Blindgänger im Gülser Moselbogen: 1100 Menschen müssen am Mittwoch ihre Häuser verlassen
Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt in Koblenz erneut für einen Großeinsatz. Die 500-Kilogramm-Bombe soll am Mittwoch, 8. April, im Gülser Moselbogen entschärft werden. Deshalb müssen rund 1100 Menschen den Evakuierungsbereich bis spätestens 8.30 Uhr verlassen.
Blindgänger wurde bei Bauarbeiten an der Pfaffendorfer Brücke entdeckt
Der Kampfmittelfund wurde bereits an Gründonnerstag bekannt. Bei Baggerarbeiten im Rhein im Bereich der Baustelle für den Neubau der Pfaffendorfer Brücke entdeckten Arbeiter den Blindgänger. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine amerikanische 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem intakten und einem abgebrochenen Zünder.
Die Einsatzkräfte luden die Bombe direkt auf das Baggerschiff. Anschließend brachten sie das Schiff noch am Donnerstagabend zur Sicherung in die Moselschleuse Koblenz. Dort bewachen Einsatzkräfte das Schiff seitdem durchgehend. Weil der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz die Bombe nicht umlagern darf, muss die Entschärfung direkt auf dem Schiff erfolgen.
Darum fällt die Wahl erneut auf den Gülser Moselbogen
Die beteiligten Behörden haben das weitere Vorgehen am Samstagnachmittag in einer Lagebesprechung festgelegt. Als Entschärfungsort wurde erneut der Gülser Moselbogen ausgewählt. Dort hatte der Kampfmittelräumdienst bereits Anfang April 2025 einen ähnlichen Blindgänger auf demselben Baggerschiff entschärft.
Die Stadt verspricht sich davon einen deutlich kleineren Evakuierungsbereich. Während am ursprünglichen Fundort im Rhein rund 16.000 Menschen betroffen gewesen wären, müssen am neuen Entschärfungsort rund 1100 Personen ihre Wohnungen, Häuser oder Stellplätze verlassen.
Diese Bereiche und Einrichtungen sind betroffen
Von der Evakuierung betroffen sind Teile des Stadtteils Lay, die Kindertagesstätte Lay, der Campingplatz Güls, der Sportboothafen, die Bahnstrecke entlang der Mosel sowie die Bundesstraßen 416 und 49. Die Bundesstraße 327 bleibt hingegen befahrbar.
Kinder aus der Kita Lay, die nicht privat betreut werden können, werden ab 8 Uhr in der Legiahalle betreut. Außerdem steht die Legiahalle auch weiteren Betroffenen als Aufenthaltsort zur Verfügung. Haustiere dürfen allerdings nicht mitgebracht werden. Verpflegung gibt es dort ebenfalls nicht.
Die Stadt verteilt an die betroffenen Haushalte Handzettel mit weiteren Informationen. Zusätzlich hat die Feuerwehr Koblenz ein Bürgertelefon unter 0261/40404-8000 eingerichtet. Aktuelle Hinweise stellt die Stadt außerdem auf der offiziellen Infoseite bereit. Weitere Informationen zum Thema findest Du auch bei der Stadt Koblenz, auf der Sonderseite zur Bombenentschärfung sowie in unserem Beitrag zur Pfaffendorfer Brücke. Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.
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