A70 bei Bamberg: Geisterfahrer (46) wegen Mordverdachts in Haft
Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A70 bei Bamberg sitzt ein 46-jähriger Geisterfahrer in Untersuchungshaft. Der Mann soll am Freitagabend, 16. Oktober 2026, absichtlich in falscher Richtung auf der Autobahn gefahren sein. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen. Insgesamt erlitten vier Menschen schwere Verletzungen.
Geisterfahrer auf der A70: Polizei ermittelt wegen Mordversuchs
Der Unfall ereignete sich gegen 18.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Bamberg-Hafen und Viereth-Trunstadt. Zunächst meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer einen Falschfahrer. Kurz darauf erreichten die Polizei bereits Notrufe über einen schweren Verkehrsunfall.
Nach den bisherigen Ermittlungen soll der 46-Jährige aus dem Landkreis Bamberg bewusst entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung gefahren sein. Deshalb gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass der Mann einen Zusammenstoß mit anderen Verkehrsteilnehmern absichtlich herbeiführen wollte.
Die Staatsanwaltschaft Bamberg ermittelt daher wegen des Verdachts des versuchten gemeingefährlichen Mordes. Allerdings sind die genauen Hintergründe der Fahrt weiterhin unklar.
Vier Menschen bei schwerem Unfall verletzt
Während seiner Fahrt kollidierte der 46-Jährige mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen. In einem Auto saßen ein 19-jähriger Fahrschüler und seine 63-jährige Fahrlehrerin. Außerdem war ein 82-jähriger Autofahrer an dem Unfall beteiligt.
Durch die heftigen Zusammenstöße erlitten alle drei Unfallgegner sowie der mutmaßliche Verursacher schwere Verletzungen. Rettungskräfte versorgten die Betroffenen zunächst an der Unfallstelle und brachten sie anschließend in Krankenhäuser.
Gesundheitszustand der Verletzten
Inzwischen konnten der Fahrschüler und seine Fahrlehrerin das Krankenhaus verlassen. Auch der 46-jährige Tatverdächtige befindet sich nicht mehr in stationärer Behandlung. Der 82-jährige Unfallbeteiligte ist nach Angaben der Polizei auf dem Weg der Besserung.
Untersuchungshaft nach Geisterfahrt bei Bamberg
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ ein Ermittlungsrichter einen Haftbefehl gegen den 46-Jährigen. Neben versuchtem gemeingefährlichem Mord werfen ihm die Ermittler unter anderem einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis und gefährliche Körperverletzung vor.
Außerdem stellte sich heraus, dass der Mann zum Unfallzeitpunkt keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Weshalb er dennoch mit dem Auto unterwegs war, untersuchen die Behörden weiterhin.
Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Polizei Bamberg sucht Zeugen der Geisterfahrt
Die Kriminalpolizei Bamberg möchte insbesondere klären, an welcher Anschlussstelle der 46-Jährige auf die Autobahn gelangte. Deshalb bitten die Ermittler weitere Verkehrsteilnehmer um Unterstützung.
Gesucht werden Personen, die am Freitagabend einen silberfarbenen Ford in falscher Fahrtrichtung auf der A70 beobachtet haben. Auch Hinweise zu möglichen Beobachtungen an den Autobahnauffahrten könnten für die Ermittlungen wichtig sein.
Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0951/9129-491 bei der Kriminalpolizei Bamberg melden.
Ermittlungen zum Unfall auf der A70 dauern an
Die Polizei untersucht weiterhin die Hintergründe der mutmaßlich vorsätzlichen Geisterfahrt. Dabei stehen insbesondere die Beweggründe des Tatverdächtigen sowie der genaue Unfallhergang im Mittelpunkt.
Weitere Berichte über ähnliche Ereignisse findest du in unserer Berichterstattung über Geisterfahrer sowie unter schwere Autobahnunfälle.
Quellen
Weitere Informationen zu dem Fall bieten die Bayerische Polizei und Presseportal.
