten. Deshalb zeigen die Werte vor allem die aktuelle politische Stimmung und stellen keine Vorhersage eines tatsächlichen Wahlergebnisses dar.

INSA-Sonntagstrend sieht AfD bei 30 Prozent

Im aktuellen INSA-Sonntagstrend erreicht die AfD erstmals in dieser Erhebungsreihe die Marke von 30 Prozent. CDU und CSU liegen gleichzeitig bei 18 Prozent. Noch eine Woche zuvor hatte INSA die AfD bei 29 Prozent und die Union bei 19 Prozent gesehen. Somit hat sich der Abstand innerhalb einer Woche nochmals vergrößert.

SPD und Grüne erreichen in der neuen Erhebung jeweils 14 Prozent. Die Linke kommt auf 10 Prozent. Außerdem liegen FDP und BSW jeweils bei 4 Prozent und damit unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Die sonstigen Parteien erreichen zusammen 5 Prozent.

Andere Institute messen teilweise andere Werte

Allerdings sollte eine einzelne Sonntagsfrage nicht isoliert betrachtet werden. Andere Meinungsforschungsinstitute kommen derzeit ebenfalls auf einen Vorsprung der AfD vor der Union, allerdings unterscheiden sich die konkreten Werte.

So sieht der aktuelle ARD-DeutschlandTrend von Infratest dimap die AfD beispielsweise bei 27 Prozent. CDU und CSU erreichen dort 20 Prozent. Für diese Erhebung wurden 1.303 Wahlberechtigte befragt.

Der neue INSA-Wert fällt damit für die AfD höher und für die Union niedriger aus als beim DeutschlandTrend. Solche Unterschiede können unter anderem durch unterschiedliche Erhebungsmethoden, Befragungszeiträume und statistische Schwankungen entstehen.

Zwölf Prozentpunkte Abstand zwischen AfD und Union

Besonders auffällig ist deshalb weniger ein einzelner Prozentwert als der Abstand innerhalb der INSA-Erhebung. Mit zwölf Prozentpunkten zwischen AfD und Union erreicht die Differenz laut dem von BILD veröffentlichten Sonntagstrend einen neuen Höchststand dieser Messreihe.

Auch im Vergleich zur vorherigen INSA-Erhebung zeigt sich Bewegung. Ende September lag die AfD noch bei 29 Prozent, während CDU und CSU 19 Prozent erreichten. Somit gewann die AfD einen Punkt, während die Union einen weiteren Punkt verlor.

Umfragen bleiben Momentaufnahmen

Dennoch lassen sich aus einer Sonntagsfrage keine sicheren Aussagen über ein späteres Bundestagswahlergebnis ableiten. Umfragen bilden zunächst die Antworten der jeweils befragten Personen während eines bestimmten Zeitraums ab. Außerdem können sich politische Stimmungen bis zu einer Wahl deutlich verändern.

Der aktuelle INSA-Sonntagstrend zeigt jedoch, dass der Abstand zwischen AfD und Union in dieser Erhebungsreihe derzeit deutlich größer ausfällt als noch vor wenigen Wochen. Weitere Umfragen der kommenden Wochen werden zeigen, ob sich diese Entwicklung in unterschiedlichen Instituten fortsetzt oder die Werte wieder stärker zusammenrücken.

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