DNA-Reihenuntersuchung nach Sexualdelikt im Raum Oberdürenbach
Nach einem schweren Sexualdelikt zum Nachteil eines siebenjährigen Kindes am 21. Juni 2025 setzen die Ermittlungsbehörden im nördlichen Rheinland-Pfalz auf eine umfangreiche DNA-Reihenuntersuchung Oberdürenbach. Die Staatsanwaltschaft Koblenz und die Kriminalinspektion Mayen führten die freiwillige Maßnahme im Zeitraum vom 23. bis 25. Januar 2026 durch und erhoffen sich dadurch neue Ermittlungsansätze.
Über 2.000 Männer aus zehn Ortschaften angeschrieben
Im Vorfeld luden die Ermittler mehr als 2.000 männliche Personen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren ein. Die angeschriebenen Männer stammen aus insgesamt zehn Ortschaften im Umkreis von Oberdürenbach. Ziel der Maßnahme bleibt es, mögliche Verwandtschaftsbeziehungen zu einer am Tatort gesicherten DNA-Spur festzustellen.
An den drei Untersuchungstagen folgten insgesamt 1.463 Personen der Einladung. Damit beteiligte sich ein großer Teil der Angeschriebenen aktiv an der Aufklärung des Verbrechens und unterstützte die Arbeit der Ermittler.
Speichelproben in der Sporthalle Niederzissen
Die Probenentnahme erfolgte zentral in der Sporthalle Niederzissen. Dort nahmen geschulte Einsatzkräfte Speichelproben, die nun forensisch ausgewertet werden. Die Analyse konzentriert sich insbesondere auf mögliche familiäre Übereinstimmungen mit der vorhandenen Tat-DNA.
Die DNA-Reihenuntersuchung Oberdürenbach gilt als äußerst aufwendig. Entsprechend rechnen die Behörden erst in einigen Wochen mit ersten verwertbaren Ergebnissen. Dennoch sehen Staatsanwaltschaft und Polizei in der Maßnahme eine wichtige Chance, den Täter einzugrenzen.
Weitere Teilnahme weiterhin möglich
Angeschriebene Personen, die bislang noch keine Speichelprobe abgegeben haben, können dies auch nachträglich tun. Die Ermittler bitten Betroffene, sich direkt an die im Einladungsschreiben genannten Ansprechpartner zu wenden.
Die Staatsanwaltschaft Koblenz und die Kriminalinspektion Mayen bedanken sich ausdrücklich bei allen Teilnehmern für ihre Bereitschaft und Kooperation. Die hohe Beteiligung unterstreicht das große gesellschaftliche Interesse an einer schnellen und lückenlosen Aufklärung.
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Offizielle Informationen stellen zudem die Polizei Rheinland-Pfalz sowie die Staatsanwaltschaft Koblenz bereit.
