Hellweg meldet Insolvenz an: Alle 68 Baumärkte bleiben vorerst geöffnet
Die bekannte Baumarktkette Hellweg hat Insolvenz angemeldet. Das zuständige Amtsgericht Essen hat dem Antrag bereits zugestimmt. Trotz des Verfahrens läuft der Geschäftsbetrieb nach Unternehmensangaben zunächst weiter. Alle 68 Märkte sowie der Online-Shop bleiben geöffnet.
Hellweg Insolvenz betrifft rund 2900 Mitarbeiter
Von der Insolvenz sind rund 2900 Beschäftigte betroffen. Nach Angaben des Unternehmens erhalten die Mitarbeiter in den kommenden drei Monaten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
Die Nachricht folgt auf bereits angekündigte Filialschließungen. Zuletzt hatte Hellweg die Schließung von zehn Standorten bekanntgegeben. Mit dem Insolvenzantrag steht die Baumarktkette nun vor einer umfassenden Neuordnung.
Sanierung der Baumarktkette geplant
Das Amtsgericht Essen bestellte den Rechtsanwalt Stefan Denkhaus zum vorläufigen Sachverwalter. Er überwacht die Interessen der Gläubiger während des Insolvenzverfahrens.
Zusätzlich berief das Unternehmen zwei Sanierungsexperten in die Geschäftsführung. Ziel ist eine wirtschaftliche Neuaufstellung der Baumarktkette.
Im Rahmen einer Sanierung kommen üblicherweise alle Standorte auf den Prüfstand. Welche Filialen konkret betroffen sein könnten, ist derzeit noch nicht bekannt.
Standorte und Online-Shop bleiben geöffnet
Für Kunden ändert sich vorerst nichts. Nach Angaben des Unternehmens bleiben sämtliche Märkte weiterhin geöffnet. Auch der Online-Shop setzt seinen Betrieb fort.
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Traditionsunternehmen mit Wurzeln in Dortmund
Hellweg zählt zu den bekanntesten Baumarktketten Deutschlands. Das Unternehmen betreibt seine Standorte vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie in Berlin.
Der erste Hellweg-Baumarkt eröffnete 1971 am Brackeler Hellweg in Dortmund. Der Unternehmensname geht auf den historischen Handelsweg „Hellweg“ zurück, der im Mittelalter von Aachen durch das heutige Ruhrgebiet führte.
Wie die Zukunft der Baumarktkette nach der Insolvenz aussehen wird, soll nun im Rahmen der geplanten Sanierung entschieden werden.
Weitere Informationen zum Insolvenzverfahren finden Interessierte bei den zuständigen Behörden unter Bundesagentur für Arbeit und Justiz Nordrhein-Westfalen.
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