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Doppelmord in Hamburg: Führten Milieu-Konflikte zu den Schüssen?

10. September 2026 3 Minuten gelesen
Doppelmord in Hamburg

Doppelmord in Hamburg!

Hamburg. Gut eine Woche nach den tödlichen Schüssen auf einem Gewerbehof in Hamburg-St. Pauli rücken mögliche Verbindungen ins kriminelle Milieu stärker in den Mittelpunkt. Zwei Männer im Alter von 47 und 33 Jahren starben, ein 48-Jähriger erlitt schwere Verletzungen. Die Mordkommission und das Landeskriminalamt ermitteln weiter zu den Hintergründen.

Nach offiziellen Angaben fielen die Schüsse am 1. September 2026 gegen 21.34 Uhr auf einem Gewerbehof an der Lagerstraße. Zeugen hörten mehrere Schüsse und alarmierten die Polizei. Einsatzkräfte fanden auf einem Parkplatz zunächst einen lebensgefährlich verletzten 47-Jährigen. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen starb der Mann.

Bei der anschließenden Durchsuchung eines Gebäudes entdeckten die Beamten einen weiteren erschossenen Mann. Die Behörden identifizierten ihn später als einen 33-Jährigen. Ein 48 Jahre alter Mann hatte den Tatort vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte verlassen und sich selbstständig in ein Krankenhaus begeben. Nach Angaben der Polizei bestand bei ihm keine Lebensgefahr.

Bericht nennt mögliche Kontakte ins kriminelle Milieu

Den Berichten zufolge sollen die beiden Todesopfer aus dem schwerkriminellen Milieu stammen. Der 47-Jährige soll außerdem Kontakte zu Mitgliedern der „Hells Angels“ unterhalten haben. Türkische Behörden sollen ihn seit 2023 mit einem nationalen Haftbefehl gesucht haben.

Das zweite Todesopfer soll laut dem Medienbericht zum Umfeld eines mutmaßlichen, derzeit in Griechenland inhaftierten Bandenchefs gehört haben. Die Behörden haben diese konkreten Angaben bislang nicht öffentlich bestätigt. Die Hamburger Staatsanwaltschaft erklärte jedoch, dass Anhaltspunkte für eine mögliche Auseinandersetzung im Milieu vorliegen.

Weitere aktuelle Meldungen aus Deutschland und aus Schleswig-Holstein und Hamburg finden Leser auf Blaulicht-Report.

Ermittler prüfen Verbindung zu Handgranatenanschlag

Der Doppelmord in Hamburg könnte nach Einschätzung der Ermittler mit einem früheren Anschlag auf dasselbe Betriebsgelände zusammenhängen. Unbekannte warfen in der Nacht zum 26. Juni 2026 eine Handgranate von der Lagerstraße über eine Mauer. Der Sprengkörper detonierte auf dem Gelände und beschädigte ein Gebäude sowie mehrere Fahrzeuge. Menschen erlitten damals keine Verletzungen.

Die Ermittler prüfen jetzt mögliche Zusammenhänge zwischen der Explosion und dem Doppelmord in Hamburg. Auch die Frage, ob sich Beteiligte während der Auseinandersetzung gegenseitig beschossen haben könnten, gehört laut Medienbericht zu den untersuchten Szenarien. Eine abschließende Bewertung liegt bislang nicht vor.

Mordkommission sucht weiterhin Zeugen

Nach den Schüssen leitete die Polizei eine groß angelegte Fahndung ein. Mehr als zwei Dutzend Funkstreifenwagen, Kräfte der Bundespolizei, Diensthundeführer und eine Drohne beteiligten sich an dem Einsatz. Die Mordkommission, das für Organisierte Kriminalität zuständige Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft führen die Ermittlungen.

Wer rund um die Lagerstraße verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Doppelmord in Hamburg machen kann, erreicht das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter 040/4286-56789. Hinweise nimmt auch jede Polizeidienststelle entgegen.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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