Bewaffnete Soldaten als Weihnachtsmann auf Weihnachtsmarkt in Zweibrücken
Auf dem Weihnachtsmarkt in Zweibrücken hat ein ungewöhnlicher Einsatz für Aufsehen gesorgt. Zwei Bundeswehrsoldaten traten dort am Samstag in weihnachtlicher Verkleidung auf und trugen dabei scharfe Waffen. Der Vorfall spielte sich an einem Stand der Bundeswehr ab und beschäftigt nun das Polizeipräsidium Westpfalz. Die Ermittler prüfen, ob die bewaffneten Soldaten auf dem Weihnachtsmarkt in Zweibrücken gegen Straf- oder Ordnungsrecht verstoßen haben.
Bundeswehrstand im Fokus der Polizei
Nach ersten Informationen wurde die Polizei am 6. Dezember über die Situation informiert. Eine Streife suchte daraufhin den Bundeswehrstand auf dem Weihnachtsmarkt auf und kontrollierte die beiden Soldaten. Diese waren als Weihnachtsmann beziehungsweise weihnachtlich verkleidet unterwegs, führten jedoch gleichzeitig ihre Dienstwaffen mit sich. Genau diese Kombination aus Kostüm und Bewaffnung sorgte für Irritationen und rief die Polizei auf den Plan.
Im Anschluss sprachen die eingesetzten Polizeibeamten mit einem Vorgesetzten der Soldaten. Nach dieser Rücksprache brachten die Beteiligten insgesamt drei Waffen, von denen mindestens eine geladen war, in geeigneten Behältnissen zurück in die Kaserne. Damit endete der Einsatz zwar vor Ort relativ ruhig, dennoch bleibt die Frage offen, ob die Aktion rechtlich zulässig war. Deshalb stehen die bewaffneten Soldaten auf dem Weihnachtsmarkt in Zweibrücken nun im Mittelpunkt weiterer Prüfungen.
Prüfung möglicher Verstöße durch das Polizeipräsidium Westpfalz
Das Polizeipräsidium Westpfalz bewertet derzeit, ob das Verhalten der Soldaten strafrechtliche oder ordnungswidrigkeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Eine Sprecherin betonte, dass sowohl der Einsatz der Waffen als auch der konkrete Rahmen – ein öffentlicher Weihnachtsmarkt – sorgfältig betrachtet werden. Erst nach Abschluss dieser Prüfung steht fest, ob ein Verstoß vorliegt und ob weitere Schritte folgen.
Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zwar zu keiner konkreten Gefährdung von Besuchern, dennoch bleibt der Eindruck eines äußerst sensiblen Vorgangs. Gerade auf dicht besuchten Veranstaltungen, auf denen Familien, Kinder und Senioren unterwegs sind, reagieren Menschen besonders empfindlich auf sichtbare Bewaffnung. Entsprechend hoch ist die Aufmerksamkeit der Behörden, wenn Soldaten oder andere Bewaffnete im öffentlichen Raum auftreten.
Sicherheitsdebatte auf Weihnachtsmärkten
Der Vorfall fällt in eine Zeit, in der Sicherheitsfragen rund um Weihnachtsmärkte ohnehin intensiv diskutiert werden. Polizei und Kommunen verstärken vielerorts ihre Präsenz, während Veranstalter ihre Sicherheitskonzepte regelmäßig anpassen. Auch in Zweibrücken spielt das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle, denn der Zweibrücker Weihnachtsmarkt zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an.
Ob die bewaffneten Soldaten auf dem Weihnachtsmarkt in Zweibrücken am Ende juristische Konsequenzen spüren, ist aktuell offen. Klar ist jedoch schon jetzt, dass der Einsatz ein Nachspiel hat und sowohl bei Polizei als auch Bundeswehr für interne Auswertungen sorgen dürfte. Die Behörden wollen damit sicherstellen, dass Auftritte von uniformierten oder bewaffneten Kräften auf öffentlichen Festen künftig klar geregelt und für Besucher jederzeit nachvollziehbar bleiben.
