Feuerwehr gibt nach Messungen Entwarnung
Ein CBRN-Einsatz in Bad Segeberg hat am Freitagvormittag für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt. Um 10:45 Uhr alarmierte die Leitstelle die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg gemeinsam mit zahlreichen weiteren Einsatzkräften unter dem Stichwort „TH X R5 – Technische Hilfeleistung, Gefährdung durch Gefahrstoffe (CBRN), Großeinsatz Rettungsdienst Stufe 5“ zu einer Schule im Stadtgebiet.
Mehrere Schüler klagen über Atembeschwerden und Hautreizungen
Nach ersten Angaben klagten mehrere Schülerinnen und Schüler über Atembeschwerden sowie Hautreizungen, nachdem sie in einem Klassenraum mit einer bislang unbekannten Flüssigkeit in Kontakt gekommen waren. Das betroffene Ereignis ereignete sich in einem Klassenraum im ersten Obergeschoss eines Gymnasiums.
Die Einsatzleitung übernahm Gemeindewehrführer André Schneider. Bei der ersten Lageerkundung stellten die Kräfte keinen äußerlich sichtbaren Stoffaustritt fest.
Messungen unter Atemschutz – Schule vollständig geräumt
Ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz kontrollierte den betroffenen Bereich und führte erste Messungen durch. Parallel räumten die Einsatzkräfte das Schulgebäude vorsorglich vollständig.
Zur Unterstützung forderte die Einsatzleitung den ABC-Zug des Kreises Segeberg an. Die Spezialkräfte untersuchten mit moderner Messtechnik zahlreiche Bereiche und Gegenstände aus dem Klassenraum und analysierten die Proben direkt vor Ort.
Polizei sperrt Hamburger Straße – Entwarnung nach 1,5 Stunden
Während des CBRN-Einsatzes in Bad Segeberg sperrte die Polizei die Hamburger Straße zwischen den Einmündungen Ziegelstraße und Am Landratspark vollständig für den Pkw-Verkehr. Die Maßnahmen dienten der Absicherung und dem reibungslosen Ablauf des Einsatzes.
Nach rund 1,5 Stunden gaben die Einsatzkräfte Entwarnung. Sämtliche Messergebnisse zeigten keine Auffälligkeiten oder Hinweise auf gefährliche Stoffe. Eine konkrete Ursache für die zuvor aufgetretenen medizinischen Beschwerden konnte die Feuerwehr nicht benennen.
Zehn Schüler und eine Lehrkraft untersucht
Der Rettungsdienst untersuchte insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft. Die zunächst festgestellten Hautreaktionen gingen rasch zurück. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.
Nach rund zwei Stunden beendeten die Einsatzkräfte den CBRN-Einsatz Bad Segeberg. Für die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal bestand nach Abschluss aller Messungen keine weitere Gefahr.
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Offizielle Informationen veröffentlichen unter anderem die Polizei Schleswig-Holstein sowie der Kreis Segeberg.
