Hamburg – Zwei Mitarbeitende der DB Sicherheit sind am Dienstagmorgen im Hamburger Hauptbahnhof angegriffen worden. Ein 30-jähriger syrischer Staatsangehöriger soll zunächst einer 26-jährigen Mitarbeiterin gegen den Kopf geschlagen haben. Anschließend soll er einen weiteren Sicherheitsmitarbeiter mit der Faust im Gesicht getroffen haben.
Der Angriff im Hamburger Hauptbahnhof ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei am 6. Oktober 2026 gegen 9:15 Uhr. Zuvor hatten Mitarbeitende des Sicherheitsdienstes den 30-Jährigen bereits mehrfach aus dem Bahnhof verwiesen.
Mann soll DB-Mitarbeiterin gegen den Kopf geschlagen haben
Später hielt sich der Mann erneut vor den Fahrausweisautomaten am Südsteg auf. Eine 26-jährige Mitarbeiterin der DB Sicherheit wollte ihn nach dem derzeitigen Ermittlungsstand aus dem Bereich führen.
Dabei soll der 30-Jährige unvermittelt zugeschlagen haben. Laut Bundespolizei traf er die Frau mit der Faust am Kopf.
Ein 46 Jahre alter Mitarbeiter der DB Sicherheit schritt daraufhin ein. Auch ihn soll der Tatverdächtige mit der Faust getroffen haben. Der Schlag traf den Sicherheitsmitarbeiter nach Angaben der Bundespolizei im Gesicht.
DB-Mitarbeiter setzt Reizstoffsprühgerät ein
Um den Angriff abzuwehren, setzte der 46-Jährige ein Reizstoffsprühgerät ein. Er sprühte den Reizstoff in Richtung des Tatverdächtigen.
Eine in der Nähe befindliche Quattro-Streife bemerkte die Auseinandersetzung. Die Einsatzkräfte griffen ein und nahmen den Mann vorläufig fest. Dabei soll der 30-Jährige massiven Widerstand geleistet haben.
Weitere Beamte unterstützten die Einsatzkräfte. Sie fesselten den Tatverdächtigen und brachten ihn anschließend zum Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof.
Bundespolizei nimmt 30-Jährigen in Gewahrsam
Wegen des zuvor eingesetzten Reizstoffs spülten die Beamten die Augen des Mannes. Außerdem forderten sie einen Rettungswagen an. Die Rettungskräfte stellten fest, dass keine weitere medizinische Behandlung erforderlich war.
Auch im Bundespolizeirevier beruhigte sich der Mann laut Mitteilung nicht. Deshalb nahmen ihn die Einsatzkräfte in Gewahrsam. Ein Amtsarzt bestätigte anschließend seine Gewahrsamsfähigkeit.
Die beiden Mitarbeitenden der DB Sicherheit verspürten nach den Schlägen Schmerzen. Eine Behandlung durch den Rettungsdienst lehnten sie jedoch ab. Während der Widerstandshandlungen verletzte sich außerdem ein Bundespolizist leicht an den Knien. Er blieb dienstfähig.
Ermittlungen nach Angriff im Hamburger Hauptbahnhof
Nach dem Angriff im Hamburger Hauptbahnhof leitete die Bundespolizei gegen den 30-Jährigen Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein.
Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die weiteren Ermittlungen. Damit bleibt nun zu klären, wie sich die Auseinandersetzung im Detail entwickelte.
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