Schweizer Bar-Brand in Crans-Montana: 14-Jährige unter den identifizierten Todesopfern
Crans-Montana steht unter Schock, denn der Schweizer Bar-Brand in Crans-Montana hat in der Silvesternacht eine verheerende Spur hinterlassen. Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis identifizierten die Ermittler inzwischen 24 der insgesamt 40 Todesopfer. Unter den Opfern befinden sich viele Jugendliche, und damit rückt der Schweizer Bar-Brand in Crans-Montana noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit.
Viele Jugendliche unter den Opfern – Identifizierung läuft weiter
Die Polizei bestätigte, dass eine 14-jährige Schweizerin das bislang jüngste bekannte Opfer ist. Außerdem starben zwei 15-jährige Schweizerinnen. Zehn weitere der identifizierten Opfer waren Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren. Zusätzlich meldeten die Behörden weitere Erwachsene unter den Toten, darunter zwei Schweizer Männer (20 und 31 Jahre) sowie ein 39-jähriger Franzose.
Bei den neu identifizierten Opfern handelt es sich laut Polizei um zehn Schweizer, zwei Italiener sowie eine Person mit italienisch-emiratischem Pass. Zudem gehören je eine Person aus Rumänien, Frankreich und der Türkei zu den bislang bestätigten Todesopfern. Die Identifizierung bleibt schwierig, weil viele Opfer schwerste Brandverletzungen erlitten.
119 Verletzte, Verlegungen in Spezialkliniken – Ermittlungen gegen Betreiber
Neben den Toten registrierten die Einsatzkräfte 119 Verletzte, teils mit schweren Verbrennungen. Mehrere Betroffene verlegten Kliniken in ganz Europa, weil Spezialbehandlungen nötig wurden und weil lokale Kapazitäten an Grenzen stießen.
Hinweise auf Auslöser – Brandschutz rückt in den Mittelpunkt
Die Staatsanwaltschaft führt ein Strafverfahren gegen die Betreiber der Bar. Ermittler prüfen den Verdacht der fahrlässigen Tötung. Hinweise deuten darauf hin, dass an Champagnerflaschen angebrachte Wunderkerzen oder Bengalische Feuer das Dämmmaterial an der Decke entzündeten. Danach breitete sich das Feuer sehr schnell aus. Der Schweizer Bar-Brand in Crans-Montana wirft deshalb auch Fragen zu Brandschutz, Materialwahl und Abläufen in der Nacht auf.
Weitere Informationen veröffentlicht die Kantonspolizei Wallis fortlaufend über ihre offiziellen Kanäle. Für Angehörige und Betroffene bleibt zudem eine Helpline erreichbar.
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