Bahnhof in Gefahr: Gleis 0 soll den Bahnhof retten
In Köln-Mülheim wächst der Druck: Der RRX-Halt Köln-Mülheim steht auf der Kippe, weil der geplante 15-Minuten-Takt auf der Achse Dortmund–Köln zusätzliche Kapazitäten braucht. Damit Pendlerinnen und Pendler weiterhin in Mülheim ein- und aussteigen können, fordern Anwohner und eine Bürgerinitiative den schnellen Bau von Gleis 0. Das neue Gleis würde es schnelleren Zügen ermöglichen, den haltenden RRX zu überholen – und damit den RRX-Halt Köln-Mülheim langfristig sichern.
Warum es gerade jetzt zählt
Das RRX-Zielnetz sieht mittelfristig einen Viertelstundentakt zwischen Dortmund und Köln vor. Ohne infrastrukturelle Anpassungen droht Mülheim aus dem Takt zu fallen. Genau hier setzt die Idee von Gleis 0 an: Ein zusätzliches Gleis direkt neben Gleis 1 schafft Überholmöglichkeiten für ICE/IC und hält den Knoten leistungsfähig. So bleibt der RRX-Halt Köln-Mülheim erhalten – ein wichtiger Anker für fast 150.000 Menschen im Stadtbezirk und viele Umsteiger aus dem linksrheinischen Köln.
Was der Ausfall bedeuten würde
Fällt der Halt weg, weichen Tausende auf Köln Hbf oder Messe/Deutz aus. Beide Stationen arbeiten bereits am Limit. Die Folge wäre mehr Gedränge, längere Wege und höhere Verspätungsanfälligkeit. Wer regelmäßig Richtung Düsseldorf, Duisburg oder ins Ruhrgebiet pendelt, verliert Zeit und Flexibilität. Deshalb drängen Initiative und Unterstützer aus dem SPNV-Bereich auf eine schnelle Einbindung des Projekts in die längerfristigen Ausbaulisten von Land und Bund.
Aktueller Kontext für Reisende
- Der RRX wird schrittweise verdichtet und bringt bereits heute spürbare Entlastung auf wichtigen Korridoren. Offizielle Projektinfos liefert das RRX-Zielnetz.
- Regionale Updates zu Linien und temporären Umleitungen stellt der Aufgabenträger Go Rheinland (RE5 RRX) bereit.
- Zur Einordnung größerer Maßnahmen in Köln empfehlen wir unseren Überblick zur zehntägigen Sperrung am Hauptbahnhof im November: Köln Hbf – alle Fakten zur Sperrung.
Wie es weitergeht
Jetzt zählt der politische Wille. Verkehrsprojekte dieser Größenordnung brauchen Vorläufe von Jahren. Je früher Planer das zusätzliche Gleis festschreiben, desto eher bleibt der Halt gesichert. Bis dahin sollten Pendler regelmäßige Fahrplanhinweise prüfen und bei größeren Bauphasen alternative Routen einplanen. Laufende Meldungen und Hintergründe bündeln wir fortlaufend in unserer Rubrik Verkehrsstörungen.
