Polizei verstärkt Tempokontrollen
Mit dem Start der sogenannten Speedweek intensiviert die Polizei in Rheinland-Pfalz ab Montag, dem 13. April, ihre Geschwindigkeitskontrollen deutlich. Die europaweit koordinierte Aktion läuft bis zum 19. April und soll vor allem für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Der Höhepunkt der Maßnahmen ist für Mittwoch angesetzt – dann findet der eigentliche Blitzermarathon in Rheinland-Pfalz statt.
Gezielte Kontrollen an Gefahrenstellen
Die Einsatzkräfte richten ihre mobilen und stationären Messgeräte gezielt an bekannten Unfallschwerpunkten aus. Besonders häufig kontrolliert die Polizei an gefährlichen Streckenabschnitten, in Baustellen sowie im Umfeld von Schulen und Kindergärten. Dadurch möchte sie gezielt dort eingreifen, wo ein erhöhtes Risiko für schwere Verkehrsunfälle besteht.
Konkrete Standorte nennt die Polizei bewusst nicht im Voraus. Sie will damit verhindern, dass Autofahrer ihr Verhalten nur kurzfristig anpassen. Stattdessen setzt sie auf einen nachhaltigen Abschreckungseffekt.
Diese Städte könnten besonders betroffen sein
Nach Einschätzung des ADAC könnten vor allem größere Städte in Rheinland-Pfalz verstärkt in den Fokus der Kontrollen rücken. Dazu zählen unter anderem Frankenthal, Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Speyer, Trier und Worms.
Sowohl stationäre Blitzer als auch flexible Messstellen kommen zum Einsatz. Die Behörden positionieren diese kurzfristig und ohne Vorankündigung.
Zu hohe Geschwindigkeit bleibt Hauptunfallursache
Die Polizei reagiert mit der Speedweek auf eine besorgniserregende Entwicklung: Die Zahl der Verkehrstoten ist im Jahr 2025 in Rheinland-Pfalz deutlich gestiegen. Hauptursachen bleiben überhöhte Geschwindigkeit sowie Ablenkung am Steuer.
Mit dem Blitzermarathon Rheinland-Pfalz will die Polizei das Bewusstsein für die Gefahren schärfen. Sie fordert alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Wetterverhältnissen anzupassen.
Strafen bei Verstößen
Wer während der Aktionswoche zu schnell unterwegs ist, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Neben Bußgeldern drohen je nach Verstoß auch Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot.
Die Höhe der Strafen richtet sich nach der gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitung sowie der jeweiligen Verkehrssituation.
Rückblick: Tausende Verstöße im Vorjahr
Die Zahlen aus dem Vorjahr verdeutlichen die Dimension der Kontrollen: Während der Speedweek 2025 überprüften die Behörden mehr als zwei Millionen Fahrzeuge. Dabei registrierten sie zehntausende Verstöße.
Allein im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz stellten die Beamten über 22.000 Geschwindigkeitsverstöße fest. Im Zuständigkeitsbereich Mainz lag die Zahl bei mehr als 10.000 Fällen. Besonders drastisch fiel ein Fall auf der Autobahn aus: Ein Fahrer überschritt die erlaubte Geschwindigkeit von 130 km/h deutlich und wurde mit 186 km/h gemessen.
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