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Babynahrung-Rückruf: Sorge vor Giftstoff Cereulid

30. Januar 2026 3 minutes read
Danone Aptamil Rückruf Deutschland

Danone ruft Aptamil-Babynahrung in Deutschland zurück: Mindestens drei Chargen betroffen

Der Lebensmittelkonzern Danone hat in Deutschland einen Rückruf von Babynahrung der Marke Aptamil gestartet. Mindestens drei Chargen sollen betroffen sein. Das geht aus einem Schreiben des Unternehmens an einen Großhändler hervor, über das die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bestätigte am Donnerstag, dass bestimmte Chargen von Danone-Produkten zurückgezogen werden.

Nach Angaben aus dem Schreiben betrifft der Rückruf Produkte, die zwischen Mai und August 2025 hergestellt wurden. Eltern, die entsprechende Ware zu Hause haben, sollten die Chargennummern prüfen und die betroffenen Produkte vorsorglich nicht mehr verwenden.

Hintergrund: Verdacht auf Verunreinigung mit Cereulid

Der Danone-Rückruf steht im Zusammenhang mit einem größeren Skandal rund um einen möglichen Giftstoff in Säuglingsnahrung. Im Mittelpunkt steht der Stoff Cereulid, der Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Nach bisherigen Informationen wurde Cereulid in einer Zutat nachgewiesen, die von einem Lieferanten aus China stammen soll.

Der Skandal begann bereits im Januar, als der Konkurrent Nestlé in rund 60 Ländern Chargen seiner Säuglingsnahrung zurückrief. Damals bestand der Verdacht, dass Produkte mit Cereulid belastet sein könnten. Die Verbraucherorganisation Foodwatch erhebt jedoch schwere Vorwürfe: Laut Foodwatch habe Nestlé schon Wochen vorher von der Gefahr gewusst.

Foodwatch kritisiert „stille Rückrufe“ ohne öffentliche Warnung

Besonders kritisch sieht Foodwatch die Informationspolitik in Deutschland und Österreich. Dort soll es laut Organisation lediglich einen „stillen Rückruf“ gegeben haben – ohne breite öffentliche Warnung. Dadurch könnten Familien die betroffenen Produkte weiter genutzt haben, ohne von einem möglichen Risiko zu wissen.

Weitere Hersteller betroffen – Ermittlungen in Frankreich laufen

Inzwischen betrifft der Skandal nicht nur Nestlé, sondern auch andere französische Hersteller wie Lactalis und Danone. In Frankreich prüfen Ermittler derzeit einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Tod von zwei Säuglingen und zurückgerufenen Babynahrungsprodukten.

Danone selbst hatte bereits am vergangenen Freitag einen Rückruf für bestimmte Märkte angekündigt, nannte dabei jedoch keine konkreten Länder oder Marken. Nun steht fest: Auch Deutschland ist betroffen.

Betroffene Produkte: 

  • Aptamil Pronutra Pre (1,2 Kilogramm) mit Mindesthaltbarkeitsdatum 19.11.2026
  • Aptamil Pronutra 1 DE (800 Gramm) mit Mindesthaltbarkeitsdatum 10.11.2026
  • Aptamil Profutura Duo Pre D (800 Gramm) mit Mindesthaltbarkeitsdatum 20.04.2027

Was Eltern jetzt tun sollten

Eltern, die Aptamil-Produkte zu Hause haben, sollten:

  • die Chargenangaben auf der Verpackung prüfen,
  • betroffene Ware nicht mehr verwenden,
  • bei Unsicherheiten direkt beim Hersteller oder im Handel nachfragen,
  • bei Beschwerden oder Symptomen ärztlichen Rat einholen.

Aktuelle Informationen zu Rückrufen finden Verbraucher außerdem über offizielle Stellen wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie über das Portal Lebensmittelwarnung.de.

Weitere Nachrichten rund um Verbraucherschutz und Rückrufe findest Du auch in unserem Bereich Deutschland sowie unter News.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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