Baby stirbt nach Notruf in Ilberstedt – Tatverdächtiger festgenommen
Ilberstedt (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt) – In einem gelben Einfamilienhaus endet ein dramatischer Notruf tödlich: Ein fünf Monate altes Baby stirbt, obwohl Rettungskräfte alles für sein Leben tun. Die Ermittler prüfen ein Tötungsdelikt, ein Tatverdächtiger sitzt nach seiner Festnahme in Polizeigewahrsam.
Dramatischer Notruf aus Einfamilienhaus im Salzlandkreis
Am Montagabend geht bei der Leitstelle ein verzweifelter Anruf ein. Am anderen Ende der Leitung schreit eine Person panisch um Hilfe. Nur die Adresse in Ilberstedt und der Hinweis, dass ein Baby bewusstlos ist, kommen noch verständlich an. Sofort startet die Leitstelle den Alarm und schickt zahlreiche Kräfte in den Salzlandkreis.
Mehrere Streifenwagen der Polizei und der Rettungsdienst fahren mit Sondersignal zu dem Einfamilienhaus. Parallel setzt die Leitstelle einen Rettungshubschrauber ein, der auf einem nahegelegenen Sportplatz landet. Von dort aus eilt der Notarzt zu dem Gebäude, aus dem der dramatische Notruf kam. Die Szene zeigt, wie schnell jede Sekunde zählt, wenn ein Baby stirbt nach Notruf in Ilberstedt.
Rettungskräfte kämpfen eine Stunde lang um das Baby
Im Haus finden die Einsatzkräfte das fünf Monate alte Mädchen schwer verletzt. Sofort beginnen sie mit der Reanimation. Über einen langen Zeitraum kämpfen Notarzt und Rettungsdienst um das Leben des Kindes. Immer wieder versuchen sie, den kleinen Körper zu stabilisieren, während die Polizei das Umfeld absichert und erste Spuren sichert.
Trotz aller Maßnahmen und einer etwa einstündigen Reanimationsphase im und vor dem Haus schaffen es die Retter nicht, das Leben des Babys zu retten. Im Rettungswagen vor Ort erklären sie das Kind schließlich für tot. Die Nachricht erschüttert nicht nur die Beteiligten, sondern den gesamten Ort Ilberstedt.
Obduktion angeordnet – Ermittler prüfen Tötungsdelikt
Weil der Tod des Babys unter unklaren Umständen eintritt, ordnet die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an. Kriminaltechniker und Ermittler sichern Spuren im Haus und dokumentieren jede Auffälligkeit. Nach ersten Erkenntnissen weist der Körper des Kindes Verletzungen auf, die nicht zu einem einfachen Unfall oder ausschließlich zu den intensiven Reanimationsmaßnahmen passen.
Der zuständige Oberstaatsanwalt teilt mit, dass die Ermittler von einem Tötungsdelikt ausgehen. Ein Mann gilt als dringend tatverdächtig und sitzt in Gewahrsam. Er soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Ob er mit dem Baby oder der Mutter verwandt ist, bleibt zunächst offen. Die Ermittler machen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine weiteren Angaben zur Identität.
Familienumfeld im Fokus der Ermittlungen
Nachbarn berichten, dass die junge Mutter mit ihrem Baby und einem älteren Kind erst vor einigen Monaten wieder zu ihrem Vater in das Haus in Ilberstedt gezogen ist. Das Familienumfeld rückt nun in den Fokus der Ermittlungen. Die Polizei befragt Angehörige, Nachbarn und mögliche Zeugen, um zu klären, was in den Stunden vor dem dramatischen Notruf geschah.
Die Ermittler prüfen, wer sich zum Zeitpunkt des Notrufs im Haus aufhielt, wer Zugang zu dem Kind hatte und wie es zu den Verletzungen kam. Bis zur Klärung der Hintergründe gilt der Mann als Tatverdächtiger, nicht als verurteilter Täter. Die Unschuldsvermutung bleibt bestehen, während die Spurensicherung und Auswertung von Gutachten läuft.
Hinweise der Polizei und Unterstützung für Betroffene
Die Polizei Sachsen-Anhalt informiert auf ihrem Landesportal regelmäßig über aktuelle Ermittlungen, Präventionsthemen und Ansprechstellen für Opfer von Gewalt. Angehörige und Nachbarn, die Hinweise zu auffälligen Beobachtungen rund um das betroffene Haus in Ilberstedt haben, sollen sich an die zuständige Dienststelle wenden.
In akuten Notlagen gilt: Wähle sofort den Notruf 112. Im Salzlandkreis nimmt die integrierte Leitstelle Notrufe rund um die Uhr entgegen und koordiniert Rettungsdienst, Feuerwehr und weitere Kräfte (integrierte Leitstelle des Salzlandkreises). Schnelle Informationen zur Situation vor Ort helfen den Disponenten, passende Einsatzmittel zu schicken.
Wenn ein Baby stirbt nach Notruf in Ilberstedt, stellt das nicht nur für die Familie, sondern auch für Einsatzkräfte und das Umfeld eine massive psychische Belastung dar. Wer nach einem solchen Einsatz oder als Angehöriger Unterstützung braucht, sollte nicht zögern, professionelle Hilfe anzunehmen – etwa über Beratungsstellen, Ärztinnen und Ärzte oder kommunale Angebote.
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