Betonabdeckung auf S-Bahn geworfen
Ein gefährlicher Angriff auf den Bahnverkehr beschäftigte am Abend des 4. Dezember zahlreiche Einsatzkräfte in
München.
Gegen 17:20 Uhr hat ein bislang unbekannter Täter eine Betonabdeckung auf eine fahrende S-Bahn geworfen.
Der Zug der Linie S1 befand sich zwischen den Haltepunkten Moosach und Feldmoching, als der schwere Gegenstand die
Frontscheibe traf.
Triebfahrzeugführer bleibt unverletzt – rund 700 Reisende müssen Zug verlassen
Die S-Bahn durchfuhr zu diesem Zeitpunkt eine Gleisbrücke. Die Betonabdeckung wurde mit erheblicher Wucht gegen die Frontscheibe geschleudert. Der Aufprall verursachte einen deutlichen Schaden an der Scheibe, jedoch drang der Betonblock nicht in den Führerstand ein.
Der Triebfahrzeugführer blieb unverletzt.
Der Zug stoppte daraufhin am Haltepunkt Feldmoching.
Etwa 700 Reisende verließen den Zug geordnet und blieben unverletzt. Die beschädigte S-Bahn konnte ihre Fahrt nicht fortsetzen und wurde
später ins Betriebswerk Steinhausen überführt.
Gleissperrung führt zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr
Nach dem Vorfall sperrten Einsatzkräfte den betroffenen Streckenabschnitt von 17:30 Uhr bis 18:44 Uhr.
Diese Maßnahme führte zu acht Teilausfällen sowie zwei Umleitungen im S-Bahnverkehr.
Ein Ersatzzug wurde für die Weiterfahrt der Fahrgäste bereitgestellt.
Während der Absuche des Gleisbereichs fanden Beamte die beschädigte Kabelschachtabdeckung aus Beton, die der Täter auf die S-Bahn geworfen hatte. Die Schadenshöhe wird aktuell ermittelt.
Bundespolizei ermittelt – Zeugen dringend gesucht
Die Bundespolizeiinspektion München führt ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Eine sofort eingeleitete Fahndung im Nahbereich blieb bislang ohne Erfolg.
Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Täter geben können, sollen sich unter der Rufnummer 089 515550 0 bei der Bundespolizei melden.
Weitere Informationen
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