Tödlicher Verkehrsunfall in Berlin: 35-Jähriger stirbt am Mariendorfer Damm
Ein tödlicher Verkehrsunfall in Berlin erschüttert den Bezirk Mariendorf. Am Montagabend kam ein 35-jähriger Mann bei einem schweren Crash ums Leben. Der Unfall ereignete sich gegen 23.40 Uhr auf dem Mariendorfer Damm in Höhe Hundsteinweg.
BMW M4 prallt gegen Baum
Nach ersten Erkenntnissen war der Mann mit einem grünen BMW M4 unterwegs. Das Fahrzeug verfügt über rund 500 PS und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Laut bisherigen Informationen könnte der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein.
Aus bislang ungeklärter Ursache verlor der 35-Jährige die Kontrolle über den Wagen. Das Auto schleuderte von der Fahrbahn und prallte mit enormer Wucht gegen einen Baum. Durch die massive Kollision klemmte der Fahrer in dem stark deformierten Fahrzeug ein.
Rettungskräfte erreichten kurze Zeit später die Unfallstelle, konnten jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der tödliche Verkehrsunfall in Berlin forderte damit erneut ein Menschenleben auf einer der Hauptverkehrsachsen im Süden der Hauptstadt.
Fahrer war 2011 in tödlichen Unfall verwickelt
Der Verstorbene war für die Polizei kein Unbekannter. Bereits am 2. August 2011 hatte er einen Radfahrer in Berlin-Lichtenrade erfasst. Damals näherte er sich in einem Audi A5 Coupé von hinten einem 37-jährigen Radfahrer auf dem Lichtenrader Damm.
Augenzeugen schätzten die Geschwindigkeit des Autos später auf rund 100 km/h. Der Wagen erfasste den Radfahrer schwer. Der Mann erlitt massive Kopfverletzungen und verstarb später an den Folgen des Aufpralls.
Nach dem Zusammenstoß hielt der Fahrer zunächst an, zog das beschädigte Fahrrad unter dem Fahrzeug hervor und entfernte sich anschließend vom Unfallort. Eine Zeugin entdeckte das Unfallfahrzeug, wenig später nahmen Einsatzkräfte den Fahrer fest.
Bewährungsstrafe nach Urteil
Das zuständige Gericht verurteilte ihn später wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung. Zusätzlich musste er 25.000 Euro an die Mutter des Getöteten zahlen. Außerdem erhielt er eine zweijährige Führerscheinsperre.
Ermittlungen laufen
Die Polizei Berlin untersucht nun die genauen Umstände des aktuellen Geschehens. Experten prüfen insbesondere die Geschwindigkeit sowie mögliche weitere Einflussfaktoren. Der tödliche Verkehrsunfall in Berlin wirft erneut Fragen zur Verkehrssicherheit und zum Fahrverhalten auf stark frequentierten Straßen auf.
Weitere Informationen zu aktuellen Einsätzen und Entwicklungen finden Sie auf der offiziellen Seite der Polizei Berlin. Aktuelle Meldungen aus der Hauptstadt lesen Sie außerdem in unserer Rubrik Deutschland sowie im Bereich Verkehr.
