Automaten-Knacker geschnappt!
Nach einer monatelangen Aufbruchsserie von Fahrkartenautomaten hat die Bundespolizei am frühen Montagmorgen (9. Februar) zwei Männer direkt am Tatort festgenommen. Einsatzkräfte griffen die Verdächtigen an der Bahnhaltestelle Dortmund-Mengede auf frischer Tat bei einem erneuten Aufbruchsversuch.
Elf Taten seit November 2025
Die Ermittler werfen den beiden deutschen Staatsangehörigen im Alter von 34 und 28 Jahren vor, seit November 2025 insgesamt elf Fahrkartenautomaten aufgebrochen zu haben. Die Serie erstreckte sich über mehrere Städte im Münsterland sowie in Teilen von Nordrhein-Westfalen.
Betroffen waren Bahnhöfe und Haltepunkte in Ahlen (zweimal), Buldern, Drensteinfurt, Borken, Dülmen, Senden-Bösensell, Lippstadt, Neubeckum, Hamm-Heessen und zuletzt Dortmund-Mengede.
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Immer gleiches Muster
Nach bisherigen Erkenntnissen gingen die Tatverdächtigen bei der Aufbruchsserie stets nach dem gleichen Muster vor. Sie verschafften sich gewaltsam Zugang zu den Automaten und entwendeten Bargeld aus dem Innenraum.
Die Täter erbeuteten nach aktuellem Ermittlungsstand einen mittleren fünfstelligen Euro-Betrag. Gleichzeitig entstand erheblicher Sachschaden: Die Beschädigungen summieren sich nach Angaben der Behörden auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag.
Haftbefehl gegen 34-Jährigen
Die Bundespolizei führte die beiden Männer am Dienstagnachmittag (10. Februar) einem Haftrichter vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft gegen den 34-jährigen Tatverdächtigen aus Everswinkel an.
Den Haftbefehl gegen den 28-jährigen Mann aus Ahlen setzte das Gericht unter Auflagen außer Vollzug. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern weiterhin an.
Ermittlungen laufen weiter
Die Beamten prüfen derzeit, ob die Beschuldigten für weitere Taten im Zusammenhang mit der Aufbruchsserie Fahrkartenautomaten verantwortlich sind. Zudem werten Spezialisten Spuren und sichergestellte Beweismittel aus.
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Die Bundespolizei verstärkt nach der Serie ihre Kontroll- und Präventionsmaßnahmen an besonders gefährdeten Standorten.
