SEK nimmt bewaffneten Täter fest
Am Donnerstagabend (09.04.) kam es in Dortmund zu einem dramatischen Polizeieinsatz. Ein Mann brach zunächst in ein Mehrfamilienhaus ein, gab anschließend Schüsse ab und verschanzte sich später in seiner Wohnung. Spezialeinsatzkräfte beendeten die gefährliche Situation schließlich.
Streit eskaliert – Täter schießt auf Wohnungsinhaber
Gegen 18 Uhr kehrte ein 45-jähriger Dortmunder zu seiner Wohnung an der Fritz-Reuter-Straße zurück. Dabei traf er auf einen Mann, der ein Fahrrad schob. Der Dortmunder erkannte das Fahrrad als sein Eigentum und stellte den Unbekannten zur Rede.
Die Situation eskalierte schnell. Nach einem verbalen Streit zog der Tatverdächtige eine Schusswaffe und feuerte zwei Schüsse in Richtung des 45-Jährigen ab. Glücklicherweise blieb dieser unverletzt. Der Täter ließ das Fahrrad zurück und flüchtete.
Zurück in seiner Wohnung stellte das Opfer fest, dass seine Tür aufgebrochen wurde und mehrere Gegenstände fehlten.
Täter verschanzt sich und droht Polizei
Polizeikräfte entdeckten den Tatverdächtigen kurze Zeit später an der Schillerstraße. Als er die Beamten bemerkte, flüchtete er in seine Wohnung und verbarrikadierte sich dort. Zudem bedrohte er die Einsatzkräfte.
Im weiteren Verlauf versuchte der Mann sogar, ein Feuer in seiner Wohnung zu legen. Der Brandversuch scheiterte jedoch.
Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. Mehrere Kontaktversuche blieben erfolglos.
SEK stürmt Wohnung – Festnahme mit Taser
Schließlich griff ein Spezialeinsatzkommando ein. Die Kräfte verschafften sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung und nahmen den 33-jährigen Dortmunder unter Androhung der Schusswaffe fest. Dabei setzten sie auch ein Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) ein.
Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Ein Atemalkoholtest verlief negativ, jedoch fiel ein Drogentest positiv auf Amphetamine und THC aus.
Waffenarsenal sichergestellt – zahlreiche Anzeigen
Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten mehrere Waffen. Darunter befanden sich unter anderem PTB-Waffen, eine Machete sowie ein Teleskopschlagstock.
Die Polizei leitete zahlreiche Strafverfahren gegen den 33-Jährigen ein. Die Vorwürfe umfassen unter anderem räuberischen Diebstahl, Tageswohnungseinbruch, Bedrohung, schwere Brandstiftung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Der Tatverdächtige soll einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden.
Weitere Informationen
Weitere aktuelle Polizeimeldungen finden Sie unter Blaulicht News sowie im Bereich Deutschland.
Offizielle Informationen stellt auch die Polizei NRW bereit.
