Brandbombe am Rheinufer entdeckt: Weißer Phosphor entzündet sich
Düsseldorf. Ein ungewöhnlicher Fund hat am Sonntagnachmittag einen rund dreistündigen Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst ausgelöst. Am Rheinufer in Höhe der Fleher Brücke entdeckten Einsatzkräfte eine Brandbombe am Rheinufer Düsseldorf. Aus dem stark korrodierten Metallkörper trat weißer Rauch aus. Stellenweise brannte der Gegenstand bereits.
Feuerwehr entdeckt verdächtigen Metallkörper am Rhein
Als die Feuerwehr am Fundort eintraf, befand sich die Polizei bereits vor Ort. Die Einsatzkräfte untersuchten die Situation und vermuteten schnell ein Kampfmittel.
Da sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte, ließ die Feuerwehr den Metallkörper kontrolliert ausbrennen. Gleichzeitig sperrten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich ab. Außerdem forderten sie das zuständige Ordnungsamt und den Kampfmittelbeseitigungsdienst an.
Bis die Spezialisten eintrafen, stellte die Feuerwehr eine Brandwache.
Britische Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst untersuchte den Fund und identifizierte ihn schließlich als britische Brandbombe vom Typ INC 30 LB aus dem Zweiten Weltkrieg.
Im vorderen Bereich dieses Bombentyps befinden sich rund 300 Gramm weißer Phosphor. Das Niedrigwasser hatte den Phosphor freigelegt. Beim Kontakt mit der Luft entzündete sich das Material.
Die ursprüngliche Hauptbrandladung bestand aus einem Benzin-Kautschuk-Gemisch. Nach Angaben zum Einsatz hatte das Wasser diese Ladung während der langen Lagerung bereits ausgespült. Von ihr ging deshalb keine weitere Gefahr aus.
Brandbombe am Rheinufer Düsseldorf wird abtransportiert
Nachdem der verbliebene Phosphor vollständig ausgebrannt war, sicherte der Kampfmittelbeseitigungsdienst den Bombenkörper. Anschließend transportierten die Spezialisten den Fund ab. Insgesamt dauerte der Einsatz rund drei Stunden.
Kampfmittelfunde beschäftigen die Behörden in Düsseldorf weiterhin regelmäßig. Die Stadt weist darauf hin, dass Bomben, Granaten, Zünder und andere Überreste aus den Weltkriegen auch heute noch auftauchen können. Weitere Informationen zu Kampfmitteln stellt die Landeshauptstadt Düsseldorf bereit.
Verdächtige Gegenstände niemals anfassen
Die Brandbombe am Rheinufer Düsseldorf zeigt, wie gefährlich vermeintlich alte Metallgegenstände sein können. Wer am Rhein oder an einer anderen Stelle einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, sollte ihn keinesfalls berühren, bewegen oder selbst untersuchen.
Stattdessen sollten Finder ausreichend Abstand halten und andere Menschen von der Fundstelle fernhalten. Anschließend sollten sie sofort Polizei oder Feuerwehr über die Notrufnummern 110 beziehungsweise 112 verständigen.
Ob tatsächlich ein Kampfmittel vorliegt, können häufig erst Fachleute sicher feststellen. Hinweise zum richtigen Verhalten bei verdächtigen Funden gibt auch die Feuerwehr Düsseldorf.
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Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
