Anscheinswaffe am Würzburger Hauptbahnhof: 41-Jähriger bedroht Reisende und fordert Geld
Würzburg – Am Freitagabend, 2. Januar 2026, meldeten mehrere Reisende eine akute Bedrohungslage im Würzburger Hauptbahnhof. Gegen 18:15 Uhr sprachen Zeugen eine Streife der Bundespolizei direkt im Bahnhofsgebäude an. Sie berichteten von einem Mann mit einer Waffe. Die Einsatzkräfte reagierten sofort, suchten den Verdächtigen und griffen ihn kurz darauf in einem gastronomischen Betrieb im Bahnhof auf.
Die Beamten nahmen den 41-jährigen syrischen Staatsangehörigen ohne Widerstand fest. Anschließend brachten sie ihn zur Dienststelle. Dort stellten die Kräfte eine täuschend echt aussehende Anscheinswaffe sicher. Sie ähnelte einem Revolver. Nach ersten Erkenntnissen zählt der Mann zum polizeibekannten Personenkreis.
Videoaufnahmen zeigen Forderungen in zwei Betrieben
Die Bundespolizei wertete die Überwachungsvideos noch am Abend aus. Die Aufnahmen bestätigten den Verdacht. Der Tatverdächtige soll in zwei gastronomischen Betrieben im Hauptbahnhof unter Vorhalt der Anscheinswaffe Geld und Lebensmittel gefordert haben. Außerdem soll er Reisende bedroht haben. Die Ermittler prüfen derzeit, wie viele Personen konkret betroffen sind. Die detaillierte Auswertung der Aufzeichnungen läuft weiter.
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die Vorwürfe umfassen versuchten Raub, Bedrohung sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Weitere Details sollen nach Abschluss der Auswertung folgen.
Staatsanwaltschaft ordnet Blutentnahme an – Richter schickt Mann in U-Haft
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg ordnete die Justiz eine Blutentnahme durch einen Polizeiarzt an. Danach führten die Beamten den Tatverdächtigen am 3. Januar 2026 dem Amtsgericht Würzburg vor. Der zuständige Richter erließ einen Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an.
Bundespolizei bittet Zeugen um Hinweise
Die Bundespolizei bittet um Mithilfe. Wer sich am 2. Januar 2026 zwischen 17:45 Uhr und 18:30 Uhr im Bereich des Würzburger Hauptbahnhofs aufgehalten hat, soll sich melden. Das gilt auch für mögliche Geschädigte. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Würzburg unter 0931/32259-1111 entgegen.
Mehr Hintergründe zu Polizeieinsätzen findest Du auch in unseren Rubriken Deutschland, München und Fahndung. Offizielle Informationen zur Bundespolizei stehen auf bundespolizei.de. Den Wortlaut zum Waffengesetz findest Du auf gesetze-im-internet.de.
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