Bundespolizei München warnt: Mehr Gefahren an Bahnhöfen durch Zeitumstellung und Herbstferien
München. Die Tage werden kürzer und die dunkle Jahreszeit beginnt. Deshalb warnt die Bundespolizei München vor besonderen Gefahren an Bahnhöfen und im Zugverkehr. Am Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit. Gleichzeitig stehen in Bayern vom 2. bis 6. November die Herbstferien an. Weil zahlreiche Familien in dieser Zeit verreisen, gibt die Bundespolizei wichtige Sicherheitstipps für Bahnreisende.
Zeitumstellung 2026: An Bahnhöfen wird es früher dunkel
In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober, werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Dadurch können die Menschen zwar eine Stunde länger schlafen, allerdings setzt die Dunkelheit am Abend nach der Zeitumstellung eine Stunde früher ein.
Gerade an Bahnhöfen und Bahnübergängen kann dies zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern. Deshalb empfiehlt die Bundespolizei München, die Umgebung stets im Blick zu behalten und mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Besonders Smartphones und Kopfhörer können Reisende ablenken. Wer beispielsweise während des Wartens auf sein Handy schaut oder laute Musik hört, bemerkt herannahende Züge möglicherweise zu spät. Außerdem können wichtige Lautsprecherdurchsagen und Warnsignale unbemerkt bleiben.
Bundespolizei warnt vor lebensgefährlichen Situationen an Gleisen
Die Bundespolizei macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass das Betreten von Gleisanlagen nicht nur verboten, sondern auch lebensgefährlich ist.
Denn Züge können sich überraschend leise nähern. Gleichzeitig benötigen sie aufgrund ihres hohen Gewichts und ihrer Geschwindigkeit einen erheblich längeren Bremsweg als Straßenfahrzeuge.
Deshalb sollten Reisende stets ausreichend Abstand zur Bahnsteigkante halten. Auch vermeintliche Abkürzungen über Bahngleise sind tabu, da bereits eine kurze Unaufmerksamkeit schwerwiegende Folgen haben kann.
Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte zudem besonders aufmerksam bleiben und sie frühzeitig auf die Gefahren hinweisen.
Herbstferien in Bayern: Taschendiebe nutzen das Gedränge
Vom 2. bis 6. November 2026 sind in Bayern Herbstferien. Deshalb rechnet die Bundespolizei mit zahlreichen Familien, die Bahnhöfe und Züge für Ausflüge oder Urlaubsreisen nutzen.
Gerade beim Ein- und Aussteigen entstehen häufig unübersichtliche Situationen. Während Reisende ihr Gepäck verstauen oder nach einem Sitzplatz suchen, können Taschendiebe die Gelegenheit nutzen.
Die Bundespolizei empfiehlt deshalb, Geldbörsen, Mobiltelefone und andere Wertgegenstände möglichst körpernah in verschlossenen Taschen aufzubewahren.
Außerdem sollten Reisende ihre Rucksäcke im Gedränge vor dem Körper tragen. Koffer und Reisetaschen gehören ebenfalls nicht unbeaufsichtigt abgestellt. Besonders bei längeren Zugfahrten ist es sinnvoll, das Gepäck so zu verstauen, dass es möglichst im Blick bleibt.
Mit Kindern am Bahnhof: Diese Regeln können Leben retten
Familien sollten bereits vor Reisebeginn mit ihren Kindern über das richtige Verhalten an Bahnhöfen sprechen. Denn besonders jüngere Kinder können Gefahren im Bahnverkehr häufig noch nicht richtig einschätzen.
Deshalb rät die Bundespolizei dazu, klare Verhaltensregeln zu vereinbaren. Kinder sollten am Bahnsteig nicht rennen und immer ausreichend Abstand zur Bahnsteigkante halten.
Außerdem dürfen sie niemals eigenständig Gleisanlagen betreten. Eltern sollten ihren Kindern erklären, warum selbst scheinbar freie Gleise gefährlich sind.
Ebenso wichtig ist die Frage, was passiert, wenn sich Familienmitglieder im Gedränge verlieren. In einer solchen Situation können sich Kinder an uniformierte Polizeikräfte oder Mitarbeitende der Bahn wenden.
Hilfreich ist zudem, wenn Kinder die Telefonnummer einer vertrauten Bezugsperson kennen oder schriftlich bei sich tragen.
Bundespolizei gibt Sicherheitstipps für dunkle Abendstunden
Auch während der Abendstunden sollten Reisende aufmerksam bleiben. Die Bundespolizei München empfiehlt deshalb, möglichst gut beleuchtete und übersichtliche Bereiche an Bahnhöfen aufzusuchen.
Wer auf einen Zug wartet, kann außerdem die Nähe anderer Reisender suchen. Dadurch lassen sich unangenehme oder möglicherweise bedrohliche Situationen häufig frühzeitig erkennen.
Falls sich jemand bedrängt oder bedroht fühlt, sollte die betroffene Person möglichst schnell Unterstützung anfordern. Dafür stehen Polizeistreifen, Mitarbeitende der Bahn sowie andere Reisende zur Verfügung.
Wer eine Auseinandersetzung oder eine andere bedrohliche Situation beobachtet, sollte ebenfalls Hilfe verständigen. Allerdings ist es wichtig, sich dabei nicht selbst in Gefahr zu bringen.
Notruf 110: Wann Reisende die Polizei verständigen sollten
Bei bedrohlichen Situationen, verdächtigen Beobachtungen oder wenn dringend polizeiliche Hilfe benötigt wird, können Reisende jederzeit den Polizeinotruf 110 wählen.
Für allgemeine Fragen und Hinweise steht außerdem die Bundespolizei unter der kostenlosen Servicenummer 0800 6 888 000 zur Verfügung.
Die Bundespolizei München appelliert deshalb an alle Reisenden, gerade während der Herbstferien und in der dunklen Jahreszeit besonders aufmerksam zu bleiben.
Denn bereits einfache Vorsichtsmaßnahmen können dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden, Diebstählen vorzubeugen und Bahnreisen sicherer zu gestalten.
Sicher durch Herbst und Winter reisen
Ob täglicher Arbeitsweg, Familienausflug oder längere Urlaubsreise: Wer sich an die wichtigsten Sicherheitsregeln hält, kann viele Risiken deutlich reduzieren.
Deshalb sollten Reisende ausreichend Zeit einplanen, auf ihre Umgebung achten und besonders beim Ein- und Aussteigen aufmerksam bleiben.
Weitere Informationen zur Sicherheit im Bahnverkehr bietet die Bundespolizei. Hinweise zum Zugverkehr und zur Reiseplanung finden sich außerdem bei der Deutschen Bahn.
Weitere aktuelle Polizei- und Sicherheitsmeldungen veröffentlicht Blaulicht Report.
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der Redaktion.
