Zwei Tote auf Jagdfarm der Reederfamilie von Rantzau in Südafrika
Auf der Leeuwfontein-Jagdfarm in der südafrikanischen Provinz Limpopo sind innerhalb von rund zwei Tagen zwei Menschen durch Schüsse ums Leben gekommen. Nach Angaben der Anwälte der Hamburger Reederfamilie von Rantzau handelt es sich in beiden Fällen um Suizide. Die Ermittlungen der südafrikanischen Polizei dauern weiterhin an.
Zwei Todesfälle innerhalb von 20 Stunden
Am 1. Juni 2026 wurde Caroline von Rantzau (26), die deutsche Leiterin von „Leeuwfontein Safaris“, tot aufgefunden. Neben der Verstorbenen lag nach bisherigen Informationen ein Jagdgewehr des Kalibers .375. Das Gewehr soll aus dem Waffenschrank ihres Vaters stammen, des Hamburger Reeders Dr. Eberhart von Rantzau.
Bereits rund 20 Stunden zuvor war der Finanzchef der Farm, Arno Köen (43), tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei starb er durch einen Schuss in die Brust. Die verwendete 9-Millimeter-Pistole soll mehrere Meter von der Leiche entfernt gelegen haben.
Anwälte der Familie äußern sich
In einer aktuellen Stellungnahme erklärten die Anwälte der Familie von Rantzau, dass sich Arno Köen am 31. Mai 2026 offenbar auf der Jagdfarm das Leben genommen habe. Einen Tag später habe sich auch Caroline von Rantzau auf demselben Anwesen das Leben genommen.
Weiter heißt es, es bestehe derzeit kein Verdacht auf ein Verbrechen. Zudem arbeite die Familie uneingeschränkt mit den südafrikanischen Ermittlungsbehörden zusammen.
Frühere Angaben korrigiert
Zuvor hatte die Familie den Tod von Caroline von Rantzau als tragischen Unfall bezeichnet. In einer Mitteilung war zunächst sogar von einem Autounfall die Rede gewesen. Erst durch Recherchen vor Ort wurde bekannt, dass die 26-Jährige durch eine Schussverletzung ums Leben gekommen war und dass ein weiterer Todesfall auf dem Anwesen untersucht wurde.
Die Anwälte der Familie stellten nun klar, dass nach ihrer Darstellung beide Todesfälle auf Suizide zurückzuführen seien.
Polizei schließt derzeit Fremdverschulden aus
Die südafrikanische Polizei untersuchte das Anwesen über mehrere Tage hinweg. Ermittler sicherten Spuren und befragten Zeugen. Zu den genauen Umständen der Todesfälle machten die Behörden bislang keine weiteren Angaben.
Der Polizeisprecher der Provinz Limpopo bestätigte jedoch, dass die Ermittler aktuell von keiner fahrlässigen Tötung ausgehen. Außerdem gebe es derzeit keine weiteren Personen, gegen die Ermittlungen geführt würden.
Ermittlungen noch nicht abgeschlossen
Obwohl die Behörden derzeit keinen Verdacht auf ein Verbrechen sehen, bleiben die Ermittlungen zu den genauen Abläufen auf der Leeuwfontein-Jagdfarm bestehen. Weitere Erkenntnisse der südafrikanischen Polizei stehen noch aus.
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