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Berlin: Polizist soll amtliche Dokumente gegen sexuelle Bilder getauscht haben

23. Juni 2026 2 Minuten gelesen
Polizei Berlin Neu

Berlin: Polizist soll amtliche Dokumente gegen sexuelle Bilder getauscht haben

Ein Berliner Polizist ist angeklagt: Die Staatsanwaltschaft Berlin wirft einem 41-jährigen Polizeibeamten vor, amtliche Dokumente gefälscht und dafür Bilder mit sexuellem Inhalt als Gegenleistung verlangt zu haben. Die Anklage liegt inzwischen beim Amtsgericht Tiergarten.

Gefälschte Ordnungswidrigkeitsanzeige für einen Bekannten

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll ein 25-jähriger Bekannter den Beamten in den Jahren 2024 und 2025 mehrfach um Unterstützung gebeten haben. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht eine Ordnungswidrigkeitsanzeige, die der Polizist am 6. Oktober 2024 erstellt und verschickt haben soll.

Der 25-Jährige wollte demnach seinen Gläubigern vorgaukeln, die Polizei habe 700 Euro von ihm beschlagnahmt. Tatsächlich soll er das Geld zuvor in einem Berliner Nachtclub ausgegeben haben. Für die Erstellung des Dokuments soll der Beamte Bilder mit sexuellem Inhalt verlangt haben.

Weitere VorwĂĽrfe im Februar 2025

Die Ermittler werfen dem Beamten zudem einen weiteren Vorfall vom 8. Februar 2025 vor. Laut Anklage soll er dem 25-Jährigen eine Abfrage im polizeilichen Informationssystem zugesagt haben.

Zusätzlich soll der Polizeibeamte erneut zwei Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstellt haben. Auch hierbei sollen Bilder mit sexualisiertem Inhalt die Gegenleistung gewesen sein.

Zufällige Entdeckung bei anderen Ermittlungen

Aufgedeckt wurden die mutmaßlichen Taten nicht durch ein Verfahren gegen den Beamten selbst. Vielmehr stellten Ermittler im Rahmen eines Verfahrens wegen Betäubungsmittelhandels ein Mobiltelefon sicher und werteten dessen Inhalte aus.

Dabei stießen die Ermittler auf Chats, die nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft die Grundlage für die jetzigen Vorwürfe bilden.

Polizei reagiert mit Dienstverbot

Der 41-Jährige hat sich laut Staatsanwaltschaft bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen untersagte ihm die Berliner Polizei die weitere Dienstausübung.

Nun muss das Amtsgericht Tiergarten entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und es zu einer Hauptverhandlung kommt.

Ermittlungen dauern an

Mit der Anklage ist noch keine Entscheidung über Schuld oder Unschuld verbunden. Erst ein mögliches Gerichtsverfahren wird klären, ob sich die Vorwürfe gegen den Beamten bestätigen lassen.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen finden Sie auch in unserem Bereich News. Informationen zu weiteren Einsätzen und Ermittlungen gibt es zudem unter Deutschland sowie im Bereich Fahndungen.

Offizielle Informationen veröffentlicht die Polizei Berlin sowie die Berliner Justiz.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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