Car-Friday am Nürburgring: Polizei zieht nach Karfreitag positive Bilanz
Mehrere Zehntausend Tuning-Fans reisten an Karfreitag rund um den Nürburgring an. Wie erwartet setzte bereits am Vorabend und in der Nacht ein starkes Verkehrsaufkommen ein. Die Nürburgring 1927 GmbH stellte deshalb nahezu alle Parkflächen einschließlich des Fahrerlagers zur Verfügung. Dadurch entzerrte sich die Lage vor Ort spürbar, auch wenn die Parkplätze am frühen Nachmittag nahezu vollständig ausgelastet waren.
Die Polizei zieht trotz der enormen Besucherzahl eine positive Bilanz. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt zeigte sie rund um das Gelände dauerhaft Präsenz. Die Einsatzkräfte hielten Not- und Rettungswege konsequent frei und griffen bei Verstößen direkt ein. Dennoch ließen sich Staus im Umfeld des Nürburgrings nicht vollständig vermeiden. Besonders betroffen waren die Hauptzufahrtsstraßen B 412 und B 258. Anders als in den Vorjahren registrierten die Behörden jedoch keine dauerhaft erhöhte Verkehrsbelastung in der Stadt Adenau.
Kontrollen zeigen Wirkung
Die im Vorfeld angekündigten engmaschigen Kontrollmaßnahmen der Polizeidirektion Mayen zeigten Wirkung. Schon vor dem Karfreitag hatte die Polizei deutlich gemacht, dass sie rund um den Nürburgring intensiv kontrollieren wird. Genau diese klare Linie zahlte sich nun aus. In Relation zur hohen Zahl der angereisten Besucher fällt die Bilanz aus Sicht der Behörden zufriedenstellend aus.
Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte knapp 400 Fahrzeuge. Dabei leiteten sie 12 Strafverfahren ein. Die Verfahren betrafen unter anderem Fahrten unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie auffälliges Fahrverhalten im öffentlichen Straßenverkehr. In einem Fall kam es zudem zu einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinwirkung. Verletzt wurde dabei niemand.
Fast 200 Ordnungswidrigkeiten festgestellt
Neben den Strafverfahren registrierte die Polizei knapp 200 Ordnungswidrigkeiten. Ein Großteil dieser Verstöße hing mit dem Erlöschen der Betriebserlaubnis zusammen. Ursache dafür waren bauartrechtliche Veränderungen an den Fahrzeugen. In fast 40 Fällen untersagten die Beamten sogar die Weiterfahrt. Damit setzte die Polizei ein klares Signal gegen illegales Tuning und gegen technische Veränderungen, die die Verkehrssicherheit gefährden.
Das abgestimmte Maßnahmenkonzept griff laut Polizei. Die Behörden hatten es vorab gemeinsam mit der Kreisverwaltung Ahrweiler, den Verbandsgemeinden Adenau und Vordereifel sowie der Nürburgring GmbH vorbereitet. Dieses Konzept reduzierte anlassbezogene Störungen deutlich und sorgte zugleich für geordnete Abläufe im Bereich der Zufahrten und Parkflächen.
Rund 160 Kräfte im Einsatz
Insgesamt waren rund 160 Polizeikräfte am Einsatz beteiligt. Darunter befanden sich auch Kräfte anderer Polizeipräsidien aus Rheinland-Pfalz. Durch diese Unterstützung konnte die Polizei die Lage am Nürburgring eng begleiten und gleichzeitig schnell auf Verstöße reagieren.
Wer sich über die Maßnahmen im Vorfeld informieren möchte, findet weitere Hintergründe in unserer Berichterstattung zu den angekündigten Kontrollen am Nürburgring. Weitere aktuelle Meldungen gibt es außerdem in unserer Rubrik Verkehr sowie in der Übersicht MYK / KO. Die offizielle Vorabmeldung der Polizei dazu findest Du auch bei Presseportal. Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.
