Deutscher stirbt im Achraintunnel – Beifahrerin bringt Auto zum Stehen
Dornbirn. Dramatischer Zwischenfall in einem österreichischen Straßentunnel: Ein 74 Jahre alter Autofahrer aus Deutschland verlor während der Fahrt plötzlich das Bewusstsein. Seine Beifahrerin reagierte sofort, griff in das Lenkrad und brachte den Wagen schließlich zum Stillstand. Trotz umgehend eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen starb der Mann noch vor Ort.
Der medizinische Notfall ereignete sich am Freitag gegen 12 Uhr im Achraintunnel im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Das Fahrzeug war zu diesem Zeitpunkt in Richtung Dornbirn unterwegs. Weshalb der 74-Jährige während der Fahrt das Bewusstsein verlor, ist bislang nicht bekannt.
Beifahrerin übernimmt Kontrolle über das Fahrzeug
Als der Fahrer nicht mehr reagieren konnte, übernahm die Beifahrerin geistesgegenwärtig die Kontrolle. Sie griff in das Lenkrad und versuchte, das weiterhin fahrende Auto sicher zum Stehen zu bringen. Dadurch konnte sie möglicherweise verhindern, dass das Fahrzeug unkontrolliert durch den Tunnel fuhr und weitere Verkehrsteilnehmer gefährdete.
Dennoch wurde der Wagen bei dem Vorfall erheblich beschädigt. Weitere Personen erlitten nach den bisher bekannten Informationen keine Verletzungen. Einsatzkräfte eilten in den Tunnel und begannen mit der Versorgung des bewusstlosen Fahrers. Allerdings blieben sämtliche Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg.
Achraintunnel in beide Richtungen gesperrt
Während des Rettungseinsatzes sperrten die Verantwortlichen den Achraintunnel vollständig. Da es sich um einen einröhrigen Tunnel handelt, war die Strecke in beiden Fahrtrichtungen nicht mehr befahrbar. Dadurch kam es im Bereich der wichtigen Verbindung nach Dornbirn zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.
Informationen zur aktuellen Verkehrslage in Österreich stellt unter anderem der ÖAMTC-Verkehrsservice bereit. Zudem informiert die ASFINAG über Straßensperrungen, Tunnel und die Verkehrssicherheit auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Hinweise zu Polizeieinsätzen in der Region veröffentlicht außerdem die Landespolizeidirektion Vorarlberg.
Ursache des medizinischen Notfalls noch unklar
Ob eine plötzliche Erkrankung oder eine andere gesundheitliche Ursache zum Bewusstseinsverlust führte, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen. Hinweise auf verletzte Insassen oder weitere Unfallbeteiligte lagen zunächst nicht vor.
Der Vorfall zeigt zugleich, wie schnell ein medizinischer Notfall am Steuer zu einer lebensgefährlichen Situation führen kann. Besonders in einem Tunnel gibt es kaum Platz zum Ausweichen. Außerdem können nachfolgende Fahrzeuge eine Gefahr oftmals erst sehr spät erkennen. Durch das schnelle Eingreifen der Beifahrerin blieb ein möglicher Zusammenstoß mit weiteren Fahrzeugen jedoch offenbar aus.
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